2018 – Dez – Tansania / Sansibar

Reisebericht: 10 Tage Reise durch Tansania und Sansibar. Empfehlungen und Tipps für Fotografen und Reisende.



Tag 1: München -> London (Renaissance Hotel London Heathrow)

Tag 2: London -> Zürich -> Dar es Salaam (Protea Hotel by Marriott Dar es Salaam)

Tag 3-5: Dar es Salaam -> Seronera (Kubu Kubu Lodge – Serengeti)

Tag 6: Ngorongoro National Park (Ngorongoro Serena Lodge – Ngorongoro Kraterrand)

Tag 7: Ngorongoro National Park -> Karatu (Kitela Lodge – Karatu)

Tag 8-10: Karatu -> Zanzibar (GOLD Zanzibar Beach House)

Reise wurde organisiert und gebucht über: Karibu Safaris in München

WICHTIGES vorneweg (alle Angaben ohne Gewähr):

Landeswährungen: Tansania und Sansibar haben den „Tansania Schilling“, aber US-Dollar werden überall akzeptiert. Möglichst kleine USD Scheine mitnehmen für Trinkgeld, welches in USD erwartet wird. Ansonsten funktioniert Kreditkartenzahlung überall problemlos. Ausserdem benötigt man für die Einreise nach Tansani ein VISUM, welches für 50 USD in bar direkt am Flughafen bei der Einreise erworben werden kann.

Impfungen: Aus Deutschland kommend sind keine Impfungen – auch Gelbfieber nicht – vorgeschrieben. Es empfehlen sich jedoch die Standardimpfungen, siehe Vorschläge auswärtiges Amt. Malariaprophylaxe gilt nur für Tansania, hier muss jeder für sich abwägen, ob oder ob nicht. Sansibar gilt als Malariafrei

Gepäck: Wenn man in Afrika mit dem Kleinflugzeug reist, dann sollte man auf „weiches“ Gepäck (z.B. Sporttaschen) achten und ebenso auf die Gewichtsbeschränkung (die aber oft nicht ganz genau genommen wird). Das Fotoequipment sollte definitiv an Bord mitgenommen werden, deshalb auf Kabinengepäcksmasse achten (!)

Hilfreich: Ein kleines Taschenmesser sowie eine starke Taschenlampe mit Ersatzbatterien sind oft sehr nützlich. Die Handytaschenlampe tut es zur Not auch, leuchtet aber oft nicht weit genug.

Die Reisetaschen sind wieder gepackt. Insgesamt 46kg Gepäck, genau soviel, wie erlaubt. 15kg davon der Fotorucksack. Wir haben wieder Outdoor Bekleidung dabei (Zwiebelprinzip) und für Sansibar (ähnlich unserem Mauritius Trip) auch noch Badesachen. Mit dabei auch wieder die Wanderschuhe und ein paar feste Turnschuhe.

Diese sollte sorgfältig und nach persönlichen Bedürfnissen gepackt sein. Wichtig bei allen Reisen ist das Zusammenstellen der Reiseapotheke VOR der Reise.

Mindestens sollte folgendes dabei sein:

  • Desinfektionsmittel,
  • Pflaster/Verbandszeug,
  • Mittel gegen Mücken-/Insektenstiche,
  • Schmerz- und Fiebermittel
  • Entzündungshemmende Mittel
  • Fieberthermometer
  • Mittel gegen Magen-Darm

Je nach Reisegebiet zusätzlich:

  • Insektenschutz
  • Reisetabletten
  • Mittel gegen Allergie
  • Gutes Sonnenschutzmittel.

Von der letzten Tour noch immer begeistert von der „dicken Berta“ (Nikon 200-400 VR II) habe ich mir dieses Objektiv zugelegt. Es passt mit Kamera perfekt in den Lowepro Runner 450. Außerdem dabei eine Nikon D500, eine Nikon D850, das bewährte Tamron 150-600 G1, das Nikon 20mm und das Nikon 24-85mm. Zusätzlich ein Bean Bag. Vorweg gesagt, dass 20mm hätte ich auch zuhause lassen können, kam nicht einmal zum Einsatz.

  • Stativ:
    • Bean Bag

Alles zusammen 15kg „Handgepäck“.

Tag 1: Diesmal geht die Anreise über London, wo wir die erste Nacht verbringen. Diese ist allerdings recht kurz, da wir schon um 06:00Uhr nach Zürich fliegen.

Tag 2: Pünktlich an Bord, eigentlich alles perfekt, bis einer Afrikanerin einfällt, dass sie ihren Pass im aufgegebenen Koffer hat. Dieser muss nun rausgesucht werden. Das dauert 45min und unser Anschlussflug ab Zürich ist in Gefahr. Sehr knapp – 20min vor Abflug – erreichen wir unsere Maschine nach Dar es Salaam. An Bord werden wir daran erinnert, dass ein „Direktflug“ eben nicht „Non-Stop“ ist und so lernen wir auch Kenia mit einem Zwischenstop in Nairobi kennen, also zumindest den Flughafen. Mehr als pünktlich landen wir dann um 22:00Uhr Ortszeit in Dar es Salaam. Tanzania liegt im Winter 2h vor der deutschen Zeit. Die Immigration kostet 50USD, zahlbar in bar, ist schnell und die Mitarbeiter sind freundlich. Nach 20min haben wir unser Gepäck und Visum und entdecken in dem Gewusel auch unseren Fahrer. Weitere 30min später kommen wir im Hotel an und haben jetzt wider Erwarten 5h Zeit um noch zu schlafen. Draußen hatte es um diese Zeit noch immer schwüle 28 Grad Celsius und Nieselregen. Dar es Salaam ist eine typische afrikanische Grossstadt mit knapp 5Mio Einwohnern.

Tag 3: Um 05:30Uhr geht es mit dem selben Fahrer zum Domestic Airport, wo wir bei „Flight Link“ einchecken. Typisch für Afrika, alles ist sehr „relaxed“. Taschen gibt man ab, baggage tag? Erst auf Nachfrage. Ticket noch handgeschrieben. Aber irgendwie geht es auch so. Wir haben noch eine Stunde Zeit und stärken uns mit Bananenkuchen und Wasser für 5USD. Wer hat gesagt Tanzania wäre billig? Pünktlich um 07:00Uhr hebt unsere Cessna 208 ab. Auch hier ist direkt nicht gleich Non-Stop und so fliegen wir erst nach Sansibar, dann Arusha und am Schluss in die Serengeti. Auf dem Weg nach Arusha sehen wir den Kilimanjaro aus dem Flugzeug. Sehr beeindruckend.º

In Arusha müssen wir den Flieger ungeplant verlassen und auf dem Vorfeld warten.

Afrikanische Gelassenheit ist angesagt, vor allem, wenn einem mitgeteilt wird, dass es erst in 3 Stunden weitergeht (ohne Grund) und die Airline einem dafür das Mittagessen bezahlt. Der Fug von Arusha nach Seronera, in der Serengeti, dauert nochmal 1h und auch wenn landschaftlich sehr schön, wünschen wir uns endlich anzukommen, was dann um 14:30Uhr – nach 8h Anreise aus Dar es Salaam –  auch der Fall ist. Am „Terminal“ erwartet uns Robert, unser Guide für die nächsten 4 Tage.

Wir entscheiden das Mittagessen ausfallen zu lassen und direkt auf den Safari Drive zu gehen, was definitiv die richtige Entscheidung war, wie sich später noch rausstellen sollte. Kaum losgefahren sehen wir einen Geparden, der Sekunden vorher eine junge Thomson Gazelle erlegt hat. Kein anderes Fahrzeug in der Nähe, absolute Ruhe, bis auf das Krachen der Knochen der armen Antilope. Aber das ist Mutter Natur, Freude für die Einen, Leid für die Anderen. 

Danach fahren wir weiter und sehen Elefanten, Gnus, Zebras und vieles mehr. Der Hauptunterschied zu unseren bisherigen Afrika Reisen ist die Landschaft. Endlose Weite und die typischen Akazienbäume, auf denen wir kurze Zeit später auch einen schlafenden Leoparden entdecken.

Eine Stunde später zeigte sich dann, warum es richtig war das Mittagessen ausfallen zu lassen. Es fängt an wie aus Eimern zu regnen und wir haben das Gefühl auf einer Wasserstraße unterwegs zu sein. Als wir an der Lodge ankommen regnet es noch immer, aber kurze Zeit später klärt es auf und es ist herrliche Luft und die Kubu Kubu Lodge – unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte – erstrahlt im Sonnenuntergang.

Wir ruhen uns ein wenig aus und gehen früh zum Abendessen, denn die lange Anreise hat uns irgendwie geschafft.

Tag 4: Um 08:00 Uhr – deutlich später, als wir das von unseren bisherigen Safaris gewohnt sind – brechen wir nach dem Frühstück auf. Es ist ein schöner, sonniger Morgen und auch schon sehr warm. Auf der Fahrt kommt dann die erste und für den Tag einzige Tse Tse Fliege in unseren Wagen. Glücklicherweise erledigt unser Fahrer sie schnell. Wir sehen viele Löwen und riesige Herden von Zebras, Gnus und Büffeln.

Die Landschaft ist auch an Tag 2 atemberaubend. Grasflächen soweit das Auge reicht, die riesigen Akazienbäume und blauer Himmel mit Kumuluswolken, die sich zum späten Abend wieder zu einem kräftigen Gewitter zusammenschliessen werden.

Zum ersten Mal sehen wir Löwen „in den Bäumen liegend“. Ein ungewohnter Anblick. Ausserdem viele verschiedene Vogelarten, unter anderem den Sekretär.

In der Nähe der Löwenrudel sind leider immer sehr viele Fliegen, die zwar nichts tun, aber trotzdem sehr nerven.

Zurück in der Lodge komme ich mit dem Besitzer Willy Chambulo ins Gespräch. Er lädt uns zu Gin Tonics „Willy Style“ ein und erzählt uns eine Wahnsinnsgeschichte, wie er sich hochgearbeitet hat und heute ein Reiseimperium aus über 20 Lodges und einem Safariveranstalter (Kubo Safaris) erschaffen hat, mit mehr als 900 Mitarbeitern.

Noch während des Abendessens fängt es an zu gewittern und es blitzt alle 20sec. Ein echtes Schauspiel. Mitten in der Nacht werden wir von Löwengebrüll geweckt, welches praktisch neben unserem Zelt stattfindet. Sehen können wir nichts, aber am nächsten Morgen werden wir wissen „wie nah sie waren“, denn sie haben ihre „Markierungen“ direkt neben unserem Zelt hinterlassen.

Tag 5: Abreise aus Kubu Kubu. Vanessa, die Chefköchin. verabschiedet uns herzlich. Los geht es durch die Serengeti. Die Landschaft ist wieder anders und erneut atemberaubend. Grüne weite Flächen und immer wieder andere Tierarten.

Auch die Löwen im Baum sehen wir wieder, ein unvergessliches Erlebnis.

Später sehen wir noch eine Hyäne, die einen frischen Kadaver gegen mindestens 50 Geier verteidigt, bis sie satt ist und die Geier den Rest übernehmen.

Anschließend geht es weiter Richtung Süden zum Serengeti Eingangstor, wo wir Mittagessen und unser Fahrer die Gebühr bezahlt.

Punkt 14:00 Uhr müssen wir raus sein. Alle Permits sind hier strikt zeitlich geregelt. 

Jetzt nähern wir uns den großen Gnu- und Zebraherden, die südlich der Serengeti migriert sind. Kilometerlang nichts als Gnus, Zebras und Thomson Gazellen.

Langsam nähern wir uns auch dem Ngorongoro Krater. Die Serengeti geht direkt in das Ngorongoro Schutzgebiet über, ca 20km hinter dem Serengeti Eingangstor und hat eine sichtbare Steingrenze. Diese ist nötig, da die Massai im Ngorongoro Gebiet Viehzucht betreiben dürfen, nicht aber in der Serengeti. Aus diesem Grund wechseln sich dann plötzlich Gnus und Zebras mit Rindern und Eseln ab. 

Langsam steigt der Weg zum Kraterrand an und die Straße ist positiv ausgedrückt verbesserungsbedürftig. Man wird hier extrem durchgeschüttelt und muss aufpassen, dass alles da bleibt, wo man es hingelegt hat. Die Fahrt von der Serengeti zum Krater dauert gut 2,5h ohne größere Stops. Am Kraterrand tut sich dann ein Paradies auf. Ein spektakulärer Blick und man versteht, warum dieser Krater Weltkulturerbe ist.

Wir übernachten in der Ngorongoro Serena Lodge. Anders als erwartet ist diese nur 22 Jahre alt (sieht aus, wie aus den 60ern) und ist gut gepflegt. Der Blick vom Zimmer (von jedem Zimmer) ist unbezahlbar (oder sagen wir den teuren Übernachtungspreis der Lodge wert). Wir können uns kaum satt sehen an diesem Blick und genießen einen Kaffee im Barbereich mit großem Panoramafenster. Definitiv einer der schönsten Aussichtspunkte, die ich bisher gesehen habe.

Tag 6: Heute ist der 24. Dezember … Merry Xmas! Etwas hektisch wird es am Morgen, 06:30Uhr Frühstück und 07:00Uhr Abfahrt inklusive auschecken etc. ist etwas wenig Zeit. Der Krater liegt unter Wolken, aber so hoch, dass im Krater gute Sicht mit ersten Sonnenstrahlen ist.

Der Abstieg oder besser die Abfahrt dauert ca. 30min und ich würde den Weg nicht unbedingt als Straße bezeichnen. Im Krater begrüßen uns die ersten Tiere und das Panorama mit leichten Nebelschwaden vor den Kraterwänden ist traumhaft.

Auch was die Temperaturen angeht, ist es deutlich wärmer als gedacht. Wieder und wieder wechselt die Landschaft und wir sehen reihenweise Zebras, Gnus, Thomson Gazellen und Elefanten sowie unzählige Grosskatzen, und Vogelarten von Adlern bis Störchen.

Wenn man einen Platz Paradies nennen möchte, so hat der Ngorongoro Krater diesen Namen mehr als verdient.

FOTOTIPP:

Im Krater, wie auch in der Serengeti ist off-road-fahren verboten. Deshalb gilt: je mehr Brennweite desto besser. Gleichzeitig bringt alles über 600mm bei warmen Temperaturen wenig, da das Hitzeflimmern die Schärfe rausnimmt. Der Mix aus Nikon D850 mit dem Nikon 200-400mm VR II und der Nikon D500 mit dem Tamron 150-600mm erwies sich als ideal. Jederzeit war ausreichend Telebrennweite vorhanden, so konnte ständig gewechselt werden und man verpasste nichts. Für die Weitwinkel reicht m.E. hier auch ein IPhone, wenn man nicht ständig Objektive wechseln will, was bei dem Staub nicht wirklich zu empfehlen ist. Aber wer auf Landschaften steht, der mag eine der Kameras ggfs lieber mit einem Weitwinkel bestücken. Da die Safaritouren verglichen mit Südafrika oder Botswana recht spät morgens starten (gegen 8Uhr) ist es in der Regel schon hell genug und man kommt auch mit lichtschwächeren Objektiven, wie dem Tamron gut klar, hat dafür aber mehr Reserve bei der Brennweite. Auch abends ist es länger hell, zumindest im Dezember, so dass man ausreichend lange Licht hat. Die ISO mussten wir kein einziges Mal über 1000 hochdrehen. 

Soweit wir erfahren konnten kann man sich zumindest für die Serengeti Off-Road-Touren für Fotografen buchen. Des weiteren sollte man entweder 2 Nächte in der Lodge am Kraterrand oder 2 Nächte außerhalb, z.B. im Farmhouse buchen. Dadurch kann man einen vollen Tag im Krater genießen und nicht wie wir nur 6 Stunden, da das Permit dann abläuft (ist nur 24h gültig!). Das ist etwas blöd geregelt und man sollte das wissen, bevor man bucht. Ich hätte diese Extrazeit im Krater gern gehabt – aus fotografischer Sicht – für meine Frau waren die 6h ausreichend.

Gegen 13:00Uhr machen wir uns auf den Rückweg. Der „Aufstieg“ dauert ca. eine Stunde. Auf dem Weg fahren wir noch am Grab von Prof. Grzimek und seinem Sohn Michael vorbei. Vorbeifahren ist hier die richtige Beschreibung. Es ist eine Steinpyramide am Straßenrand, mehr nicht.

Eigentlich eher traurig für diesen verdienstvollen Menschen. Am Parkeingang, der für uns der Ausgang und das Ende der Safari ist werden wir noch von einem großen Pavianmännchen begrüßt, der unser Auto inspiziert, während unser Guide zum letzten Mal die Papiere erledigt.

Eine weitere Stunde später kommen wir in der Kitela Lodge, unserer letzten Übernachtung vor dem Abflug nach Sansibar an. Die Lodge ist wunderbar in einer Kaffeeplantage gelegen und wie schon öfter, fährt man auf dem Weg dorthin durch ärmlich aussehende Viertel mit Menschen, die wirklich nicht viel haben, um dann in einer Lodge auf europäischem 3-4 Sterne Niveau zu landen.

Tag 7: Die Fahrt nach Arusha dauert nochmal knapp 4 Stunden und wir kommen zu dem Schluss, das wir beim nächsten Mal auf einen Stop wie Kitela verzichten würden und stattdessen lieber noch eine Nacht im Tarangiere NP verbracht hätten (z.B. im Camp Maramboi). Dadurch hätte man insgesamt einen Tag mehr mit den Wildtieren gehabt. Auch die Frage, ob man Sansibar nicht hätte ausfallen lassen sollen kommt auf, wir haben am Ende gemeint, dass es zu unserer Tour gepasst hat und 3 volle Tage dort ausreichen.

Der Flug von Arusha nach Zanzibar dauert 1,5h und die Ankunft ist wieder ein Abenteuer für sich.

Das Gepäck wird per Hand in die Wartehalle gebracht. Bei 29 Grad echte Schwerarbeit für die Träger. Am Ausgang wartet unser Fahrer und wir benötigen noch einmal 1,5h über wirklich abenteuerlichen Straßen bis zum Hotel GOLD am Kendwa Beach. Auf den letzten 2 Kilometern fragt man sich, wo hier ein Hotel sein soll. Es geht über eine Schlaglochpiste, die ihresgleichen sucht und dann endlich kommt das Hoteltor. Wieder ein unwirkliche, surreale Szene. Vor dem Tor absolute Armut und nur einige wenige, nicht sonderlich einladende, Bars und dahinter erste Welt, alles vom Feinsten.

Nach gut 10h Anreise (!) gehen wir erstmal erschöpft essen. Das Buffet ist der absolute Hammer, alles frisch. Es gibt soviel Auswahl, vor allem Fisch und Meeresfrüchte, dass man sich den ganzen Abend durch die kulinarischen Genüsse futtern möchte.

Tag 8: Das Frühstücksbüffet schließt sich qualitativ nahtlos an das Abendessen an. Auch wenn das Hotel viele Gäste hat muss man nirgendwo Schlange stehen und alles ist entspannt. Der Strand ist traumhaft schön. Sehr feiner, weißer Sand direkt vor unserem Hotel.

Dennoch sind wir froh unsere Badeschuhe gekauft zu haben, da es bei Ebbe doch ein paar scharfe Muschelstücke gibt und hier und da auch einen Seeigel im Wasser. Das Wasser ist türkiesblau und der Blick unbezahlbar. Die für diese Länder üblichen Strandverkäufer gibt es auch hier. Die Temperaturen sind inzwischen bei über 30 Grad angelangt und man freut sich über den kühlenden Meerwasserpool.

Zum Sonnenuntergang mache ich noch ein paar Bilder.

FOTOTIPP:

Eigentlich ist abends ja das schönere Licht, jedoch ist auf Zanzibar die Mittagszeit für tolle Fotos m.E. besser. Trotz der harten Kontraste kommt der weiße Strand und das blaue Meer farblich einfach besser raus und zeigt die wahre Schönheit des Inselstrandes.

Am Abend stelle ich dann fest, dass selbst LF 50 nicht ausreicht einen Sonnenbrand zu vermeiden. Meine Brust und Bauch sind knallrot, obwohl ich bis auf den Strandspaziergang den ganzen Tag im Schatten gelegen habe. Also bitte entsprechend vorsichtig sein, man unterschätzt die Sonneneinstrahlung hier gewaltig, was ich auch bei vielen anderen Gästen feststellen konnte. 

Tag 9: Es ist wieder ein strahlend schöner Tag mir herrlichen 30 Grad, blauem Himmel, keiner Wolke und einer erfrischenden Brise.

Wir verbringen den Tag am Pool und lassen uns von kleinen Geckos mit Kokospalmenblüten bewerfen.

Am Abend werden wir von Roberto, dem Hotelmanager, zum Dinner am Strand eingeladen. Ein Traum. Barfuß im Sand sitzen, Kerze, man kann von Romantik sprechen. Das Menü der Hammer, gekrönt von einer frischen Languste.

Besser geht es nicht.

FOTOTIPP:

Rechts den Strand runter vom Hotel kommt nach ca 150m eine Strandbar mit Sitzsäcken direkt am Meer. Zum Sonnenuntergang ein magischer Platz mit guter Musik. Zum Sundowner ideal und fotografisch kann man tolle Sonnenuntergänge festhalten.
 

Tag 10: Abreisetag. Wir können unser Zimmer bis zur Abholung um 16 Uhr behalten. Es geht ein letztes Mal an den traumhaften weißen Sandtrand.

Ein wirkliches Paradies. 

Pünktlich um 16 Uhr steht unser Fahrer da und 1,5h später erreichen wir wieder den Flughafen von Zanzibar, wo wir bei „Precision Air“ einchecken. Der Flug von Sansibar nach Dar es Salaam dauert kurze 15min.

FOTOTIPP:

 

(allerdings ohne Gewähr) so lange Ihr die normalen Masse eines Bordkoffers nicht überschreitet und dieser unter den Vordersitz passt, ist alles OK. Der Lowe Pro Runner 450 z.B. geht. Gewogen wird das Handgepäck nicht, aber die Bin’s sind meist zu klein.

In Dar es Salaam angekommen muss man sein Gepäck holen und dann erneut zum Check in. Anders als erwartet müssen wir keine 30USD pro Person für die Ausreise bezahlen. Aber man muss ein Ausreiseformular ausfüllen, was einem nur leider nicht vorher gesagt wird und so steht man einmal an und dann nach dem Ausfüllen nochmal. Ärgerlich! Alles wird dann gefühlt 3 Mal kontrolliert, an immer wieder neuen Kontrollpunkten. Unsinnige Bürokratie, aber es beschäftigt Leute. Auch das ist Afrika. 

Wir dürfen in die Lounge, was das Ganze erträglicher macht. Es gibt ein paar Getränke und gute Sitzmöbel. Wir müssen lange 3h warten, dann geht es endlich los. Im Flieger schlafen wir sofort nach dem Start ein und werden erst bei der Landedurchsage des Kapitäns wieder wach. 

Der Rückflug nach Zürich hat 8:45h gedauert, von denen wir wenig mitbekommen haben. Über Zürich und London geht es wieder nach München, wo wir um 16:35Uhr endlich landen. Die lange Flugroute haben wir einem Swiss Partner Tarif zu verdanken, der mit absoluten Schnäppchenpreisen ab London geworben hat. Insgesamt viel Wartezeit und man ist ziemlich kaputt, aber der Preis war unschlagbar.

FAZIT: Eine traumhafte Reise mit herrlichen Fotomotiven, sowohl in Tansania, als auch auf Sansibar. Insgesamt hätte ich mir 2 Tage mehr Safari gewünscht und kann das nur jedem empfehlen, wenn Zeit keine Rolle spielt und der Geldbeutel es hergibt (siehe Tipps oben). Die Serengeti und der Ngorongoro Krater sollte man zumindest einmal im Leben gesehen haben. Es sind echte Paradiese. Sansibar lockt mit weißen Stränden und traumhaft türkis-blauem Wasser. Mit der richtigen Hotelauswahl (z.B. das Gold in Kendwa) kann man hier nichts falsch machen und verlebt absolut erholsame und unvergessliche Tage.

Noch ein paar Tipps zur Vorbereitung: Wir haben uns diesmal auf das Reisebüro „karibu-safaris.de“ der Familie Sears in München verlassen, einem Spezialisten, gerade für Tansania und Kenia. Bei der Auswahl sollte man neben der Lodge selbst, die einem gefallen sollte, fragen wo diese genau liegt (z.B. wo in der Serengeti) und wie lange die Transferzeiten sind. Mit dem Guide/Fahrer sollte man im Vorfeld seine fotografischen „Vorlieben“ abklären. Wir haben z.B. besprochen, dass wir nicht unbedingt alle Big 5 sehen müssen und dafür lieber länger an interessanten Plätzen oder Situationen bleiben möchten. 

Für den Safari Neuling sind all diese Punkte weniger wichtig, da es in jedem Fall immer spannend ist, wenn man wilde Tiere erstmals auch wirklich wild sieht. Diese Spannung nimmt auch mit zunehmender Erfahrung nicht ab, aber man wird halt anspruchsvoller was gute Gamedrives und Lodges angeht. Deshalb ein weiterer Tipp. Gute Lodges sind nicht billig, aber oft lohnt der Mehrpreis, da Service, Essen und Exklusivität am Ende doch den Unterschied machen.