Reisebericht Kreta

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Wie könnte eine 7 Tage Fotoreise nach Kreta aussehen

Unser Reisebericht Kreta faßt unsere 7 Tage Fotoreise nach Kreta, der größten griechischen Insel im Mittelmeer zusammen.

1.Tag: München -> Heraklion (Kreta) -> Elounda

2.-7.Tag: Blue Palace a luxury resort (Kreta / Griechenland) by Marriott

8.Tag: Elounda -> Heraklion -> München

Wer Flug und Hotel gleich zusammen buchen will kann dies z.B. als Pauschalreise hier tun.

Wo liegt Kreta?

Woran man bei einer Reise nach Kreta unbedingt denken sollte:

Landeswährungen: Euro. Kreditkartenzahlung überall problemlos. Man sollte dennoch immer ein wenig Bargeld dabeihaben.

Impfungen: Aus Deutschland kommend sind für Griechenland keine Impfungen vorgeschrieben. Es empfehlen sich jedoch die Standardimpfungen.

Bekleidung: Auf Kreta herrschen die üblichen Temperaturen im Mittelmeer. Im Sommer liegt der Durchschnitt bei über 25 Grad, im Winter bei um die 15 Grad. Je nach Jahreszeit kann es abends auch kühl werden. Dafür solltem man gerüstet sein.

Unbedingt ins Gepäck gehören gute und feste Schuhe (Wanderschuhe gehen immer), wenn man Wanderungen auf der Insel machen möchte. Ansonsten einfach Kleidung je nach Geschmack. Ausserdem ein gutes Sonnenschutzmittel. Die Sonne auf Kreta ist stark, auch wenn es bewölkt ist.

Drohne fliegen auf Kreta

Die generellen Regelungen und auch eine App zum Them Drohne fliegen in Griechenland findet Ihr hier (Link).

Aus eigener Erfahrung folgendes. Enfernt sich die Drohne nicht weiter als 50m von Euch in jedwede Richtung, ist es ohne Erlaubnis möglich zu fliegen. Wer weiter oder höher hinaus will benötigt eine Genehmigung. Die DJI Map weisst große Teile Kretas als „Fly Zones“ aus, lediglich rund um den Flughafen mit 8km Abstand ist ein NoGo. Am besten sucht Ihr Euch ein paar nette Fly Spots ausserhalb der Orte und weit weg vom Flughafen und achtet darauf, dass Ihr allein seid. Dann ist es eigentlich kein Problem auch, falls Ihr über die 50m „hinausfliegt“. Die Griechen sind hier sehr entspannt und eher neugierig. Aber daran denken, dass ist kein „Freifahrtschein“. Wer sicher gehen will, holt sich die Genehmigung.

Detaillierter Reisebericht Kreta

Flug von München nach Heraklion (Iraklion = HER)

1.Tag: Die Anreise aus München geht problemlos per Direktflug nach Heraklion und dauert gut 2:40h. Da Kreta eine wirklich große Insel ist (5h Fahrzeit von Ost nach West) empfiehlt sich ein Mietwagen. Wer sowohl den Osten, als auch den Westen sehen will, der sollte überlegen, 2 Hotels zu buchen, eins im Osten, eins im Westen.

 

Mietwagen und Hotel auf Kreta

Wir haben uns für den Osten Kretas (Elounda Bay) entschieden. Hier gibt es einige wirklich sehr schöne Hotels und sowohl Elounda, als auch Agios Nikolaos sind 2 sehr schöne Orte mit einladenden Cafés und Restaurants sowie zahlreichen Möglichkeiten zum Shoppen. Wir haben unseren Mietwagen über CHECK24 gebucht und diesmal bei Greenmotion. Der Anbieter ist gut, aber aufgrund seiner niedrigen Preise auch völlig überlaufen. Wir hatten eine 30m Warteschlange am Schalter und es dauerte ca 45min bis wir dran waren, während an den anderen Mietwagenschaltern, der namenhaften Anbieter, niemand angestanden hat.

Wir hatten einen Polo gebucht und einen Toyota Yaris – fast neu – bekommen. Apple Car Play oder auch nur ein Display im Auto sucht man vergebens. Einfachste Ausstattung, ausgenommen der AC.

Unser Hotel ist das Blue Palace, welches zur Marriott Gruppe gehört. Aufgrund der besonderen Corona Situation sind die Preise deutlich zu hoch, aber das Hotel ist dennoch absolut zu empfehlen, wenn man ein Resort mag. Uns ist es ein wenig zu groß und weitläufig, aber ansonsten gibt es wirklich nichts auszusetzen. Fahrzeit von Flughafen dorthin beträgt ca 1h. Eines der Highlights von Kreta, die Insel Spinalonga (eine ehemalige Leprakolonie), liegt direkt gegenüber.

Sonnenaufgang Spinalonga

2.Tag: Die Sonne geht direkt über Spinalonga auf und hat im Oktober ein sehr interessantes Licht für Fotografen zu bieten.

Wir wollen heute Agios Nikolaos erkunden und auf dem Weg auch gleich Elounda. Beide Orte laden zum Bummeln ein, wobei Elounda erst am Abend seine echte Schönheit zeigt, wenn die Restaurants hell erleuchtend strahlen.

Agios Nikolaos ist mit knapp 15.000 Einwohnern ebenfalls sehr überschaubar und nett.

Eines der Fotohighlights in Agios Nikolaos, neben dem Ort selbst, sind von Oktober bis Mai die Kingfisher. Ja richtig, auf Kreta gibt es Eisvögel und zwar an dem ehemaligen Teich, der heute einen Zugang zum Meer hat. Da es in dem Teich viele kleine Fische gibt, haben die hier lebenden Eisvögel ein kleines Paradies. Das ist deshalb interessant, da diese eigentlich ausschließlich im Süßwasser fischen.

Nach dem Mittagessen in einem der Restaurants am See haben wir uns noch ein wenig umgesehen und dann den Rest des Tages im Hotel am Strand und im Meer verbracht. Zum Abendessen ging es dann ins „Olive“, einem italienisch griechischen Restaurant in Elounda, mit vernünftigen Preisen und sehr leckerem Essen.

Vai Beach und Itanos Beach im Osten Kretas

3.Tag: Auch wenn es deutlich über 30 Grad hat wollen wir uns heute Vai ansehen, den größten natürlichen Palmenhain Europas. Es sind nur 92 Km aber das Navi zeigt mehr als 2h. Leider stimmt das Navi. Nachdem man die ersten Kilometer auf einer gut ausgebauten Straße verbracht hat, geht es nach ca 40km in die Berge und eine Serpentine jagt die nächste.

Nach etwas über 2h erreicht man Vai und ist – zumindest wir – enttäuscht. Was soll hier das Highlight sein. Der Strand ist schön, aber nichts besonderes. Die wenigen Restaurants, sind gut und preislich akzeptabel (wir haben im Palm Beach Vai gegessen) und der Aussichtspunkt ist auch nichts wirklich besonderes. der Palmenhain selbst, der sicher beeindruckend ist, ist für Touristen seit eingen Jahren geschlossen.

Toll war dagegen die Bucht von Itanos gleich nebenan, die noch völlig natürlich ist, fast menschenleer und kristallklares Wasser aufweist. Hier zu schwimmen war traumhaft.

Kloster Toplou und Tourloti

Wir haben auf dem Rückweg noch das Kloster von Toplou besucht. 4,- Euro Eintritt sind ok für kulturell und historisch begeisterte Menschen. Schön und urig ist das kleine Café, wo man sehr gut ausruhen kann. Außerdem eignet sich der Parkplatz neben der Kirche sehr gut, um die Drohne fliegen zu lassen.

Weiter auf dem Rückweg haben wir im Örtchen Tourloti gehalten. Das war ein echtes Highlight. Ein uriges griechisches Dörfchen, das sich wirklich lohnt. Es ist sehr sehr klein, hat aber eine riesige Kirche und ansonsten sehr viele alte Menschen, Lebensmittelgeschäfte und vor allem viel Ruhe. Wir fanden es wirklich nett und waren ein wenig ärgerlich mit uns selbst, dass es schon sehr spät nachmittags war und es schon anfing dunkel zu werden, als wir dort ankamen.

Nach gut 10h waren wir wieder zurück in Eloundra, von denen wir 4,5h im Auto verbracht haben. Sollte man sich also gut überlegen diesen „Ausflug“.

4.Tag: Heute ist faulenzen angesagt. Abgesehen von ein paar Unterwasseraufnahmen und einem Flug mit der Drohne zur Insel Spinalonga machen wir nichts. Abends geht es dann wieder nach Eloundra, wo wir im Vritomartes zu Abend Essen. Sehr zu empfehlen. Alles frisch und sehr lecker und die Kellner extrem freundlich. Wer nachmittags hierher kommt, kann mit Glück eine Meeresschildkröte beobachten, die hier ebenfalls Stammgast ist. Da gibt es bereits zahlreiche Videos auf YouTube dazu.
Knossos und Plaka

5.Tag: Heute steht der Palast von Knossos auf dem Program. Eine gute Stunde Fahrt von Elounda. Die Strecke zieht sich und ist leider eher eintönig. Der Palast liegt direkt bei Heraklion und wird normalerweise als eines der Hauptziele der Insel von tausenden Kreuzfahrern besucht. Aber eben nicht zu Covid-19 Zeiten. Alles ist eher leer. Leider sind dadurch aber auch nicht alle Bereiche zugänglich. Geschichtsforscher und Hobbyarchäologen werden sich hier stundenlang amüsieren können. Wir haben es bei gut 40 Grad nur ca 2h ausgehalten.

Danach sind wir direkt wieder zurück nach Elounda und weiter nach Plaka, dem Ausgangsort für Fahrten nach Spinalonga. Wer Spinalonga übrigens bei Nacht und in voller Beleuchtung fotografieren möchte, der kann dies außerhalb der Saison nur Freitags bis Sonntags tun. An allen anderen Tagen bleibt das Licht aus.

Vom Besitzer der Taverna Gorgona in Plaka werden wir freundlich hereingebeten und da es gefühlt Mittagszeit ist nehmen wir gern an. Der Platz ist herrlich, die Aussicht toll und das griechische Essen sehr lecker. Eine ganz klare Empfehlung.

In Plaka kann man übrigens auch ganz entspannt mit der Drohne fliegen. Man sollte etwas abseits gehen und schauen, dass nicht zuviele Leute um einen rum sind. Aber grundsätzlich sind alle eher neugierig und interessiert als genervt.

Spinalonga und Plaka

6.Tag: Bekannte von uns sind heute ebenfalls auf der Insel angekommen. Leider haben die beiden ein Hotel ganz im Westen der Insel gebucht und wir realisieren viel zu spät, dass dies ein Treffen praktisch unmöglich macht, außer man möchte 6h oder mehr im Auto sitzen. Wir hatten die beiden während unserer Australien Tour 2019 kennengelernt und der Zufall hatte uns jetzt zeitgleich nach Kreta verschlagen. Schweren Herzens mussten wir einsehen, dass die Entfernungen auf Kreta einfach zu groß sind für ein spontanes Wiedersehen.

Wir versuchen den letzten Sonnentag auf der Insel zu nutzen und besuchen lediglich Spinalonga, die ehemalige Leprainsel und letzte Leprakolonie Europas (bis 1962). Sie liegt direkt gegenüber vom Hotel. Die Überfahrt ab Plaka (geht auch ab Elounda oder Agios Nikolaos) kostet 10,-€ pro Person, was sehr teuer für 10min Überfahrt ist und der Eintritt sind nochmal 8,-€ pro Person. Aber es ist ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte. Die Boote gehen alle 30min.

Von wenigen Touristengruppen abgesehen, ist es auf der Insel leer. An den Anblick von „Masken“ kann man sich gerade hier nur schwer gewöhnen. Diese Gruppe war gerade angekommen und es war ein passendes Bild für die Zeit.
Blue Palace Resort

7.Tag: Heute ist  Regen angesagt. Kreta hat sich das bis zu unserem letzten Tag aufgehoben. Aus diesem Grund ein paar Worte zum Hotel. Das Blue Palace gehört zur Marriott Gruppe und ist ein Resort Hotel. Dementsprechend groß ist es. Während unseres Aufenthaltes war es nur zu 60% ausgelastet, wegen Covid-19 und zu 100% möchten wir es ungern erleben. Service, Essen, Sauberkeit und Freundlichkeit des Personals sind nahezu perfekt. Die Preispolitik des Hotels dagegen geht gar nicht. Vor unserer Buchung schwankten die Preise für das identische Zimmer von einem Tag zum anderen teilweise um den Faktor 3. Wenn man dann gerade beim höchsten Preis gebucht hat, fühlt man sich schon etwas über den Tisch gezogen. Auch als Marriott Status Mitglied sollte man keine Sonderbehandlung erwarten. Der Status wird zur Kenntnis genommen und das war es. Kein Upgrade, keine Goodies, nix. Eher enttäuschend für ein ansonsten wirklich tolles Hotel.

Unsere Empfehlung für die Zimmer ist die Kategorie mit eigenem Pool. Diese sind gut gelegen, Süßwasser (die anderen Pools am Strand sind Meerwasserpools) und man kann morgens wirklich toll am eigenen Pool liegen oder auch nachts noch schwimmen.

Gegen Abend sind wir nach Plaka gelaufen. Das Örtchen erwacht – abgesehen von den Tagesausflüglern nach Spinalonga – erst abends zum Leben, was sicher auch an den guten Restaurants liegt. Wir haben zufällig in der Taverna Giorgios (Jiovanni’s) gegessen und können diese sehr empfehlen. Wenn man die Bilder mit den „Stars“, die hier schon gegessen haben sollen, scheint es ein echter Geheimtipp zu sein.

8.Tag: Abreisetag. Der Tag beginnt mit einem herrlichen Sonnenaufgang und einem malerischen Himmel. Zeit für ein Fazit.
FAZIT

Der Osten Kretas eigent sich hervorrgend für eine Woche Urlaub. Es gibt einige interessante Ausflugsziele und vor allem gutes Essen, hervorragende Unterkünfte und nette Menschen. Auch was die Motive für Fotografen angeht, bietet der Osten Kretas Einiges. wer jedoch die ganze Insel erkunden will, der sollte sich die Tour vorher überlegen und dann mehrere Unterkünfte buchen. Das ist bei den Strassenverhältnissen und den Entfernungen sicher die bessere Option.

Zusammengefasst finden wir 7 Tage absolut ausreichend, wenn man sich auf einen bestimmten Teil der Insel beschränkt. Für ganz Kreta ist es zu kurz.

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Welche Fotoausrüstung für Kreta?

Die Fotoausrüstung, die wir nach Kreta mitgenommen haben, findet Ihr im folgenden aufgelistet. Ausserdem habt Ihr die Möglichkeit die genutzte Fotoausrüstung über unseren Foto-Shop direkt zu bestellen und weitere technische Details abzufragen. Dort gibt es auch noch jede Menge Extras.

Kameras:
    • D500 (Nikon)
    • Go Pro Hero 8
    • DJI Mavic Mini
    • Iphone X
Objektive:
    • 24-70mm (Tamron)
    • 70-200mm (Nikon)
    • Filterset