Reisebericht Zimbabwe und Botswana (Mai 2018)

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Wie könnte eine 15 Tage Fotoreise durch Zimbabwe, Namibia und Botswana aussehen?

Unser Reisebericht Zimbabwe und Botswana faßt unsere 15 Tage Fotoreise / Flugsafari zusammen. Dabei haben wir folgende Route gewählt:

1.Tag: München -> Paris -> Zürich -> Johannesburg

2.Tag: Johannesburg -> Victoria Falls (Batonka Guest Lodge – Zimbabwe)

3.Tag: Victoria Falls

4.Tag: Victoria Falls -> Kasane (Kubu Lodge Kasane – Botswana)

5.Tag: Kasane -> Zambezi Queen – Namibia

6.Tag: Zambezi Queen

7.Tag: Zambezi Queen -> Ghoha Hills (Ghoha Hills Savuti – Botswana)

8.-9.Tag: Ghoha Hills

10.Tag:  Ghoha Hills -> Camp Okavango

11.Tag: Camp Okavango

12.Tag: Camp Okavango -> Sango Safari Camp

13.-14.Tag: Sango Safari Camp

15.Tag: Sango Safari Camp -> Maun -> Johannesburg -> Zürich -> Paris -> München

Reise wurde organisiert von: African Special Tours

Wo liegt Zimbabwe? Wo liegt Botswana?

Woran man bei einer Reise durch Zimbabwe, Namibia und Botswana unbedingt denken sollte:

Landeswährungen: Simbabwe: „Simbabwe Dollar“ , aber US-Dollar werden überall akzeptiert und erwartet. Möglichst kleine USD Scheine mitnehmen für Trinkgeld, welches ebenfalls in USD erwartet wird. Botswana: Botswanischer Pula, aber auch hier werden USD in den Lodges gern genommen. Ansonsten funktioniert Kreditkartenzahlung überall problemlos.

Impfungen: Aus Deutschland kommend sind keine Impfungen – auch Gelbfieber nicht – vorgeschrieben. Es empfehlen sich jedoch die Standardimpfungen, siehe Vorschläge auswärtiges Amt. Malariaprophylaxe gilt nur für Südafrika, hier muss jeder für sich abwägen, ob oder ob nicht.

Gepäck: Wenn man in Afrika mit dem Kleinflugzeug reist, sollte man auf „weiches“ Gepäck (z.B. Sporttaschen), die Gewichts- und Massbeschränkung achten (die aber oft nicht ganz genau genommen wird). Das Fotoequipment sollte definitiv mit an Bord genommen werden.

Hilfreich: Ein kleines Taschenmesser sowie eine starke Taschenlampe mit Ersatzbatterien sind oft sehr nützlich. Die Handytaschenlampe tut es zur Not auch, leuchtet aber oft nicht weit genug.

Du benötigst ein Visa

Visa: Aus Deutschland kommend benötigt man ein Visum. Dieses kann jedoch am Airport erworben werden (Barzahlung in USD).

In Afrika kann es empfindlich kalt werden

Bekleidung: Am besten „Zwiebelprinzip“ Funktionskleidung und feste Schuhe. Da es in den bereisten Ländern im Mai „Winter“ ist, sollte man vor allem für abends und nachts, sowie den frühen Morgen auf kalte Temperaturen vorbereitet sein, die auch schon mal an den Gefrierpunkt gehen können.

In den Lodges in Afrika kann man seine Kleidung in der Regel kostenlos oder gegen geringen Aufpreis waschen lassen. Man bekommt sie entweder am gleichen Tag oder am nächsten zurück.

Detaillierter Reisebericht Zimbabwe und Botswana

1.Tag: Abflug: Es geht von München über Paris, Zürich, Johannesburg nach Victoria Falls (VFA). Die Reise startet mit einer ersten kleinen Katastrophe.

Unser Gepäck hat bereits den ersten Flug nach Zürich nicht geschafft. Das Bordpersonal der Swiss versorgt uns mit Baumwollschlafanzügen, die in Afrika sicher auch als Tageskleidung durchgehen. Unser Fotoequipment haben wir glücklicherweise nicht eingecheckt.

2.Tag: Beim Anflug auf Victoria Falls kann man die Victoria Fälle – schon im Landeanflug – an der bis zu 500m hoch aufsteigenden Gischt erkennen.

Landung in VFA. Man hat irgendwie nicht das Gefühl, sich auf einem „Internationalen“ Flughafen zu befinden. Aber immerhin fliegt South African den 1:20h Flug mit einem A340 (!)

Die Einreise dauert eine gefühlte Ewigkeit. Wir hatten nur 10 Personen vor uns, aber der Visa Beamte benötigt gut 5 min pro Person. Schade für die 240 Leute hinter uns.

Kugelschreiber sind Mangelware – deshalb immer dabei haben

Das Kaza Visum für Zimbabwe und Sambia ist preisgleich mit dem Zimbabwe Visum, lohnt sich also (ca. 50USD). Danach ging es zum Lost and Found. Nach 10 Min hatten wir die erste E-Mail mit allen Gepäck-Trackingdaten. Am Ausgang stand unser Fahrer mit Namensschild und los ging es zur ersten Unterkunft.

Batonka Guest Lodge. Ein kleines Paradies.

Auf Empfehlung der Batonka Mitarbeiter sind wir dann mit dem Taxi zur Safari Lodge gefahren. Taxipreise in Zimbabwe sind moderat, aber man sollte vorher den Preis ausmachen.

Die Safari Lodge bietet eine spektakuläre Aussicht auf den Sonnenuntergang.

FOTOTIPP:

Fotografisch sollte man ein Tele, am Besten 70-200mm dabei haben. Notfalls tut es aber auch ein Handy für den Moment. Zwei Zambezi Bier später (wird tatsächlich in Victoria Falls gebraut) sind wir wieder im Hotel und haben einen fantastischen Sonnenuntergang erlebt.

Victoria Falls

3.Tag: Zu Fuß geht es zu den Wasserfällen. Nach ca 1h mit verschiedenen Stopps im Souvenirläden, um Mützen und T-Shirts (beides wegen fehlendem Gepäck) zu kaufen, erreichen wir Victoria Falls Entrance und 60 USD ärmer sind wir auch schon drin.

Für weitere 6 Dollar leihen wir uns Regenponchos und nach 2 Käsesandwich und 2 Cola für 18 USD geht es los (niemand hat gesagt Zimbabwe wäre billig).

Von Lookout 1 bis 6 bekommen wir nur etwas Gischt ab. Danach ist es eher wie ein Wolkenbruch. Der Zambezi führt Hochwasser und rund 500mio Liter Wasser pro Minute donnern nach unten. Spektakulär!

Nach ca. 2,5h gehen wir zurück und laufen zum Victoria Falls Hotel. Hier scheint die Zeit im letzten Jahrhundert stehen geblieben zu sein. Wir genießen den High Tea für ca 30USD. Absolut empfehlenswert und ein toller Ort um runterzukommen und abzuschalten.

Danach laufen wir wieder zur Lodge zurück. Insgesamt haben wir bei der „Lauferei“ Elefanten, Paviane und Affen sowie eine Mangusten Familie gesehen.

Wilde Elefanten mitten in der Stadt

Elefanten – wild – so nah an einer Stadt haben wir vorher (tagsüber und zu Fuss) so noch nie gesehen. Victoria Falls kann übrigens sehr gut zu Fuss erkundet werden und gilt grundsätzlich als sicher für Touristen. Jeder war hilfsbereit und nett.

Zurück im Guesthouse teilt man uns freudig mit, dass unser Gepäck angekommen ist.

4.Tag: Wir sind früh wach und entscheiden uns zum Lookout Café zu laufen. Der frische Elefantendung entlang der Strecke zeigt, dass wir nicht allein sind. Sehen tun wir dennoch keine.

Lookout Cafe, das muss das Paradies sein

Einen solch majestätischen Ausblick haben wir nie zuvor gesehen. Der Zambezi führt Hochwasser und die Felsenwände sind goldgelb in das aufgehende Sonnenlicht getaucht. Außer uns und dem Personal ist keiner da. Wir bestellen 2 Kaffee und genießen den Augenblick.

FOTOTIPP:

Das Lookout Cafe: Ein absolutes Muss für jeden Fotobegeisterten und definitiv a „must see“ beim Besuch der Victoria Falls. Tipp: Bei Vollmond auch abends dorthin gehen (reservieren!), da dann der Mond über der Schlucht aufgeht.

Für den Rückweg nehmen wir das kostenlose Café eigene Shuttle in Anspruch. Pünktlich um 11:30 Uhr werden wir abgeholt und mit dem Bus über die Grenzstation Kazangula nach Botswana gebracht.

Jeder Grenzübertritt ein Abenteuer

Die Einreise ist wie immer ein Abenteuer mit vielen Stempeln und unsinnigen Regeln (jeder muss auf eine alte Matte mit Desinfektion treten, um die Schuhsohlen zu säubern, die hinterher deutlich dreckiger sind, als zuvor).

Kubu Lodge - eher eine Enttäuschung

Wir erreichen die Kubu Lodge. Ein 30 Hektar großes Areal, direkt am Chobe River. Der Garten ist ein Traum, die Lodge eher nicht.

Für den Preis deutlich zu runtergekommen. Wer das nötige Kleingeld hat, sollte in die Chobe Lodge gehen.

Am Nachmittag sehen wir erstmals eine schwarze Mamba und gewinnen die Erkenntnis, dass manche Menschen einfach nicht auf Safari Touren gehen sollten.

Man "klettert" nicht auf dem Safariwagen rum!

Eine Frau, die uns vorher noch erzählt hat, dass sie Gleichgewichtsstörungen hat, wollte eine Löwin fotografieren, die an unserem Wagen vorbeilief. Plötzlich gab es einen „RUMS“ und dann lag sie auch schon neben dem Jeep, die Dame.

Glücklicherweise auf der der Löwin abgewandten Seite, so dass die Löwin nach einem kurzen Stop einfach weiterlief.

Safari Grundregeln für alle "Neulinge"

Im Auto sitzen bleiben, ausser der Guide erlaubt das Aufstehen und definitiv nichts aus dem Auto „hängen“ lassen oder versuchen auf dem Auto rumzuklettern.

5.Tag: Weitr geht es nach Kasane, wo wir die abenteuerliche Grenze von Botswana nach Namibia erreichen. Hier werden wir schon von einem Mitarbeiter der Zambezi Queen erwartet. Irgendwie hatte man sich die Grenzstation am Fluss anders vorgestellt.

Nach ca 20min Fahrt mit dem Tenderboot erreichen wir die Namibische Grenzstation auf der anderen Seite des Flusses. Wiederum abenteuerlich und der Beamte mit Sonnenbrille ist noch cooler als ein Eimer Eiswürfel. Hier will man besser kein Problem haben.

Wieder zurück auf dem Tenderboot fahren wir noch ca 10 min, dann sehen wir die Zambezi Queen majestätisch im Fluss liegen. Ein 5 Sterne Schiff. Luxus pur.

Nach einer Sicherheitseinweisung gibt es Mittagessen, dann erstmal ausruhen und auspacken und um 16 Uhr die erste Boots-Safari. Traumhaft mit dem Schnellboot über den Chobe River zu fahren. Der Sonnenuntergang auf dem Wasser ist spektakulär.

6.Tag: Zum Sonnenaufgang gehen wir an Deck für einen ersten Kaffee. Um 7:00 Uhr startet die Birding Tour. Wir sind nur zu zweit. Der Vogelreichtum am Fluss ist unglaublich. Besonders faszinierend sind die Fischadler, von denen es hier reichlich gibt und ebenso die Kingfisher in allen Varianten.

FOTOTIPP:

Definitiv die Birding Tour mitmachen. Um die Zeit wollen viele Gäste noch schlafen und man ist in einer kleinen Gruppe unterwegs. Die Fotomotive sind zahlreich und das Licht ist perfekt.

Zurück an Bord gibt es Frühstück und wir geniessen die kurze Fahrt zur nächsten Anlegestation. Wir sind jedoch etwas enttäuscht, dass das Schiff nicht – wie erwartet-  den ganzen Tag den Fluss rauffährt, sondern lediglich ca 10 km und dann wieder an einer Mole festmacht.

Flussaufwärts zum neuen Ankerplatz

Der Ausblick vom neuen Ankerplatz ist wiederum spektakulär schön. Am Nachmittag geht es weiter mit einer Wassersafari im Speedboot. Viel zu sehen, Hippos, Adler, Ibisse, Krokodile und ein einsamer Büffel.

Nach einem weiteren herrlichen Sonnenuntergang sind wir zurück an Bord.

Ein kleiner Tipp: Man sollte niemals mit dem Moskito Spray in der Kabine auf den Rauchmelder zielen, es sei denn, man möchte abends um 22 Uhr die Funktion der Feuermelder überprüfen und den Kapitän in Unterwäsche kennenlernen.

Geduld bei der Ein- und Ausreise!

7.Tag: Wie auf Kreuzfahrtschiffen üblich wird das Gepäck um 09:00 Uhr abgeholt und wir haben noch bis 09:30 Uhr Zeit. Danach geht es auf das Tenderboot und es ist Zeit Abschied von der Zambezi Queen zu nehmen. Wieder die gleiche Prozedur, wie vor 2 Tagen. Ausreise Namibia und Einreise Botswana. Das Ganze nervt ein wenig.

Vom Zoll werden wir direkt zum Flughafen Kasane gebracht. Die Fahrt dauert nur knapp 10min und ein Mitarbeiter von Mack Air begrüßt uns und übernimmt den Check-in.

Tipp: Grundsätzlich sollte man sich an die Vorgaben der Fluggesellschaften halten, aber so genau nehmen die es nicht, wenn man nicht gerade einen Hartschalenkoffer dabei hat.

Mit dem Buschflieger zur Chobe Lodge

Wir sind insgesamt 10 Personen an Bord einer einmotorigen Cesna 208 mit Neuseeländischem Piloten. Der Start geht schnell und mit einer Linkskurve über Kasane geht es Richtung Chobe Lodge.

Wir landen einmal zwischen, um Passagiere aussteigen zu lassen und nach gut 65min landen wir auf unserem Airstrip.

Ein Mitarbeiter von Ghoha Hills empfängt uns mit kühlen, feuchten Tüchern und Obstspiessen, dann geht es zur Lodge. Nochmal ca 45min fahrt. Die Lodge ist super schön.

Nach einem leichten Mittagessen ruhen wir uns ein wenig in den bequemen Sesseln aus. Um 16 Uhr dann High Tea und 16:30 Uhr geht es los mit der ersten Mini Safari zum Sundowner.

Atempause in der Ghoha Hills Lodge

8.Tag: Da es meine Frau in der Nacht mit einer heftigen Magen-Darm-Infektion erwischt hat, bleiben wir den ganzen Tag in der Lodge. Erst nachmittags geht es Ihr besser. Der Sundowner Game Drive geht diesmal zum „Hide“ der Lodge, an einem kleinen, idyllischen See.

9.Tag: Wir haben den Safariwagen ganz für uns allein. Um 06:30 Uhr geht es los. Nach einer guten Stunde Anfahrt sind wir im Savute Gebiet vom Chobe Park angekommen und sehen viele Zebras, Gnus, einen Sekretärvogel (Highlight) und nach viel Fahrerei auch 2 Cheetahs im Gras.

Uns erreicht die Info, dass 3 Löwen ein Zebra erlegt haben und wir machen uns auf den Weg. Als wir ankkommen, liegt das Zebra schon tot in einem Busch und wir sehen nicht viel. Zum „Fototermin“ kommen der Löwe und eine Löwin aber raus.

Mittagessen im Busch

Danach heißt es Mittagessen im Freien. Rem, unser Guide, baut alles mitten im Busch auf. Ein tolles Erlebnis, zumal wir von Zebras und Giraffen umgeben sind. Danach fahren wir zurück Richtung Lodge, wo wir gegen 14 Uhr ankommen, wir sind ziemlich kaputt.

Goha Hills bietet ganztages Safari Drives im Chobe Park

Tipp: Der Unterschied bei Ghoha Hills zu anderen Lodges ist, dass man pro Tag einen sehr langen Game Drive macht (ca 7-8h) und am Abend einen verkürzten Sundowner (ca 1,5h) Das Abendessen mit Lean & Elmarie Marnewick, dem Manager Ehepaar, ist wieder sehr nett und wir genießen den letzten Abend. 

Camp Okavango

10.Tag: Nach dem Frühstück werden wir von Edwin zum Airstrip gefahren. Plötzlich geht alles wieder ganz schnell. Pünktlich um 10:30 Uhr landet unser Flieger. Koffer rein, einsteigen und schon sind wir in der Luft. 25min später landen wir direkt neben Camp Okavango.

Ernie, der Manager, nimmt uns freundlich in Empfang. Das Camp ist neu eröffnet im März 2016 und sehr gut ausgestattet, ausser, dass man hier zum ersten Mal wirklich „off“ ist, da es weder Wifi noch Telefonempfang gibt. Am Nachmittag gehen wir mit Mec, unserem Guide, auf eine Bootsafari.

11.Tag: Walking Safari. Wir laufen 5 km durch den Busch, was unserer Fitness nach Tagen der Völlerei gut tut.

Alles was wir sehen (Hyänen, Antilopen, Elefanten etc.) ist jedoch viel zu weit weg, um fotografisch etwas daraus zu machen, es sein denn man würde ein 600mm Tele mitschleppen.

Mit dem Mokoro durch den Fluss gleiten

Um 16 Uhr unternehmen wie eine Tour mit dem Mokoro, dem Einbaum der Einheimischen. Erst bin ich skeptisch, aber die Dinger sind bequem und man gleitet lautlos durch das Delta, was hilft scheue Tiere zu sehen. Sollte man einfach mal gemacht haben.

FOTOTIPP:

Während man beim Buschwalk seine Kamera einfach im Camp lassen sollte und den Walk geniesst, sollte man mit Kamera definitv eine Tour im Mokoro machen, da es leise durch das Wasser gleitet und man sehr nah an die Tiere, vor allem Vögel herankommt.

Dennoch ein starkes Tele mitnehmen. Ich hatte das 150-600mm dabei. Perfekt geeignet.

Den Sundowner gibt es heute am Anlegesteg und anschliessend geht es zu Fuß zur Lodge. Das Abendessen ist wieder sehr unterhaltsam, da das Personal bei jeder Essensempfehlung ein lautes „Mmmmmhhhh“ von sich gibt. Nach einem letzten Rotwein unter Sternenhimmel geht es ins Bett.

Boot-Safari

12.Tag: Eine letzte Boot Safari, diesmal mit Karl. Die Tour ist der Hammer. Wir sehen Elefanten, Antilopen und sehr viele Vögel, vor allem aber den Malachit Kingfisher, wie unser Eisvogel in Afrika heisst.

3h später sind wir zurück. Duschen, packen, frühstücken und um 11:15Uhr sitzen wir schon wieder im Flieger. Diesmal eine junge Pilotin mit Rastafrisur. Die Maschine ist mit Ledersesseln ausgestattet. Reinste Business Class. Nach 20min Flug landen wir in Khwai.

Nochmal 25min Fahrt später kommen wir in Camp Sango an.

Insgesamt max. 12 Gäste und sehr familiär, wenngleich nicht luxuriös. Wir haben Zelt 1. Top, da die beste Aussicht. Der Hinweis von Mike, einem der Manager, dass der Baum neben dem Zelt von Elefanten so „hingerichtet“ wurde, wirft Fragen auf.

Um 16 Uhr geht es los. Erste Jeepsafari seit langem. Unser Guide ist „BK“ eine noch sehr junge Rangerin mit 10 Jahren Erfahrung.

13.Tag: Um 05:30 Uhr werden wir geweckt. Es ist deutlich kühler als sonst und aufstehen fällt schwer. Dennoch schaffen wir es uns zum Frühstück am Lagerfeuer aufzuraffen und um 06:30 Uhr startet der erste Drive des Tages. Gleich zu Beginn eine Tüpfelhyäne und kurze Zeit später wieder ein Leopard.

Wieviel besser kann ein Tag starten? Nur die Löwen finden wir nicht. Nach einem Kaffee am Wasserloch treten wir den Rückweg an. Die Zeit bis 15:30 Uhr (High Tea) verbringen wir damit die zahlreichen Elefanten zu beobachten, die direkt vor unserer Veranda das grüne Gras am Flussufer fressen.

14.Tag: Auf dem morgendlichen Game Drive bekommen wir die Info, dass Wildhunde gesichtet wurden. BK gibt Vollgas und wir „rasen“ durch den Busch.

Leider habe ich meine Sonnenbrille nicht auf, als mir ein gefühlt faustgroßer Käfer ins rechte Auge knallt. Autsch! Das tut weh und zwar den ganzen Tag noch.

Wildhunde

Nach ca 30min erreichen wir das Wildhundrudel. Das ist schon ein beeindruckendes Tier. Allerdings sind alle faul und satt. Das Blut vom letzten Impala noch im Fell, ruhen sie an der Straße aus.

Da wir allein im Auto sind fahren wir danach gemütlich zu Lodge zurück, sehen noch ein paar seltene Antilopen und jede Menge Impalas.

Auf dem Nachmittags Game Drive kommt die Info, das „Umkwe“ (Leopard auf Sizzua) entdeckt wurde, mit einem gerade erlegten Impala. Als wir eintreffen stehen bereits 6 andere Safariwagen vor Ort. Wir bleiben eine gute Stunde, dann nehmen wir unseren Sundowner und fahren in die Nacht zurück zur Lodge.

15.Tag: Abreisetag. Ein letzter Gamedrive und wir sehen eines der Löwenmännchen, da wir diesmal direkt ins Moremi Reservat fahren. Das ist wirklich ein Highlight zum Abschied.

Zurück in der Lodge heisst es wieder packen, duschen, frühstücken und um 11:15 Uhr Abfahrt zum Airstrip, zu unserem letzten Buschflieger nach Maun.

Die Wartehalle für den Abflug nach Johannesburg ist schon etwas abenteuerlich. In Johannesburg müssen wir ganz normal nach Südafrika einreisen, unser Gepäck holen und wieder für München einchecken. Ganz schön umständlich.

Fazit:

Die Reise war ein absoluter Afrika Traum. Mehr kann man dazu nicht sagen.

In Botswana und Zimbabwe – anders als in Südafrika oder Namibia – empfiehlt es sich, aus Zeit und vielen anderen Gründen, eine solche Tour mit dem Kleinflugzeug zu machen. Es gibt kaum Tankstellen und die Strassen sind meist extrem schlecht. Man sollte sich klar sein, dass die meisten Lodges wirklich weit ab von jeglichen Orten liegen. Daher immer eine gute Reiseapotheke packen.

FOTOTIPP:

Noch ein finaler Tipp zur Fotoausrüstung. Langes Tele in jedem Fall, ideal sind 300mm oder mehr. Dazu reicht dann eigentlich noch ein lichtstarkes leichtes Zoom (z.B. 24-70mm oder das günstigere 24-85mm). Mehr benötigt man nicht, vor allem nicht, wenn man noch ein gutes Smartphone dabei hat. Für diejenigen, die den Artikel hilfreich fanden: Ich würde mich freuen, wenn Ihr mich durch den Kauf meiner Kalender und Bilder etc. unterstützt. Vielen Dank !

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Welche Fotoausrüstung für Zimbabwe, Namibia und Botswana

Die Fotoausrüstung, die wir nach Afrika mitgenommen haben, findet Ihr im folgenden aufgelistet. Ausserdem habt Ihr die Möglichkeit die genutzte Fotoausrüstung über unseren Foto-Shop direkt zu bestellen und weitere technische Details abzufragen. Dort gibt es auch noch jede Menge Extras.