Reisebericht Island

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Wie könnte eine 7 Tage Fotoreise nach Island aussehen?

Unser Reisebericht Island faßt unsere 7 Tage Fotoreise von Reykjavik über den berühmten Golden Circle bis nach Höfn an der Südküste zusammen. Dabei haben wir folgende Route gewählt:

1.Tag: München -> Reykjavik (Aurora Star Airport Hotel) > Geysire -> ION Adventure Hotel am Golden Circle

2.Tag: Golden Circle

3.Tag: ION Adventure Hotel -> Vik i Myrdal (Hotel Kria)

4.Tag: Vik i Myrdal -> Fosshotel Glacier Lagoon

5.Tag: Fosshotel Glacier Lagoon -> Höfn (Hotel Höfn)

6. Tag: Höfn -> Vik i Myrdal (Hotel Vik i Myrdal)

7.Tag: Reykjavik -> München

Wo liegt Island?

Woran man bei einer Reise nach Island unbedingt denken sollte:

Landeswährungen: Isländische Krone. In Island funktioniert Kreditkartenzahlung überall problemlos. Man sollte dennoch immer ein wenig Bargeld dabeihaben.

Visa: Für Island benötigen Deutsche kein Visum. Island ist jedoch nicht EU, sondern hat ähnlich wie Norwegen oder Schweiz einen Sonderstatus. Für die Einreise reicht der Personalausweis, Reisepass geht natürlich immer.

Impfungen: Aus Deutschland kommend sind für Island keine Impfungen vorgeschrieben. Es empfehlen sich jedoch die Standardimpfungen.

Bekleidung: In Island herrschen das ganze Jahr über milde bis kühle Temperaturen. Im Sommer liegt der Durchschnitt bei +15 Grad, im Winter bei -2 Grad. Da das Wetter jedoch täglich schnell wechseln kann von trocken zu nass und warm zu kalt und man schon bei 50km Fahrt in eine ganz andere Temperaturzone kommen kann, empfehlen wir – wie immer – das „Zwiebelprinzip“.

Unbedingt ins Gepäck gehören gute und feste Schuhe (Wanderschuhe gehen immer), Regenjacke, winddichte Jacke, Badehose (ja!) und ansonsten die Kleidung so wählen, dass man mehere Sachen kombinieren kann und so auf kalt bis warm eingestellt ist. Wer im Sommer den Golden Circle bereist, dem empfehlen wir dringend ein „Kopfnetz“. Ausser in Australien haben wir noch nie so viele und aggressive Fliegen erlebt. Ausserdem ein gutes Sonnenschutzmittel. Die Sonne auf Island ist stark, auch wenn es bewölkt ist.

Detaillierter Reisebericht Island

Flug von München nach Island (Reykjavik = KEF)

1.Tag: Mit dem Flieger geht es direkt von München nach Reykjavik Keflavik Airport, wo wir um 0:10 Uhr landen, was nach deutscher Zeit 02:10 Uhr morgens ist. Zeitverschiebung ist -2h.

Island ist nicht in der EU aber gehört zum Schengen Raum daher geht die Einreise – trotz COVID-19 – relativ zügig und schon kurze Zeit später haben wir unser Gepäck. ATMs, um Geld zu holen, befinden sich direkt bei den Gepäckbändern.
Mietwagen auf Island
Unseren Mietwagen haben wir bei Ice Rental 4×4 gebucht. Am Ausgang warten die Fahrer aller Mietwagenfirmen mit Schildern. Ice Rental 4×4 ist außerhalb des Flughafens, ca 10min Fahrt. Wir übernehmen unseren Suzuki Vitara. Die Formalitäten sind nach kurzer Zeit erledigt auch wenn man natürlich wieder versucht, uns zusätzliche Versicherungen zu verkaufen, ein immer wieder leidiges Thema.
 
Wir hatten bei Check 24 das Premium Paket gebucht insofern brauchen wir keine zusätzlichen Versicherung dennoch wird auf der Kreditkarte ein Betrag von rund 2700 € geblockt das muss man vorher wissen.
Ziemlich übermüdet fahren wir dann in das Aurora Star Hotel direkt am Flughafen Kevlavik. Das Hotel ist einfach und für die Nacht reicht es. Parken vor dem Hotel ist kostenlos.
 
Gegen 7:00 Uhr morgens fahren wir los Richtung Golden Circle. Auf dem Weg fängt unser Mietwagen leider an zu spinnen. Der Tempomat löst ständig eine beinahe Vollbremsung aus,  da der Suzuki auch ein Abstandsradar hat. Nach ungefähr 60 km reicht es uns und wir entscheiden zum Flughafen zurück zu fahren und den Wagen zu tauschen. Durch diesen Umstand kommen wir heute dreimal an der blauen Lagune vorbei und sehen auch den Ort Grindavik dreimal, weshalb wir praktisch als einheimisch gelten.
Austausch Mietwagen auf Island
Wieder zurück bei der Mietwagenstation stellen wir mit Erstaunen fest, dass man der Meinung ist, wegen einer solchen „Kleinigkeit“ den Wagen nicht tuaschne zu müssen. Wir sehen das anders und bestehen auf einen Austausch. Wir bekommen einen anderen Suzuki Vitara. Auch dieser hat wieder über 100.000 km auf dem Tacho (wie schon der erste) aber er fährt sich deutlich besser und auch der Tempomat macht keine Schwierigkeiten mehr.
 
Da auf Island auf allen Straßen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 90 km oder weniger herrscht sollte man immer darauf achten, ein Auto mit Tempomat zu nehmen, ansonsten wird es sehr schnell anstrengend.
Islands heisse Quellen von Krysuvik
In Krysuvik bei den heissen Quellen machen wir unseren ersten Stop. Es stinkt stark nach Schwefel und es erinnert ein wenig an den Yellowstone Nationalpark in den USA alles nur viel kleiner.
Dann geht es weiter über Hyvergoedi in Richtung ION Adventure Hotel. Der Weg zum Hotel ist ein wenig abenteuerlich da man ungefähr 12 km Gravel Road fahren muss.
 
Die Landschaft wird dafür immer schöner. In der Nähe der Küste war es noch relativ karg im landesinneren dagegen ist alles sehr grün zu dieser Jahreszeit.
ION Adventure Hoel
Gegen 16:00 Uhr erreichen wir das Hotel, welches sehr abgeschieden liegt. Den Wellnessbereich können wir uneingeschränkt empfehlen es gibt ein kleines, von einer heißen Quelle gespeistes, Schwimmbecken, eine Sauna und einen fantastischen Blick. Im Anschluss setzen wir uns für einen Drink in die Northern Lights Lounge. Diese ist das Highlight des Hotels und der Blick aus den ungefähr 4 m hohen Fenstern ist unbeschreiblich, wenn das Wetter mitspielt. Die Zimmer vom Hotel sind dagegen relativ klein aber irgendwie gemütlich und schön.
 
Beim Abendessen im Restaurant kann man auswählen zwischen einem Zwei- und einem Dreigängemenü. Das zwei Gänge Menü fängt bei einem Preis von circa 55 € pro Person an, was auf Island in Hotelrestaurants leider eher normal ist.
Northern Lights Lounge
Golden Circle, 300km voller Highlights
Tag 2: Heute steht der Golden Circle auf dem Plan. Das Wetter ist fantastisch, blauer Himmel und Sonnenschein und die Landschaft erscheint in einem ganz anderen Licht. Wir nehmen die Westroute um den Pingvallavatn und können diese nur empfehlen, da man mit spektakulären Ausblicken verwöhnt wird.
 
Auf dem Weg machen wir an einer einsamen Tankstelle halt und frühstücken dort erst einmal wobei Frühstück ein wenig übertrieben ist. Es ist ein Hotdog und zwei Kaffee. Danach geht es weiter zum Strokkur und dem Geysier, von dem weltweit alle Geysiere ihren Namen haben.
Strokkur und Islands Geysiere
Heute ist es windstill und es passiert etwas mit dem wir nie gerechnet haben. Fliegen! Überall Fliegen. in Australien hatten wir damit gerechnet, auf Island irgendwie nicht. Sobald man das Auto verlässt, kommen hunderte von Fliegen die direkt die Augen, Ohren,  Nase und Mund an fliegen und sich irgendwie auch nicht wirklich vertreiben lassen.
 
Die Gegend ist landschaftlich sehr reizvoll und definitiv einen Besuch wert. Nach circa 1,5 Stunden fahren wir weiter.
Gulfoss Wasserfall - der goldene Wasserfall Islands
Als nächstes steht der Gullfoss (Wasserfall) auf unserem Plan. Dies ist der mächtigste Wasserfall Islands und er kann es von den Wassermengen problemlos mit den Niagarafällen aufnehmen.
An den Wasserfällen sollte man auf alle Fälle eine regendichte und wasserfeste Jacke dabei haben.
 
Der Ausblick auf die Wasserfälle ist gigantisch und es lohnt sich, ein wenig zu verweilen. Am frühen Nachmittag sind wir dann weitergefahren nach Kerid. Auf dem Weg sollte man „Faxxi“, einen wirklich tollen und nirgendwo erwähnten Wasserfall mitnehmen. ein tolles Erlebnis. Die Einfahrt kommt, aus Richtung Gulfoss kommend, links und es gibt ein kleines Schild.
Faxxi, der unbekannte Wasserfall
Kerid
Weiter geht es nach Kerid. Hier findet man einen Kratersee für den wir das erste Mal auf Island Eintritt bezahlen müssen. Eigentlich nichts besonderes. Wenn man in Eile ist, kann man diesen Teil auch auslassen. Ansonsten ist es ein schöner Zwischenstop für eine kurze Wanderung entang des Kraterrandes.
 
Danach sind wir weiter nach Selfoss gefahren. Dies ist die größte Stadt an der Südküste Islands und gleichzeitig irgendwie ein trauriges Örtchen. Es gibt zwar ein paar Fast Food Ketten, aber sonst gibt es auch nicht wirklich viel. Danach geht es zurück zu unserem Hotel. Auf dem Weg machen wir noch einmal einen Fotostopp an einer kleinen Kirche. Die ca. 1.000.000 Fliegen sind glücklicherweise im Bild nicht zu sehen.
Islands beeindruckende Wasserfälle
Tag 3: Im Sommer wird es nie richtig dunkel auf Island. Eher sowas wie Dämmerung. Wir stehen früh auf und sind so schon um 7 Uhr unterwegs. Die Seen auf dem Weg sind spiegelglatt und wieder strahlt die Sonne, was in Island nicht unbedingt alltäglich ist.
Selfoss, die größte Stadt im Süden
In Selfoss gehen wir bei einem Bäcker (nach der Brücke im Kreisel links und dann ca 500m auf der linken Seite) herrlich frühstücken und danach wollen wir uns Moskitonetze für den Kopf kaufen, denn unsere Fliegenfreunde sind auch schon wach.
 
Als wir am ersten Geschäft halten blinkt bei unserem Wagen die Alarmlampe für Reifendruckverlust auf. Kann eigentlich nicht sein, aber wir prüfen es an der Tankstelle. Alles in Ordnung aber das Gepiepe hört nicht auf. Das Bordbuch sagt man soll 10min „rumfahren“ und nur wenn es dann nicht aufhört ist es ein Problem. Also cruisen wir durch Selfoss, Straße rauf, Straße runter. Irgendwie sind wir langsam nicht mehr so gut auf Ice Rental 4×4 zusprechen. Nach 10min dann endlich Ruhe. Wir setzen den Weg Richtung Seljalandsfoss, unserem ersten Tageshighlight fort.
Bra Fence, sogar bei Google
Die ersten 70km Strecke sind eintönig, danach erstrahlt die Landschaft in einem ganz anderen Glanz. Eine Traumkulisse. Auf dem Weg stoppen wir ein paar Mal für Fotos und wundern uns über ein Haus, an dem BH‘s und zwar hunderte am Zaun hängen. Ein sehr amüsanter Anblick und bei Google hat es einen eigenen Eintrag (Bra Fence).
Seljalandsfoss, Islands einziger Wasserfall hinter den man laufen kann
Der Seljalandsfoss ist ein beeindruckender Wasserfall und schon von weitem zu erkennen. Wenn man direkt am Wasserdall parken will kostet es 5 Euro. Parkt man 300m entfernt ist es umsonst. Der Seljalandsfoss ist der einzige Wasserfall Islands, hinter den man laufen kann. Wasserdichte Kleidung sehr zu empfehlen und trittfestes, wasserdichtes Schuhwerk.
 
Drohnenfliegen ist leider an allen touristischen Wasserfällen Islands nicht mehr gestattet, aber ca 5min nachdem man den Seljalandsfoss verlassen hat kommt auf der linken Seite eine Bergkette und ein weiterer Wasserfall und hier kann man problemlos mit der Drohen fliegen.
Skogafoss
Am Skogafoss – unserem nächsten Ziel – angekommen – auch Drohnenverbot – wird es wieder eine sehr nasse Angelegenheit, aber die Bilder haben Ihren Reiz.
 
Wer noch ein wenig Fitness machen will, der läuft die Stufen zum Gipfel des Wasserfalls hoch. Auch hier verbringen wir wieder etwas Zeit und das Wetter ist weiterhin top, mit Sonnenschein.
 
Nach dem Skogafoss wollen wir zum Dyrholaey. Hier kann man zu richtigen Zeit unterschiedliche Seevögel beobachten, unter anderem auch die putzigen Papageientaucher (die leider auch auf den Speisekarten der Isländer zu finden sind, bäh!).

FOTOTIPP:

Zum Fotografieren dieser schnellen Flieger eignet sich am Besten ein Tele mit mindestens 300m Brennweite und eine Kamera mit top Autofokus, wie die Nikon D500. Die Papageientaucher nisten an der Steilwand. Links am Eingang halten und etwas den Berg nach oben gehen.
Reynosfiara Strand
Tag 4: Wir stehen um 6 Uhr auf, um zum Reynosfiara Strand zu fahren. Das sind ca 25min Fahrt zurück von Vik Richtung Reykjavik. Das früher Aufstehen lohnt sich, denn wir sind ganz allein am Strand und die Kulisse ist wieder atemberaubend in der Morgendämmerung.
 
Der Strand zählt zu den schönsten der Welt, so einige einschlägige Reiseverlage. Wer jedoch einen Sandstrand erwartet, der wird enttäuscht und auch mit Baden ist hier nichts, da viel zu gefährlich. Die Steinformationen und Höhlen sind jedoch extrem schön.
 
Skatafell im Vatnajokül, Islands größtem Nationalpark
Danach geht es Richtung Süden weiter, zum Vatnajokül Nationalpark. Wir fahren zuerst zum Skatafell, einem Gletscher. An der Touristeninformation muss man Parkgebühren bezahlen (ca 5,- Euro), die Kennzeichen werden gescannt bei ein und Ausfahrt, so dass die Isländer genau wissen wer bezahlt hat.
 
Von der Touristeninfo kann man einen 4km Rundweg laufen. Dieser ist sehr nett und leicht. Im Nachhinein würden wir uns diesen Teil beim nächsten Mal sparen und direkt zur nächsten Abzweigung zum Sveiterfeljargloe fahren.
 
Sveiterfeljargloe
Zum Sveiterfeljargloe gibt es nur eine extrem schlechte Schotterpiste aber man kann praktisch direkt an den Gletscher fahren und muss dann nur einen kurzen Fußmarsch machen. Hier ist auch das Drohnenfliegen erlaubt. Während wir da waren kreisten noch 2 weitere Drohnen über dem Gletscher. Dieser ist wirklich spektakulär und die holprige Piste wert.
Nach ca 2h ging es weiter Richtung Hotel, dem Fosshotel Glacier Lagoon. Dieses Hotel ist selbst eine Sehenswürdigkeit, vor allem die Suiten mit Hot Tub auf dem Balkon. Eine unbedingte Empfehlung. Aber früh buchen, denn es ist eigentlich ständig ausgebucht. Das Essen im Restaurant ist exzellent und auch das Frühstück ist top. Unsere absolute Empfehlung und das beste Hotel auf der Tour!
Glacier Lagoon und Diamond Beach
Tag 5: Ich habe für heute eine Drohnenfluggenehmigung für die Glacier Lagoon erhalten (kann man bei der Nationalparkverwaltung auf deren Webseite beantragen, mindestens 14 Tage im Voraus !)  und diese gilt nur bis 9 Uhr morgens, also geht es wieder sehr früh los.
 
An der Gletscherlagune angekommen sind wir nahezu allein. Die Eisberge „floaten“ im Wasser, die Robben spielen zwischen Ihnen und die Seevögel zanken und ranken sich. Eine unwirkliche Kulisse. Starke Winde machen es nicht leicht die Drohne durch die Lagoone zu steuern aber die Bilder sind einmalig.
 
Wir wechseln noch einmal die Location für einen 2ten Flug, dann geht es zurück zum Hotel, da es zu regnen anfängt.
Die Glacier Lagoon ist voller Robben
Nach dem Frühstück im Hotel geht es Dir selbe Strecke wieder zurück und wir nehmen eine Abfahrt früher, um noch einen anderen Teil der Lagune zu erkunden (das sind die kleinen Parkplätze vor der Brücke, aus Richtung Vik kommend). Man kann sich an diesem Anblick nicht satt sehen.
 
Anschließend fahren wir weiter zum Diamond Beach, der direkt vor der Lagune liegt. Aus Richtung Vik kommend vor der Brücke auf den Parkplatz rechts. Eine Beschilderung gibt es nicht. Hier findet man kleine und große Eisberge, die aus der Lagune an den puderfeinen schwarzen Sandstrand gespült werden. Ein absolutes Muss für Fotografen.
Weiter geht es zum südlichsten Punkt der Tour, nach Höfn. Ein kleines beschauliches Städtchen mit 2800 Einwohnern. Wir gehen am Hafen in eine sehr gute Pizzeria und das war es dann auch für den Tag.
Amphibienfahrt durch die Gletscherlagune
Tag 6: Heute ist der Wendepunkt der Reise erreicht, da es ab jetzt wieder Richtung Reykjavik geht. Erster Stop ist noch einmal die Glacier Lagoon, wo wir eine Tour mit dem Amphibienfahrzeug gebucht haben. Diese gehen im Sommer stündlich und Vorreservierung ist dringend zu empfehlen!
 
Es ist ein strahlender Sonnentag und die Lagune sieht völlig anders aus, als am Tag zuvor. Kein Eisberg gleicht dem vom Vortag und auch die Stimmung ist eine völlig andere. Die Tour durch die Lagune dauert ca 35 min und lohnt sich, da man noch einmal eine andere Perspektive auf die Eisberge bekommt.
Darf man am Diamond Beach mit der Drohne fliegen?
Ich frage den Guide, ob der Diamond Beach für Drohnen gesperrt ist oder nicht. Er weiß es nicht, gibt mir aber den Tipp, dass in der Holzhütte hinter dem Cafe das Büro der Parkranger ist. Wir gehen hin und fragen dort. Der Beach – auch wenn dort keine Schilder stehen – ist gesperrt für Drohnen, da seit 2018 Teil des Nationalparks!
 
Da wir aber nett fragen und ich ja für den Vortag eine Genehmigung hatte, bekommen wir eine weitere Sondergenehmigung für 30min Flug und die hat sich mehr als gelohnt. Super Wetter, klare Sicht, tolle Farben. Besser geht es nicht.
Vik und der Leuchturm von Dyrholaey
Weiter geht es Richtung Vik, unserem letzten Stop, bevor es wieder nach Hause geht. Auf dem Rückweg halten wir immer wieder an Stellen, die wir uns auf dem Hinweg gemerkt haben und erreichen erst am späten Nachmittag Vik. Wir bleiben im Hotel Vik i Mýrdal, neben dem Hotel Kria sicher die beste Unterkunft im Ort.
 
Nach dem Check in fahren wir noch zum Leuchtturm von Dyrholaey, den wir auf dem Hinweg ausgelassen haben. Dort kommt man nur mit einem 4×4 Fahrzeug hin. Der Blick lohnt sich und auch hier kann man Puffins/Papageientaucher beobachten, allerdings nicht so gut wie an den Klippen weiter unten, wo wir 2 Tage zuvor waren.
Das mehr oder weniger berühmte Flugzeugwrack am Strand
Tag 7: Heute wollen wir noch zum Flugzeugwrack laufen. Hin- und Rückweg sollen 3-4h dauern, laut Schild am Startpunkt. Von Vik kommend liegt der Parkplatz links und es ist die 4. Abfahrt. Schilder gibt es nicht und Google zeigt einen falschen Parkplatz (da ist keiner) ca 1,5km vom richtigen Parkplatz entfernt. Da dort aber immer ein paar Autos parken, kann man diesen eigentlich nicht verfehlen.
 
Tagsüber kann man für knapp 20,-€ auch mit einem Shuttlebus hin und her fahren. Wir entscheiden uns aber zu laufen. Wir schaffen den Hinweg in gut 40min und am Wrack ist wenig los.

FOTOTIPP:

Ein toller Fotospot. Definitiv ein Weitwinkel mit 24mm oder weniger mitnehmen, da man so Bilder ohne andere Besucher hinbekommt. Ich hatte das 24-70mm dabei.

Da wir früh dran sind, sind keine 10 Leute dort und kurze Zeit später sind wir ganz allein. Ein mystischer Ort. Für den Rückweg benötigen wir 35min und insgesamt sind es ca 8km hin und zurück. Auf dem Rückweg habe ich eine Drohne gehört und am Parkplatz sehe ich den Piloten. Er hatte wohl keine Lust zu laufen und ist die Drohne vom Parkplatz aus geflogen.
 
Eine interessante Alternative, wenngleich verboten, da man keinen Sichtkontakt mehr zur Drohne hat, was in Island, wie in Deutschland, verboten ist.
Reykjavik
Auch am Skogafoss halten wir noch einmal, da es eine schöne Stelle für eine Pause ist und wir so auch noch ein paar andere Bilder vom Wasserfall bekommen.
 
Weiter Richtung Reykjavik. Bei Waldis in Havoldsvelli, einer Eisdiele, machen wir einen Stop. Diese ist berühmt für Ihr Eis und Milchshakes und entsprechend lang ist die Schlange.
 
Je näher wir Reykjavik kommen, umso weniger freuen wir uns darauf, da es wieder sehr städtisch wird. Wir wollen die Kirche, das Sun Voyager Denkmal und das Konzerthaus sehen, die alle sehr dicht beieinander liegen. Alle drei Spots sind einen Besuch wert. Wir benötigen ca 1,5h dafür und haben dann eigentlich auch genug.
Die Blaue Lagune, ein absolutes Highlight aber nicht günstig
Reykjavik ist eine gemütliche Stadt aber wir wollen trotzdem schnell wieder raus, da noch ein letztes Highlight auf dem Programm steht, die Blaue Lagune. Tickets sollte man online vorreservieren. Wir empfehlen das Premium Paket für 55,- Euro, da man Bademantel, Schuhe und eine Reihe weiterer Extras dabei hat. Es gibt eine Bar und ein kleines Restaurant, wo man auch im Bademantel rein kann.
 
Das Wasser ist je nach Sonnenstand milchig weiß bis blau und 38-40 Grad warm. In jedem Fall ist der Besuch – wenngleich kein billiges Vergnügen – ein absolut gelungener Abschluss der Reise und definitiv ein Highlight. Auch die Tatsache, dass man sich mit unterschiedlichen „Gesichtsmasken“ einschmieren kann erhöht den Spassfaktor und die 3h dort vergehen wie im Flug.
 
Dann heißt es Abschied nehmen von Island. Die Rückgabe des Mietwagens geht reibungslos, genauso wie der Check in. Dann heben wir ab Richtung Deutschland.
FAZIT

Island is ein absolutes Highlight und wir haben es  viel zu spät für uns entdeckt. Das Land ist sehr sicher, die Lebensstandards (wie auch die Preise) sind hoch, aber bei weitem nicht so teuer, wie einige Reiseseiten behaupten. Unsere Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Ausserdem können wir nur bestätigen, was sich auf vielen Reiseblogs lesen lässt: Wer nur 1 Woche hat, wie wir, der sollte unsere Tour (Golden Circle und den Süden) machen.

Die Tour ist perfekt für 7 Tage gewesen und wir würden diese 1:1 genauso nochmal machen. Nur wer mehr Zeit hat, sollte sich auch den Norden und Westen ansehen. Wir werden das sicher auf einer weiteren Tour tun und dann hier berichten.

Ach ja, alle anderen Reiseberichte haben ja noch ein Foto von den berühmten Islandpferden, soll hier auch nicht fehlen…

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Welche Fotoausrüstung für Island?

Die Fotoausrüstung, die wir nach Island mitgenommen haben, findet Ihr im folgenden aufgelistet. Ausserdem habt Ihr die Möglichkeit die genutzte Fotoausrüstung über unseren Foto-Shop direkt zu bestellen und weitere technische Details abzufragen. Dort gibt es auch noch jede Menge Extras.

Kameras:
    • D850 (Nikon)
    • D500 (Nikon)
    • Go Pro 8
    • DJI Mavic Mini
    • Iphone X
Objektive:
    • 24-70mm (Tamron)
    • 20mm (Nikon)
    • 70-200mm (Nikon)
    • Filterset
    • Stativ