Reisebericht Namibia: Highlights und Tipps für eine Mietwagenrundreise
Lohnt sich eine Mietwagenrundreise durch Namibia?
Unser Reisebericht Namibia faßt die Highlights unserer Mietwagenrundreisen zusammen und gibt Euch wertvolle Tipps zur Vorbereitung.
Anreise Namibia
Ab Deutschland erfolgt die Anreise ab Frankfurt oder München in der Regel direkt oder über Johannesburg nach Windhuk.
Anreise über Südafrika
Wer über Südafrika einreist – in der Regel über Johannesburg – und einen Weiterflug hat, kann sein Gepäck normalerweise bis zum Zielort durchchecken. Das funktioniert problemlos, wenn der gesamte Flug in einer Buchung zusammenhängt. Bei separat gebuchten Flügen sollte man darauf achten, innerhalb derselben Allianz zu bleiben. Nach der Landung in Johannesburg läuft man Richtung „International Transfer“, wo jede Airline einen eigenen Schalter hat. Eine Möglichkeit, dort Gepäck neu aufzugeben, gibt es nicht. Wer sein Gepäck also nicht durchchecken kann, läuft Gefahr, offiziell nach Südafrika einreisen zu müssen, um das Gepäck erneut aufzugeben und anschließend wieder durch Security und Immigration zu gehen.
Auf dem Weg zum internationalen Transfer gibt es eine Passkontrolle, bei der der Pass gestempelt wird. Danach kommt man am Check-in-Bereich vorbei und gelangt wieder ins internationale Terminal A, von wo aus auch die Flüge nach Europa oder in die USA abgehen. Hier befindet sich auch die SAA-Lounge für Star-Alliance-Mitglieder.
Sicherheitscheck bei Einreise über Südafrika
Kleine Scheren unterhalb einer bestimmten Größe ließen sich bislang problemlos im Handgepäck durch die Kontrolle in Südafrika bringen. Mittlerweile gelten jedoch neue Regeln: Auch Nagelknipser und kleine Nagelscheren sind im Handgepäck nicht mehr erlaubt. Vor der Abreise sollte man sich aktuell informieren und solche Gegenstände vorsichtshalber ins aufgegebene Gepäck packen.
Immigration
Bei der Einreise braucht man starke Nerven. Man muss in die mit roten Schildern markierte Schlange, die teils schlecht ausgeschildert ist. Selbst mit E-Visum muss man auf dem Formular noch einmal handschriftlich Flugnummer, Aufenthaltsdauer und die erste Übernachtungsadresse eintragen – obwohl diese Angaben bereits bei der Visumsbeantragung hinterlegt wurden.
Die Beamten an der Immigration sind nicht besonders freundlich, es wird ein Foto gemacht, und am Ende hört man ein eher unwilliges „Willkommen in Namibia“. Nach der Immigration geht es noch durch den Zoll – selbst bei „nothing to declare“ wird das Gepäck noch einmal geröntgt.
Für den gesamten Prozess sollte man zwischen einer und 1,5 Stunden einplanen, selbst wenn man zu den ersten Passagieren gehört, die das Flugzeug verlassen.
Mobile Daten, Internet, Telefon
In Namibia funktioniert praktisch nur ein Netzbetreiber zuverlässig: MTC. Am besten besorgt man sich direkt am Flughafen in Windhoek oder in einem MTC-Shop eine eSIM oder physische SIM-Karte – online ist das nicht möglich, da der Reisepass zur Verifizierung vorgelegt werden muss. Die Netzabdeckung im Land ist insgesamt eher dürftig, an vielen Stellen gibt es überhaupt keinen Empfang. Auch mit deutschen Karten oder Anbietern wie Flexiroam oder Airalo hat man in Namibia kein Glück, da diese kein Signal liefern.
In den Lodges variiert die WLAN-Geschwindigkeit stark, oft ist die Bandbreite so eingeschränkt, dass größere Social-Media-Aktivitäten kaum möglich sind.
MTC: Man muss sich auch bei Prepaid-Karten mit dem Pass registrieren. Am besten direkt am Flughafen oder in einem Shop (z. B. in der Grove Mall). Der Service ist erstklassig, der Preis von rund 20 € für 30 GB / 30 Tage ist fair, und die Einrichtung erfolgt direkt vor Ort.
Benötige ich einen Mietwagen in Namibia?
Unsere Empfehlung ist definitiv ein Mietwagen. Für diejenigen, die das nötige Kleingeld und wenig Zeit haben kann auch eine Flugsafari mit eigenem Piloten eine Option sein, aber die meisten werden sich doch für den Mietwagen entscheiden. Am Flughafen Windhoek finden sich alle grossen Anbieter. Wir empfehlen Vollkasko ohne Selbstbeteiligung und auch mindestens einen, besser zwei Ersatzreifen. Die Schotterpisten sind gnadenlos zu den Reifen. Ein 4×4 ist in den meisten Gebieten – so auch bei unserer Tour – kein Muss, aber wenn möglich würden wir immer zu 4×4 raten, midnesten ein SUV, wenn schon kein 4×4. Tolle Angebote gibt es z.B. bei Check 24, dann muss man sich um nichts Sorgen machen.
Der Flughafen von Windhoek ist sehr klein und überschaubar und die Mietwagenschalter der grossen Stationen befinden sich im Flughafen.
Auf die Notfallnummer (zumindest bei Europcar) sollte man sich besser nicht verlassen – sie ist oft nicht erreichbar, auch WhatsApp-Nachrichten werden selten beantwortet. Bei einem Problem mit dem Mietwagen empfiehlt es sich, wenn man sich noch in oder um Windhoek befindet, direkt eine Station anzufahren und vor Ort einen Austausch zu verlangen. Das hat – abgesehen vom Zeitaufwand – problemlos funktioniert.
Auf unseren Reisen durch Namibia haben wir folgende Hotels, Lodges, Camps und Gästehäuser besucht, die wir Euch im folgenden Reisebericht jeweils ausführlich vorstellen und die das gesamt Spektrum von Süd nach Nord und alle wesentlichen Highlights für Namibia abdecken:
- Windhuk: Hotel Heiniztburg
- Windhuk: Olive Grove Guest House
- GocheGanas (bei Windhuk)
- Sossus Dune Lodge
- Rostock Ritz Desert Lodge
- Swakopmund Cornerstone Guest House
- Spitzkoppen Lodge
- Ondudu Safari Lodge (früher Erongo Wilderness Lodge)
- Twyfelfontein Adventure Camp
- Doro!Nawas by Wilderness
- Desert Rhino Camp by Wilderness
- Ohorongo Tented Camp
- Etosha Heights: SafariHoek
- Ongava Game Reserve (Ongava Lodge / Andersssons / Encounter)
- Etosha, Okaukuejo Camp
- Etosha East: Mushara The Outpost
- Otjiwa Collection: Thornbush tented Camp
Wo liegt Namibia?
Woran man bei einer Namibia Reise unbedingt denken sollte
Landeswährung: Namibia Dollar. Für Zahlungen oder Bargeldabhebungen kann man seine Kreditkarte in den Lodges und in den größeren Ortschaften im Land verwenden. Bargeld benötigt man für Tankstellen, Trinkgelder und ggfs Restaurants. Auch US Dollar werden, wie in fast allen anderen Staaten Afrikas, gern genommen. Auch der Südafrikanische Rand ist offizielles Zahlungsmittel, aber aufgepasst, der namibische Dollar gilt nicht in Südafrika !
Impfungen: Aus Deutschland kommend sind keine Impfungen vorgeschrieben. Es empfehlen sich jedoch die Standardimpfungen, siehe Vorschläge auswärtiges Amt.
Drohne fliegen in Namibia, darf man das ?
JA, aber die Frage ist, ob sich der Aufwand lohnt!
In Namibia müssen mittlerweile alle Drohnen registriert werden. Dabei gibt es je nach Verwendungszweck (privat oder gewerblich) unterschiedliche Anforderungen.
Private Nutzer müssen einen Antrag auf einen RPAS Letter of Approval (RLA) stellen. Dieser Antrag muss von Ausländern mindestens 60 Tage im Voraus gestellt werden und die folgenden Angaben enthalten:
Formelles Bewerbungsschreiben an den Executive Director der Namibia Civil Aviation Authority (NCAA) mit genauen Angaben zum Zweck der Drohnenflüge und der beabsichtigten Dauer.
Eine Karte mit den vorgesehenen Fluggebieten und mit den Koordinaten des Aufstiegsortes.
Risikoanalyse und ein “Safety Management Plan”.
Dokumentation zum Fluggerät, aus dem hervorgeht nach welchen technischen Standards die Drohne gefertigt wurde.
Nachweis einer Drohnenversicherung, die auch für Schäden Dritter in Namibia aufkommt
Zahlungsnachweis für die Überweisung der Bearbeitungsgebühr von aktuell 1.200 NAD (ca. 80 Euro).
Du siehst, dass es extrem aufwändig ist, eine offizielle Genehmigung von der NCAA zu bekommen. Ich bezweifle, dass sich der Aufwand für einen privaten Urlaub lohnt.
Detaillierter Reisebericht Namibia - wichtige Fragen:
Namibia ist definitiv eine Reise wert. Das ehemalige Deutsch-Südwest-Afrika ist ideal für Afrika Einsteiger, da es sehr westlich geprägt ist, über hohe Gesundheitsstandards, eine gute Infrastruktur verfügt und als relativ sicher für Touristen gilt. Einzig an den Linksverkehr – wie in ganz Afrika – muss man sich gewöhnen, genauso, wie an die Schotterpisten.
Bis auf die Gebiete am Etosha Park und Richtung Botswana gilt Namibia zudem als Malariafrei, was es zusätzlich attraktiv macht. Landschaftlich ist Namibia abwechslungsreich und man findet praktisch alles zwischen Wüsten, Meer und Buschland. Wenigstens einmal im Leben sollte man dieses tolle Land besuchen.
Windhuk
Windhuk ist für uns der ideale Ausgangspunkt jeder Namibia Rundreise. Im folgenden stellen wir Euch Hotels in und um Windhuk vor:
Heinitzburg
Die Heinitzburg ist, eines der besten und traditionsreichsten Hotels in Windhuk. Das Burghotel hat einen atemberaubenden Blick über die Stadt und ist mit modernem Komfort ausgestattet, sowie mit einem sehr guten Restaurant. Es gibt nur 17 Zimmer. Jedes Zimmer hat Klima und einen Ausblick auf die Stadt. Die Fahrt vom Flughafen dauert ca. 1 Stunde.
Windhuk, Olive Grove Guest House
Das Olive Grove Guesthouse liegt auf einem Hügel mit Blick auf die nördlichen Vororte von Windhoek und nur eine kurze Fahrt vom Stadtzentrum entfernt. Die gehobene Unterkunft verbindet Komfort und Ruhe mit allem nötigen Luxus, damit sich die Gäste willkommen und verwöhnt fühlen.
Goche Ganas (ca 30 min von Windhuk entfernt)
Die Lodge
Goche Ganas verfügt über insgesamt 16 Bungalows, größtenteils Doppelzimmer – interessanterweise bei einigen mit getrennten Betten statt einem großen Bett. Die Zimmer sind modern, aber ohne überbordenden Luxus eingerichtet und bieten alle einen schönen Blick in die Natur.
Anfahrt: Vom Flughafen Windhoek dauert die Fahrt etwa 1,5 Stunden. Auf der Gravel Road sollte man sich keinesfalls am 100-km/h-Schild orientieren – die Gefahr, im Graben zu landen, ist sonst hoch. Kurz vor der Lodge befindet sich ein Parkplatz, von dem aus man abgeholt wird; man fährt nicht direkt mit dem Auto bis zur Lodge.
Das Essen und Service
Gebucht wird in der Regel mit Frühstück und Abendessen, ein Mittagessen wird ebenfalls angeboten – allerdings nur im Restaurant. Das Essen ist von sehr guter Qualität, unabhängig davon, was man bestellt. Hinter dem Restaurant liegt eine kleine Bar, dahinter die Boma, von der aus man den Sonnenuntergang beobachten kann. Wer bis dahin wartet, erlebt anschließend einen kristallklaren Sternenhimmel mit gut sichtbarer Milchstraße.
Die Preise für Getränke und Mittagessen entsprechen europäischem Standard, die Preise für Massagen sind dagegen deutlich günstiger.
Die Zimmer
Die Bungalows sind modern und komfortabel eingerichtet. Etwas in die Jahre gekommen sind lediglich die Badezimmer, aber noch immer OK.
Highlights
- Hervorragender Wellnessbereich mit beheiztem Innenpool (eine echte Rarität in Afrika)
- Massagen auf absolutem Spitzenniveau – jede ausprobierte Behandlung war ihr Geld wert
- Sauna und Fitnessbereich, die den Ansprüchen genügen
- Rund 1,5-stündiger Nature Walk, der – da keine gefährlichen Tiere vorkommen – auch alleine machbar ist; mit etwas Glück sieht man Gazellen, Gnus und sogar Nashörner
Lowlights
- Sehr schwaches WLAN (ca. 5 Mbit/s), das bei mehreren gleichzeitigen Nutzern komplett zusammenbricht – positiv gesehen ein willkommener Digital Detox
Sonstiges Goche Ganas
Für Goche Ganas reicht ein Handy zum Fotografieren und Filmen völlig aus, ansonsten eignet sich ein Weitwinkelobjektiv für Aufnahmen der Lodge. Auf dem Nature Walk lohnt sich gelegentlich ein Teleobjektiv, wirklich gute Fotomotive gibt es hier aber nicht. Die Lodge eignet sich vor allem für Wellness, Entspannung und gutes Essen.
Die Namib, das Sossusvlei und die Sossus Dune Lodge
Die Namib ist die älteste Wüste der Welt und in ihr liegt das berühmte Sossusvlei, mitten im Nationalpark. Die Fahrzeit von Windhuk sind ca 5h.
Die Sossus Dune Lodge ist die einzige Lodge im Nationalpark, was ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist. Es gibt luxurösere Lodges, als diese staatlich geführte Lodge, ausserhalb des Nationalparks. Aber wer morgens einer der ersten sein will, der auf den Dünen sitzt und den Sonnenaufgang erlebt, der sollte hier buchen. Wir sassen schon auf der Düne, als die anderen Autos am Horizont noch in den Park einfuhren. Keiner von denen hat den Sonnenaufgang so erlebt, wie wir. Man hat die Wüste praktisch für sich alleine und wenn die anderen Touristen kommen ist man schon wieder weg.
Die Lodge ist sehr schön gelegen und die Zelte sind guter bis Luxuskomfort. Der Sonnenuntergang an der Lodge ein Erlebnis.
Foto Tipp: Eine der schönsten Duenen ist die Duene 45 nahe Deadvlei. Die Guides fahren mit allen Touristen dorthin, aber es lohnt sich auch. Von unten sieht die Düne nicht hoch aus, ist sie aber. Ausserdem gehört der Besuch des Sossusvlei, eine von Sandduenen umschlossene beige Salz-Ton-Pfanne, die nur in seltenen guten Regenjahren Wasser führt, zu einem Besuch dazu. Bei Regen bildet sich für kurze Zeit ein wenige Zentimeter bis mehrere Meter tiefer See im Vlei am Ende des Tsauchab. Die versteinerten Bäume ziehen jedes Jahr tausende von Fotografen an.
Rostock Ritz Desert Lodge
Die Rostock Ritz Desert Lodge ist ein guter Punkt, um die lange Strecke zwischen der Namib und Swakopmund zu unterbrechen. Die Lodge ist sehr schön gelegen, bietet gutes Essen, einen regelmäßigen Stachelschwein Besuch und einen Pool mit einem herrlichen Blick über die Landschaft. Die Unterkünfte – 11 Rundbauten im afrikanischen Stil – haben uns allerdings nicht so gut gefallen und wir waren froh nach einer Nacht wieder abzureisen.
Solitaire
Auf dem Weg nach Swakopmund kommt man an Solitaire vorbei. Soltaire selbst besteht nur aus einer Tankstelle, einem Laden, einer Kapelle und einer Bäckerei mit angegliedertem Cafe. Dieses ist weltberühmt durch seinen Apfelkuchen, dem „besten von ganz Namibia“. Eine Lodge und ein Zeltplatz komplettieren Solitaire. Auch bekommt man hier die Fussballergebnisse der Bundesliga auf einer Kreidetafel angeschrieben, wie auch sonstige Nachrichten und auch Fans von Oldtimern kommen auf Ihre Kosten.
Swakopmund, Cornerstone Guest House
Swakopmund und Walfish Bay gehören zu den Highlights an der Küste, am Meer. Beide Städte sind noch sehr von der deutschen Besatzung geprägt, welches man zweifelsfrei an den vielen deutschen Strassenschildern, dem Design der Häuser oder dem Namen der Hotels (Hotel Hansa) festmachen kann. Auch wird noch sehr viel deutsch gesprochen. Übrigens das einizge Land, ausser Österreich, der Schweiz und wenigen Dörfern in Lateinamerika. Es ist schon irgendwie lustig, wenn man plötzlich an Einheimischen, gleich welcher Hautfarbe, vorbeiläuft und deutsch gesprochen wird.
Wir bleiben im Cornerstone Guest House, wleches wir empfehlen können. Preis-Leistung top und die Lage ebenso. In der Stadt selbst sind das Hansa Hotel und das Hotel Swakopmund auch sehr schön, aber dort steigen alle Bustouristen ab. Muss man mögen.
Flug über die Namib
Von Swakopmund aus lohnt sich ein Flug über die Namib. Dieser Rundflug dauert gut eine Stunde und es gibt verschiedene Anbieter. Geflogen wird mit 6-sitzigen Chesnas. Ein Erlebnis, welches man sich definitiv nicht entgehen lassen sollte.
Bootstour ab Walfishbay
Mit dem Auto sind es von Swakopmund ca 45min nach Walfishbay, von wo aus man tolle Bootstouren buchen kann. Es geht in der Regel zur Robbenkolonie, alten Schiffswracks und zu den Austernbänken. Ja, hier werden mit die besten Austern der Welt gezüchtet, wenngleich die Erderwärmung dies immer schwieriger macht. Auf der Tour erlebt man auch Delfine und Pelikane hautnah. Am Parkplatz gibt es massenweise Verkäufer von Schmuck und allem anderen. Bis heute können wir nicht vergessen, dass wir dem einen Verkäufer vor der Bootstour falsche Namen gegeben haben (Dirk & Stefanie) under als wir wiederkamen stand er da mit 2 Armbändern für Dirk und Stefanie. Wir haben noch immer ein schlechtes Gewissen.
Die Bootstouren starten in der Regel um 9 Uhr und dauern bis 12:30 Uhr. Man sollte spätestens um 08:45 am Hafen sein.
Ondudu Safari Lodge (früher Erongo Wilderness Lodge)
Diese Lodge kommt sogar im Buchklassiker „Hummeldumm“ von Thommy Jaud vor (wie auch einige andere Plätze unserer Reise). Die Fahrzeit ab Swakopmund sind ca 3,5h. Die Lodge liegt an den Erongobergen und in einem Naturschutzgebiet, das aus 30, im Privatbesitz befindlichen, Farmen besteht. Die luxuriösen, mit Ried gedeckten, Bungalowzelte bieten allen notwendigen Komfort eines modernen Campingurlaubs. Das Hauptgebäude hat ein tolles Restaurant, Blick auf ein Wasserloch und einen kleinen Pool. Die Lodge selbst ist sehr schön in die umliegenden Berge eingebetet.
Spitzkoppen Lodge
Die Lodge
Die Lodge verfügt über 15 Chalets und kann damit rund 30 Gäste aufnehmen – eigentlich etwas zu groß für unseren Geschmack, aber noch OK. Die Chalets liegen herrlich eingebettet in die Felsenlandschaft und bieten sowohl nachts als auch tagsüber, bei Sonnenauf- und -untergang, einen wirklich tollen Blick.
Das Haupthaus liegt getrennt von den Chalets auf der anderen Seite der Hügelkette; man kann sich entweder mit dem Golfcart fahren lassen oder die paar hundert Meter zu Fuß gehen. Restaurant und Poolbereich liegen eng beieinander und sind sehr schön gestaltet, inklusive eines kleinen Pools, der sich perfekt in die Felslandschaft einfügt.
Anfahrt: Die Fahrt dauert insgesamt rund 3,5 Stunden, größtenteils auf geteerter Straße; nur die letzten 30 km sind Gravel Road, die aber in akzeptablem Zustand ist.
Das Essen und Service
Abends gibt es ein Menü ohne Wahlmöglichkeit. Morgens gibt es ein herrliches Frühstücksbuffet und wamre Speisen a la Carte. Das Essen ist insgesamt sehr lecker.
Die Zelte
Die Zelte sind geräumig, groß und modern eingerichtet, die Duschen hervorragend. Es gibt allerdings keine Klimaanlage, was an heißen Tagen zu einem deutlichen Temperaturanstieg im Zelt führt. Da es keine Kanalisation, sondern lediglich eine Sickergrube gibt, steigen tagsüber auch Gerüche aus dem Toilettenbereich auf – zur Nacht hin lassen diese aber, bei deutlich kühleren Temperaturen, spürbar nach.
Die Zelte liegen jeweils 20–30 m auseinander, ohne Sichtschutz. Aufgrund der Stille der namibischen Wüste ist es zudem sehr hellhörig, vor allem morgens, wenn früh abreisende Gäste mit den motorisierten Golfcarts abgeholt werden. Man sollte sich darauf einstellen, dass die Nacht spätestens um 6:30 Uhr endet.
Highlights
- Spektakulärer Sternenhimmel und gut sichtbare Milchstraße – ideal für Astrofotografie (empfehlenswert: ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv, z. B. 20 mm 1.8, plus Stativ)
- Eindrucksvolle Lage direkt in der Felslandschaft der Spitzkoppe
- Kleinere Tiere wie Klippschliefer und Streifenhörnchen sowie gelegentlich Zebras
Lowlights
- Viele Fliegen aufgrund der Trockenheit der Region – nerven vor allem beim Entspannen am Pool
- Keine Klimaanlage in den Zelten, dadurch nachmittags hohe Temperaturen und Gerüche
Sonstiges
Die Lodge eignet sich kaum für klassische Wildlife-Fotografie. Im Vordergrund stehen die Landschaft, die schöne Lodge selbst und das gute Essen – insgesamt eher ein herrlicher Ort zur entspannung und Erholung.
Twyfelfontein Adventure Camp (Damaraland)
Die Lodge
Das Camp gehört zu den größeren Unterkünften und bietet zwölf Luxuszelte sowie zusätzlich 12 einfachere Zelte. Die Lodge ist sehr schön gestaltet und liegt direkt an einem Berg. Man kann mit dem Auto direkt vor das Zelt fahren, was das Ausladen des Gepäcks erleichtert.
Neben dem Haupthaus gibt es einen kleinen Pool mit ausreichend Liegen. Eine steile Stahltreppe führt direkt von der Lodge auf den Berg; von dort geht es weiter bergauf bis zum Sundowner Point mit herrlichem Blick auf die Umgebung und den Sonnenuntergang – ein wirklich schönes Erlebnis. Abends werden dort Getränke und Snacks serviert.
In der Regel bucht man diese Lodge als einfachen Zwischenstopp, sie bietet aber auch Safari-Ausflüge zu den Wüstenelefanten an.
Das Essen und Service
Im Haupthaus gibt es ein gutes Restaurant mit Platz für etwa 40–50 Personen. Serviert werden Frühstück, Mittag- und Abendessen; Frühstück und Abendessen sind in der Regel im Preis inkludiert, die Preise für Mittagessen und Getränke sind völlig in Ordnung.
Die Zelte
Groß und geräumig, allerdings ohne Klimaanlage.
Highlights
- Sundowner Point mit fantastischem Ausblick
- Safari-Möglichkeiten zu den Wüstenelefanten
Lowlights
- Keine Klimaanlage in den Zelten
Sonstiges
Eine Übernachtung reicht in dieser Lodge völlig aus.
Damaraland, Doro!Nawas by Wilderness
Das Doro Nawas Camp liegt im trockenen Flusstal des Aba Huab und bietet Besuchern Unterkunft in 16 Chalets. Einige Aktivitäten können gebucht werden, unter anderem Pirschfahrten und Wanderungen mit erfahrenen Guides, eine geführte Tour zur der Felsgravurstätte von Twyfelfontein oder der Besuch des Lebenden Museum der Damara. Der Hauptgrund für uns hier zu stoppen waren jedoch die Wüstenelefanten. Die Fahrzeit betrug ca. 5h.
Jedes Chalet bietet eine Terasse mit tollem Blick, Betten mit Moskitonetzen, sowie ein Ensuite Badezimmer. Alle Unterkünfte sind insgesamt sehr luxoriös.
Wüstenelefanten
Wir kennen Elefanten als Wasser liebende Wesen, die nicht nur gerne in Flüssen baden, sondern auch locker eine Badewanne voll davon trinken. Umso überraschender, dass es Rüsselträger gibt, die freiwillig darauf verzichten und in der Wüste Namibias leben. Leider ist die Gesamtpopulation dieser einzigartigen Tiere auf ca. 80 bis 150 Tiere geschrumpft. In Namibia stehen sie damit kurz vor dem Aussterben. Genau deshalb wollten wir sie noch sehen.
Desert Rhino Camp by Wilderness
Die Lodge
Kurz hinter Palmwag – das im Wesentlichen aus einer Tankstelle besteht, die man nutzen sollte – erreicht man den Pick-up-Point für das Desert Rhino Camp. Es wird eine feste Abholzeit vorgegeben; ist man deutlich früher da, lohnt sich ein Abstecher in die nahegelegene Palmwag Lodge der Gondwana-Kollektion, wo man gut Mittagessen kann, auch wenn dort viele Bus-Touristen unterwegs sind.
Der Pick-up-Point ist gleichzeitig der bewachte Parkplatz für das eigene Auto. Von dort geht es mit dem offenen Geländewagen in rund zwei Stunden zum Camp – die Wege sind eine echte Herausforderung, die Bezeichnung „afrikanische Buschmassage“ trifft es ziemlich genau.
Das Essen und Service
Essen und Service entsprechen dem Standard einer Lodge dieser Preisklasse. Das Personal ist sehr freundlich und für jede Frage offen, das Essen lässt sich als gut bis sehr gut beschreiben, wobei die Portionen eher überschaubar sind.
Die Zelte
Die Zelte sind für eine Lodge dieser Preisklasse relativ klein, vom Standard her aber wirklich sehr gut. Eine Klimaanlage hätten wir uns gewünscht – bei Nachttemperaturen, die teils nicht unter 30 °C fielen, durchaus nachvollziehbar. Die Lodge wird im Wesentlichen über Generatoren und Solar betrieben; laut Aussage der Lodge reicht der Strom dafür nicht aus. Das mag man als Teil des Erlebnisses verbuchen – allerdings waren wir im Winter dort, wo die Temperaturen eigentlich noch niedriger sind als im Sommer, sodass hier durchaus Verbesserungspotenzial besteht.
Highlights
- Drei Safarifahrzeuge mit maximal sechs Gästen, jeweils eigenem Kühlschrank und Ablagefach pro Gast – ein außergewöhnlicher Luxus
- Das Fahrtgebiet hat man komplett für sich allein, da nur die drei Fahrzeuge der Lodge dort unterwegs sind
- Ausklappbare Einstiegstreppen an den Fahrzeugen für ältere Gäste
- Landschaftlich traumhaftes Gebiet
Lowlights
- Wer wirklich gute Rhino-Sichtungen und -Fotos sucht, wird hier eher enttäuscht: Das Gebiet ist riesig, die Anzahl der Nashörner gering, und der Mindestabstand von 100–150 m macht spektakuläre Aufnahmen, wie sie auf der Camp-Website gezeigt werden, eher zum Glücksfall
- Sehr eingeschränkter Tierreichtum abseits der Rhinos – im Wesentlichen Steinböcke, Strauße und vereinzelt Bergzebras, meist aus großer Distanz
- Schlechte Pisten im Fahrtgebiet, entsprechend ruppige Fahrt
- Keine Klimaanlage in den Zelten
Sonstiges
Sollte man tatsächlich ein Rhino aufspüren, muss man warten, bis die Tracker zu Fuß in die Nähe des Tieres laufen – stets unter Einhaltung des Mindestabstands. Da die Tiere sehr scheu sind, kann es leicht passieren, dass das Rhino einfach davonläuft. Insgesamt würden wir das Camp für dieses Erlebnis nicht noch einmal buchen und waren froh, nur zwei Nächte gebucht zu haben. Wer allerdings ein luxuriöses Erlebnis in einer Lodge der Wilderness-Gruppe sucht und bereit ist, den entsprechenden Preis zu zahlen, kann sich diesen Luxus durchaus gönnen – die Rhinos sollten dabei aber nicht der Hauptgrund sein.
Ohorongo Tented Camp
Die Lodge
Ohorongo war für uns ein kleines, unerwartetes Paradies – nicht zuletzt, weil wir die einzigen Gäste im gesamten Reservat waren. Es ist eines der schönsten Fahrtgebiete, die wir bisher in Afrika gesehen haben. Im Reservat gibt es sowohl eine Lodge als auch ein Tented Camp; wir waren im Tented Camp untergebracht.
Das Camp besteht aus fünf Zelten für insgesamt zehn Personen, die relativ dicht beieinander stehen, was aber nicht stört. Zum Haupthaus, in dem die Mahlzeiten eingenommen werden, sind die Wege kurz; davor befindet sich die Feuerstelle. Ein besonderer Ort ist der Lookout auf einem kleinen Berg direkt am Camp, der eine fantastische Aussicht auf Umgebung und Reservat bietet.
Das Essen und Service
Essen und Getränke sind im Aufenthalt inkludiert, ausgenommen sehr teure Whiskys etc. Die Qualität des Essens ist hervorragend, und der Service – besonders durch Lukas – sucht seinesgleichen. Hier kann man wirklich nichts falsch machen.
Die Zelte
Die Zelte sind im afrikanischen Stil eingerichtet, sehr farbenfroh und bieten allen nötigen Komfort, inklusive Kühlschrank, Kaffeemaschine und ausreichend Steckdosen. Sie liegen praktisch rund um die beiden Pools, die allerdings tiefer liegen und daher vom Zelt aus nicht sichtbar sind. Das Badezimmer im Zelt ist nur durch einen Vorhang abgetrennt und verfügt über Dusche und Toilette; im Außenbereich gibt es zusätzlich eine Toilette und eine Außendusche für diejenigen, die das mögen.
Highlights
- Privates, riesiges Fahrtgebiet mit maximal drei Fahrzeugen der Lodge – man fährt praktisch die ganze Zeit allein
- Große Vielfalt an Gazellen- und Antilopenarten (Oryx, Springbock, Impala, Sable u. v. m.), außerdem Warzenschweine, Giraffen und Schakale
- Flexible Safarizeiten dank exklusiver Nutzung; auf Wunsch Rhino-Tracking und Nachtfahrten gegen kleinen Aufpreis
- Sonnenauf- und -untergänge mit hervorragender Kulisse
Lowlights
- Bei voller Belegung (zehn Gäste) wird auch das Safarifahrzeug komplett mit zehn Personen besetzt – wer das vermeiden möchte, sollte ein eigenes Fahrzeug dazubuchen (vergleichsweise günstig)
- Keine großen Raubkatzen im Reservat
Sonstiges
Auch ohne große Raubkatzen ist ein Besuch dieses privaten Game Reserve klar zu empfehlen – allein die Ruhe und die Landschaft sind ein einmaliges Erlebnis.
Etosha Heights - Safarihoek
Die Lodge
Safarihoek besticht erst auf den zweiten Blick, da die Lodge eher Hotel-Charakter hat. Die Chalets sind im Grunde Doppelhaushälften, sodass man bei lauten Nachbarn jedes Wort mithören kann. Das Haupthaus ist extrem groß und verfügt über eine Rezeption – auch das passt zum Hotel-Charakter. Insgesamt kann die Lodge 30+ Gäste aufnehmen.
Was wir auf Safari normalerweise eher meiden – wenig Individualität, Hotel-Atmosphäre – wird hier durch die Freundlichkeit des Personals, den wirklich guten Service, das sehr leckere Essen und die Tatsache, dass man bei den Safari-Drives praktisch allein im Gebiet ist, wieder wettgemacht.
Anfahrt: Nach dem Eingangstor fährt man noch etwa 1,5 km bis zu einem zweiten Tor, das sich per Knopfdruck öffnen lässt – damit befindet man sich im Etosha-Heights-Gebiet. Von hier sind es noch rund 10 Minuten bis zu einer sehr steilen Auffahrt, die zur Lodge auf dem Hügel führt.
Direkt am Haupthaus, in dem auch gegessen wird, liegen ein unbeheizter Pool und eine kleine Feuerstelle sowie ein direkter Blick auf das Wasserloch mit angrenzendem Hide. Dem Haupthaus selbst fehlt es trotz seiner Großzügigkeit etwas an Charme.
Das Essen und Service
Speisen und Getränke sind im Aufenthalt voll inkludiert, ebenso die Minibar im Zimmer. Das Essen ist von wirklich sehr guter Qualität und schmeckt unabhängig von der Bestellung köstlich. Der Service in der Lodge ist durchweg gut – Wünsche werden zuverlässig erfüllt, das Personal ist stets freundlich und gut gelaunt.
Die Zimmer
Die Suiten bzw. Chalets sind, wie erwähnt, eigentlich Doppelhaushälften – dennoch groß und geräumig, mit Außendusche und Balkon, beide mit hervorragendem Blick über die Savanne und das zugehörige Wasserloch. Die Zimmer verfügen über eine besonders leise Klimaanlage, was an heißen Tagen ein klarer Vorteil ist.
Highlights
- Der Hide: zweistöckig, mit 180°-Panoramablick im oberen Bereich und Möglichkeit für Low-Angle-Fotografie auf Bodenhöhe im unteren Bereich (allerdings nicht 24 Stunden zugänglich und nur per Transfer durch die Lodge erreichbar, ca. 5 Minuten von der Lodge entfernt)
- Besondere Events im Hide möglich, z. B. ein privater Brunch direkt am Wasserloch
- Sehr guter, persönlicher Guide (in unserem Fall Michael) mit ausgezeichnetem Fachwissen
- Hilfsbereites Personal – ein Plattfuß an unserem Mietwagen wurde unaufgefordert bemerkt und kostenlos repariert
Lowlights
- Hotel-ähnlicher Charakter durch die Bauweise (Doppelhaushälften) und Größe des Haupthauses
- Hide nicht durchgehend zugänglich
- Etosha Heights ist erst seit rund zehn Jahren ein Wildreservat (zuvor Jagdgebiet); die Tiere sind entsprechend deutlich scheuer als in anderen Reservaten, und da nur die drei Lodge-eigenen Fahrzeuge unterwegs sind, kann die Suche nach Löwen, Nashörnern oder anderen seltenen Tieren manchmal etwas länger dauern
Sonstiges
Safarizeiten: morgens Treffen um 6:30 Uhr zu Kaffee und Snack, Abfahrt um 7:00 Uhr, Dauer je nach Sichtungen 3–4 Stunden. Nachmittags Treffen um 16:30 Uhr zu Kaffee und Gebäck, Abfahrt um 17:00 Uhr; bei beiden Fahrten gibt es eine Pause für Kaffee bzw. den klassischen Sundowner.
Ongava Game Reserve
Das Ongava Private Game Reserve liegt direkt am Andersson’s Gate des Etosha-Nationalparks. Das Gebiet ist komplett eingezäunt, ein Austausch von Tieren zwischen Etosha-Nationalpark und Reservat findet nicht statt. Im Reservat gibt es insgesamt fünf Lodges: Little Ongava, Anderssons Camp, Encounter, Ongava Lodge sowie eine weitere Unterkunft.
Ongava Lodge
Die Lodge
Ongava Lodge ist die erste und älteste Lodge im Reservat, liegt direkt an einem Berg und verfügt über insgesamt 14 Chalets für 30 Gäste. Etwas oberhalb liegt Little Ongava mit drei Suiten und sehr hoher Exklusivität.
Die Lodge ist rund 30 Jahre alt, was man ihr leider auch ansieht – aus diesem Grund ist eine umfassende Renovierung geplant, für die die Lodge in 2026 für fünf Monate schließen wird. Aufgrund ihrer Größe hat Ongava Lodge wenig persönliche Atmosphäre und eher Hotel-Charakter, was schade ist, da es nicht zwingend so sein müsste.
Das Essen und Service
Das Essen wird im gesamten Ongava-Gebiet im Verbund eingekauft, sodass in allen Lodges abends dieselben Mahlzeiten serviert werden – auf insgesamt sehr hohem Niveau, abgesehen von wenigen Ausnahmen wie Lamm oder Tortellini. Das Personal ist stets bemüht, allerdings kommt aufgrund des häufig wechselnden Personals wenig persönliche Atmosphäre auf – das erinnert eher an ein Hotel.
Die Zimmer
Die Chalets entsprechen grundsätzlich dem Fünf-Sterne-Standard einer afrikanischen Lodge, sind aber, wie erwähnt, in die Jahre gekommen; eine Renovierung ist dringend notwendig.
Highlights
- Hide mit kleinem, auch tagsüber sehr produktivem Wasserloch, beleuchtet bei Nacht; 16 Sitzplätze, langer, diskreter Zugangsweg – ein Nachmittag hier lohnt sich durchaus als Alternative zum Safari-Drive
- Gute Sichtungschancen auf den Safari Drives für Nashörner, Elefanten und Löwen, besonders für Safari-Einsteiger ein Plus
Lowlights
- Safari-Drives finden teilweise im Etosha-Nationalpark zusammen mit allen anderen Touristen auf den normalen Straßen statt – für eine Lodge dieser Preisklasse etwas enttäuschend
- In die Jahre gekommene Zimmer
- Wenig persönliche Atmosphäre durch häufig wechselndes Personal
- Beleuchtung des Wasserlochs am Hide für Fotografen verbesserungswürdig (flackert!)
Anderes
Safarizeiten: morgens je nach Jahreszeit ab ca. 7:00 Uhr bis etwa 11:00 Uhr, nachmittags ab 16:30 Uhr bis ca. 19:00 Uhr, mit Kaffeestopp am Morgen und Sundowner-Stopp am Abend.
Encounter
Die Lodge
Encounter ist die positive Überraschung der Ongava-Lodge-Kollektion und wurde nach einer Generalüberholung erst im März 2026 wiedereröffnet. Es gibt insgesamt neun Zelte für maximal 18 Gäste – das ist eigentlich schon wieder etwas viel, dennoch besticht das Camp durch seine persönliche Atmosphäre und die große Nähe zum Wildlife.
Das Haupthaus ist modern und offen gestaltet, mit Boma, einer weiteren Feuerstelle direkt am Wasserloch und überall sehr gemütlichen Sitzecken. Hier fühlt man sich sofort wohl und mitten in der Natur. Der angrenzende Infinity-Pool wird häufig von Elefanten zum Trinken genutzt – ein zusätzliches Highlight.
Das Essen und Service
Da das Essen lodgeübergreifend gleich ist und sich lediglich die Köche unterscheiden, ist davon auszugehen, dass auch in Encounter alles hervorragend schmeckt – selbst probiert haben wir es allerdings nicht, da wir in Ongava Lodge übernachtet, das Encounter Camp aber zweimal besucht haben, unter anderem für einen Sonnenuntergang vor Ort. Das Personal ist extrem freundlich; durch die geringe Gästezahl entsteht ein familiäres, sehr herzliches Erlebnis.
Die Zelte
Die Zelte sind nicht besonders groß, aber extrem luxuriös ausgestattet – inklusive Klimaanlage. Man merkt deutlich, dass sich die Renovierung gelohnt hat; man fühlt sich sofort wie zu Hause.
Highlights
- Sehr persönliche, familiäre Atmosphäre trotz Camp-Größe
- Infinity-Pool mit gelegentlichem Elefantenbesuch
- Modernere Safarifahrzeuge mit nur sechs statt mehr Sitzplätzen, dadurch entspanntere Fahrten
Lowlights
- Mit neun Zelten und 18 Gästen für unseren Geschmack noch leicht an der oberen Grenze
Sonstiges
Die Safaris laufen wie bei Ongava Lodge ab, jedoch mit moderneren Fahrzeugen mit nur sechs statt mehr Sitzplätzen.
Anderssons Camp
Die Lodge
Anderssons Camp ist ein sehr modernes Camp und neben Little Ongava das teuerste im Reservat – entsprechend hoch waren unsere Erwartungen. Insgesamt ein sehr schönes Camp, das jedoch nicht die Persönlichkeit und das „Zuhause-Gefühl“ von Encounter erreicht. Durch die moderne Bauweise wirkt Anderssons eher steril, auch wenn das Personal sehr herzlich ist.
Anderssons ist das einzige vollständig eingezäunte Camp im Reservat, sodass man sich auch nachts frei bewegen kann.
Das Essen und Service
Service und Verpflegung folgen demselben hohen Standard wie im übrigen Ongava-Reservat.
Die Zimmer
Die Chalets sind groß, modern und hell gestaltet, mit dem typischen Fünf-Sterne-Safari-Komfort. Im Gegensatz zu Ongava Lodge fühlt man sich hier schnell wohl und bleibt gerne länger. Etwas ungewöhnlich: Es gibt sogar einen Fernseher, der laut Lodge allerdings nur für das Live-Bild vom Wasserloch gedacht ist.
Highlights
- 24 Stunden zugänglicher Hide über einen Tunnel erreichbar (ähnlich aufgebaut wie der von Ongava Lodge)
- Angeschlossenes Wildlife Center mit Hintergrundinformationen zu Reservat und Tierwelt
- Moderne Safarifahrzeuge mit nur sechs Sitzplätzen
Lowlights
- Durch die moderne Bauweise eher steril und unpersönlich im Vergleich zu Encounter
- Der Hide bietet im Vergleich zu Ongava Lodge keinen echten Mehrwert, der den Aufpreis rechtfertigt
Anderes
Auch in Ongava Lodge soll künftig auf maximal sechs Sitzplätze pro Safarifahrzeug umgestellt werden.
Fazit Ongava-Reservat
Für Ongava Lodge würden wir, auch nach der geplanten Renovierung, aufgrund ihrer Größe nicht erneut buchen; auch das Fahrtgebiet hat uns nicht wirklich beeindruckt. Allerdings sind die Sichtungschancen für Nashörner, Elefanten und Löwen wirklich gut, was besonders für Safari-Einsteiger ein Plus ist. Ein ähnliches Fazit gilt für Anderssons Camp: Mit neun Chalets und 18 Gästen für unseren Geschmack ebenfalls zu steril und groß für den Preis.
Der einzige Grund für uns, in dieses Gebiet zurückzukehren, wäre das Encounter Tented Camp, das uns sehr gut gefallen hat und in dem sich durchaus 2–3 Tage Aufenthalt lohnen. Auch hier gibt es zwar neun Zelte, jedoch eine deutlich persönlichere Atmosphäre als in den anderen Lodges. Little Ongava haben wir nicht besucht und können daher kein Urteil dazu abgeben.
Etosha, Okaukuejo Camp
Das Okaukuejo Rest Camp war ursprünglich ein in 1901 gegründeter Militäraußenposten zu dem 1963 ein Turm hinzugefügt wurde. Okaukuejo befindet sich im Süden des Etosha Nationalparks und nur 17 km vom Anderson Tor entfernt.
In Okaukuejo haben Sie die Auswahl zwischen den unterschiedlichsten Unterkunftsarten und finden dort zudem unter anderem eine Tankstelle und einen kleinen Laden. An warmen Tagen können Sie sich im Schwimmbad abkühlen oder die im Restaurant angebotenen Getränke und Speisen genießen. Schon ab den frühen Morgenstunden sind Tiere aktiv für die das Wasserloch eine beliebte Anlaufstelle ist. Besonders während des Winters versammelt sich eine Vielzahl von Tieren in der näheren Umgebung des Wasserlochs um dort ihren Durst zu stillen. Nach Sonnenuntergang wird das Wasserloch mit Flutlicht angestrahlt.
Der Etosha National Park ist einzigartig innerhalb Afrikas. Das Hauptmerkmal des Parks ist die Salzpfanne, die sogar aus dem Weltall sichtbar ist. Trotzdem gibt es hier eine üppige Wildtierpopulation, die sich an Wasserlöchern versammelt, sodass Tiersichtungen garantiert sind. Zusätzlich ist der Etosha National Park einer der am zugänglichsten Reservate in Namibia und dem südlichen Afrika.
Der Park ist inzwichen frei von Malaria, mit regulären Kleinwagen befahrbar und die Camps bieten zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten sowie Restaurants, Aussichtspunkte, Geschäfte und Tankstellen. Luxus Camps in den abgelegenen Gebieten des Etosha Parks erweitern das Angebot zudem um Top-end Unterkünfte.
Mushara The Outpost
Mushara Outpost ist ein weiteres Mitglied der Mushara Collection, die nur 10 km vom Von-Lindequist-Tor des weltberühmten Etoscha-Nationalparks entfernt liegt und exquisite Unterkünfte bietet.
Exclusive Zelte, wie in Jenseits von Afrika. Abschalten vom Alltag, die Natur genießen. Eine super Basis fuer Ausflüge in den traumhaften Ethosa Park Super freundliche Angestellte und ebenso toller Service. Wir wurden schon mit strahlenden Gesichtern willkommen geheißen. Das Essen nur vom feinsten, ebenso das ganze Ambiente rundum. Aussendusche. Warzenschweine mitten im Garten. Lagerfeuer vor dem Abendessen, absolutes Abenteuergefuehl. Ebenso die Ausfahrten mit unserem Guide. Einziger Nachteil dieser wirklich fantastischen Unterkunft ist, dass sie ausserhalb des Parks liegt.
Die Lodge ist für max. 16 Gäste in 8 speziell errichteten zeltartigen Konstruktionen aus Holz und Segeltuch ausgelegt, die aber keine Wünsche offen lassen. Das Haupthaus der Lodge bietet den Charme eines alten Farmhauses mit hohen Wänden und einer Veranda.
Otjiwa Collection - Thornbush Tented Camp
Thornbush Tented Camp
Die Lodge
Die Fahrtstrecke von Mushare nach Windhuk sind 6-7 Stunden und das macht keinen Spass. Deshalb empfiehlt es sich für den Rückweg nach Windhuk einen Zwoschenstop für ein oder 2 Nächte einzuplanen. Dafür ist die Otjiwa Collection in der Nähe von Otjiwarongo und speziell das Thornbush Tented Camp bestens geeignet. Von hier aus nach Windhuk sind es dann noch gut 2 Stunden.
Die Lodge verfügt über ein Haupthaus, mit Infinity Pool, Curio shop und Restaurant.
Die Chalets
Insgesamt verfügt die Lodge über 10 Chalets, 2 davon sind Family Chalets. Die Chalets sind im afrikanischen Stil eingerichtet und extrem luxuriös. Für uns mit die schönsten Chalets, die wir in Afrika bisher gesehen haben.
Das Essen und Service
Das Essen ist hervorragend und von hoher Qualität. Das Personal kümmert sich rührend um seine Gäste und ist immer aufmerksam.
Highlight
Für uns das ganz klare highlight dieser lodge ist der Hot Tub, der zu jeder Lodge gehört und 24h nutzbar ist. Was gibt es schöneres als abends in einer warmen wanne zu liegen und in den afrikanischen Sternenhimmer zu schauen?
Fazit
Namibia ist ein großartges Land, welches man definitiv einmal bereisen sollte. Das Land ist ungefähr doppelt so groß wie Deutschland und hat nur ca. 3 Mio Einwohner. Also eigentlich könnte man sagen, es ist menschenleer. Das merkt man auch an den großen Entfernungen zwischen den Orten, wo man stundenlang Auto fährt und keinen anderen Menschen trifft. Genau diese Ruhe und Ursprünglichkeit verleihen Namibia seinen Reiz. Wir werden wieder hinfahren, denn es gibt noch vieles in diesem Land, was wir noch nicht entdeckt haben.
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Welche Fotoausrüstung für Namibia?
Die Fotoausrüstung, die wir nach Namibia mitgenommen haben, findet Ihr im folgenden aufgelistet. Ausserdem habt Ihr die Möglichkeit die genutzte Fotoausrüstung über unseren Foto-Shop direkt zu bestellen und weitere technische Details abzufragen. Dort gibt es auch noch jede Menge Extras.
Kameras:
- Nikon Z8 und Z7ii
- Apple Iphone
- GoPro Hero 8
- DJI Osmo Action Pro 5
Objektive:
- Nikon 70-200mm f2.8
- Nikon 180-600mm f5.6-6.3




