Reisebericht Zimbabwe / Botswana (Mai 2018)

Reisebericht Zimbabwe, Namibia, Botswana: 15 Tage Fotoreise

15 Tage Fotoreise durch Zimbabwe, Namibia und Botswana, unsere Tour:

Tag 1: München -> Paris -> Zürich -> Johannesburg

Tag 2: Johannesburg -> Victoria Falls (Batonka Guest Lodge – Zimbabwe)

Tag 3: Victoria Falls

Tag 4: Victoria Falls -> Kasane (Kubu Lodge Kasane – Botswana)

Tag 5: Kasane -> Zambezi Queen – Namibia

Tag 6: Zambezi Queen

Tag 7: Zambezi Queen -> Ghoha Hills (Ghoha Hills Savuti – Botswana)

Tag 8-9: Ghoha Hills

Tag 10:  Ghoha Hills -> Camp Okavango

Tag 11: Camp Okavango

Tag 12: Camp Okavango -> Sango Safari Camp

Tag 13-14: Sango Safari Camp

Tag 15: Sango Safari Camp -> Maun -> Johannesburg -> Zurich -> Paris -> Munich

Reise wurde organisiert von: African Special Tours

Woran man bei einer Reise durch Zimbabwe, Namibia und Botswana unbedingt denken sollte:

Landeswährungen: Simbabwe: „Simbabwe Dollar“ , aber US-Dollar werden überall akzeptiert und erwartet. Möglichst kleine USD Scheine mitnehmen für Trinkgeld, welches ebenfalls in USD erwartet wird. Botswana: Botswanischer Pula, aber auch hier werden USD in den Lodges gern genommen. Ansonsten funktioniert Kreditkartenzahlung überall problemlos.

Impfungen: Aus Deutschland kommend sind keine Impfungen – auch Gelbfieber nicht – vorgeschrieben. Es empfehlen sich jedoch die Standardimpfungen, siehe Vorschläge auswärtiges Amt. Malariaprophylaxe gilt nur für Südafrika, hier muss jeder für sich abwägen, ob oder ob nicht.

Gepäck: Wenn man in Afrika mit dem Kleinflugzeug reist, dann sollte man auf „weiches“ Gepäck (z.B. Sporttaschen) achten und ebenso auf die Gewichtsbeschränkung (die aber oft nicht ganz genau genommen wird). Das Fotoequipment sollte definitiv an Bord mitgenommen werden, deshalb auf Kabinengepäcksmasse achten (!)

Hilfreich: Ein kleines Taschenmesser sowie eine starke Taschenlampe mit Ersatzbatterien sind oft sehr nützlich. Die Handytaschenlampe tut es zur Not auch, leuchtet aber oft nicht weit genug.

Bekleidung: Am besten „Zwiebelprinzip“ Funktionskleidung und feste Schuhe. Da es in den bereisten Ländern im Mai „Winter“ ist, sollte man vor allem für abends und nachts, sowie den frühen Morgen auf kalte Temperaturen vorbereitet sein, die auch schon mal an den Gefrierpunkt gehen können. In den Lodges in Afrika kann man seine Kleidung in der Regel kostenlos oder gegen geringen Aufpreis waschen lassen. Man bekommt sie entweder am gleichen Tag oder am nächsten zurück. Das spart eine Menge Gepäck.

Reiseverlauf 15 Tage Fotoreise, Vorbereitung, Highlights und Fazit

Afrika – Flugreise. Ein Traum für jeden Fotografen und ein Erlebnis für die Ewigkeit.

Tag 1: Abflug: Es geht von München über Paris, Zürich, Johannesburg nach Victoria Falls (VFA). Die Reise startet mit einer ersten kleinen Katastrophe. Das Gepäck hat bereits den ersten Flug nach Zürich nicht geschafft. Das Bordpersonal der Swiss ist super und versorgt uns mit Baumwollschlafanzügen, die in Afrika sicher auch als Tageskleidung durchgehen. Das Fotoequipment haben wir glücklicherweise nicht eingecheckt und den Rest kann man notfalls kaufen. Also erstmal den Flug genießen.

Tag 2: Beim Anflug auf Victoria Falls kann man die Victoria Fälle schon im Landeanflug an der bis zu 500m hoch aufsteigenden Gischt erkennen.

Landung in VFA. Man hat irgendwie nicht das Gefühl, sich auf einem „Internationalen“ Flughafen zu befinden. Aber immerhin fliegt South African den 1:20h Flug mit einem A340 (!)

Die Einreise dauert eine gefühlte Ewigkeit. Wir hatten nur 10 Personen vor uns, aber der Visa Beamte benötigt gut 5 min pro Person. Schade für die 240 Leute hinter uns. Kleiner Tipp, Kugelschreiber sind Mangelware – deshalb immer dabei haben. Das Kaza Visum für Zimbabwe und Sambia ist preisgleich mit dem Zimbabwe Visum, lohnt sich also (ca 50USD). Danach ging es zum Lost and Found. Erst dachten wir „ok, das wird nie was“. Aber nach 10 Min hatten wir bereits die erste E-Mail mit allen Gepäck-Trackingdaten. Am Ausgang stand unser Fahrer mit Namensschild und ab ging es zur ersten Unterkunft.

Batonka Guest Lodge. Von außen kaum zu ahnen, ein kleines Paradies.

Das Personal extrem freundlich, wie alle Zimbabwer (sie sind alle sehr stolz auf ihr Land) und die Zimmer und Garten einfach toll. Auf Empfehlung der Batonka Mitarbeiter sind wir dann gegen 17 Uhr mit dem Taxi zur Safari Lodge gefahren. Die Taxipreise sind moderat aber man sollte vorher den Preis ausmachen. Die Safari Lodge bietet eine spektakuläre Aussicht auf den Sonnenuntergang. Wirklich ein erstes Highlight und gerade noch rechtzeitig.

FOTOTIPP:

Fotografisch sollte man ein Tele, am Besten 70-200mm dabei haben. Notfalls tut es aber auch ein Handy für den Moment.

Zwei Zambezi Bier später (wird tatsächlich in Victoria Falls gebraut) sind wir wieder im Hotel und haben einen fantastischen Sonnenuntergang erlebt. Nach einem hervorragenden 3-Gäge-Menü im Hotel (lohnt sich definitiv) geht es ins Bett, mit der Hoffnung am nächsten Tag unser Gepäck zu bekommen.

Tag 3: Um 7 Uhr geht es zum Frühstück und dann zu Fuß zu den Wasserfällen. Nach ca 1h mit verschiedenen Stopps im Souvenirläden, um Mützen und T-Shirts (beides wegen fehlendem Gepäck) zu kaufen, erreichen wir Victoria Falls Entrance und 60 USD ärmer sind wir auch schon drin. Für weitere 6 Dollar leihen wir uns Regenponchos und nach 2 Käsesandwich und 2 Cola für 18 USD geht es los (niemand hat gesagt Zimbabwe wäre billig). Von Lookout 1 bis 6 bekommen wir nur etwas Gischt ab. Danach ist es eher wie ein Wolkenbruch. Der Zambezi führt Hochwasser und rund 500mio Liter Wasser pro Minute donnern nach unten. Spektakulär!

Nach ca. 2,5h gehen wir zurück und laufen zum Victoria Falls Hotel. Hier scheint die Zeit im letzten Jahrhundert stehen geblieben zu sein. Wir genießen den High Tea für ca 30USD. Absolut empfehlenswert und ein toller Ort um runterzukommen und abzuschalten.

Danach laufen wir wieder zur Lodge zurück. Insgesamt haben wir bei der „Lauferei“ Elefanten, Paviane und Affen sowie eine Mangusten Familie gesehen. Elefanten – wild – so nah an einer Stadt haben wir vorher (tagsüber und zu Fuss) so noch nie gesehen. Victoria Falls kann übrigens sehr gut zu Fuss erkundet werden und gilt grundsätzlich als sicher für Touristen. Dabei gilt wie immer die im Ausland nötige Vorsicht. Wir hatten keine Probleme und jeder war hilfsbereit und nett. Zurück im Guesthouse teilt man uns freudig mit, dass unser Gepäck angekommen ist. Ein Traum wird wahr.

Tag 4: Wir sind früh wach und entscheiden uns zum Lookout Café zu laufen. Der frische Elefantendung entlang der Strecke zeigt, dass wir nicht allein sind. Sehen tun wir dennoch keine. Am Café angekommen hat man das Gefühl am Eingang zum Paradies zu stehen. Einen solch majestätischen Ausblick haben wir nie zuvor gesehen. Der Zambezi führt Hochwasser und die Felsenwände sind goldgelb in das aufgehende Sonnenlicht getaucht. Außer uns und dem Personal ist keiner da. Wir bestellen 2 Kaffee und genießen den Blick.

FOTOTIPP:

Das Lookout Cafe: Ein absolutes Muss für jeden Fotobegeisterten und definitiv a „must see“ beim Besuch der Victoria Falls. Tipp: Bei Vollmond auch abends dorthin gehen (reservieren!), da dann der Mond über der Schlucht aufgeht.

Für den Rückweg nehmen wir das kostenlose Café eigene Shuttle in Anspruch. Pünktlich um 11:30 Uhr werden wir abgeholt und mit dem Bus über die Grenzstation Kazangula nach Botswana gebracht. Die Einreise ist wie immer ein Abenteuer mit vielen Stempeln und unsinnigen Regeln (jeder muss auf eine alte Matte mit Desinfektion treten, um die Schuhsohlen zu säubern, die hinterher deutlich dreckiger sind, als zuvor). Gegen 13 Uhr erreichen wir die Kubu Lodge. Ein 30 Hektar großes Areal, direkt am Chobe River. Der Garten ist ein Traum, die Lodge eher nicht. Für den Preis deutlich zu runtergekommen. Ist glücklicherweise nur für eine Nacht und TripAdvisor hatte uns ja gewarnt. Tipp: Wer das nötige Kleingeld hat, sollte in die Chobe Lodge gehen, dann aber mindestens 2 Nächte. Um 15 Uhr gehen wir auf die erste Safari Tour. Die Highlights sind die Sichtung einer schwarzen Mamba und die Erkenntnis, dass manche Menschen einfach nicht auf Safari gehen sollten.

Was war passiert? Eine Frau, die uns vorher noch erzählt hat, dass sie Gleichgewichtsstörungen hat, wollte eine Löwin fotografieren, die 10m entfernt an unserem Wagen vorbeilief. Plötzlich gab es einen „RUMS“ und dann lag sie auch schon neben dem Jeep. Glücklicherweise auf der der Löwin abgewandten Seite, so dass die Löwin nach einem kurzen Stop einfach weiterlief. …. Aus diesem Grund noch einmal die Grundregeln bei einer Safari: Im Auto sitzen bleiben, ausser der Guide erlaubt das Aufstehen und definitiv nichts aus dem Auto „hängen“ lassen oder versuchen auf dem Auto rumzuklettern.

Tag 5: Gegen 7:00 Uhr ist die Nacht zu Ende. Wir packen und gehen Frühstücken. Anschließend laufen wir ein wenig im Garten rum, beobachten einen Fischotter und um 12:30 Uhr werden wir abgeholt und nach Kasane gefahren, wo wir die abenteuerliche Grenze von Botswana nach Namibia erreichen. Hier werden wir schon von einem Mitarbeiter der Zambezi Queen erwartet. Irgendwie hatte man sich die Grenzstation am Fluss anders vorgestellt, aber es geht auch so.

Nach ca 20min Fahrt mit dem Tenderboot erreichen wir die Namibische Grenzstation auf der anderen Seite des Flusses. Wiederum abenteuerlich und der Beamte mit Sonnenbrille ist noch cooler als ein Eimer Eiswürfel. Hier will man besser kein Problem haben.

Wieder zurück auf dem Tenderboot fahren wir noch ca 10 min, dann sehen wir die Zambezi Queen schon majestätisch im Fluss liegen. Ein 5 Sterne Schiff ohne Frage. Luxus pur, alles hell, freundlich und sauber.

Nach einer Sicherheitseinweisung gibt es Mittagessen, dann erstmal ausruhen und auspacken und um 16 Uhr die erste Boots-Safari. Traumhaft mit dem Schnellboot über den Chobe River zu fahren. Der Sonnenuntergang auf dem Wasser ist spektakulär.

Zurück auf dem Boot gibt es Abendessen und vorne weg noch einen Vortrag von Bernard, unserem Guide, über Namibia. Das Essen ist – wie erwartet köstlich – und nach einigen Gläsern Wein kann man den Abend entspannt ausklingen lassen.

Tag 6: Zum Sonnenaufgang gehen wir an Deck für einen ersten Kaffee. Wieder ein Traumtag. Um 7:00 Uhr startet die Birding Tour. Wir sind nur zu zweit. Der Vogelreichtum am Fluss ist unglaublich. Besonders faszinierend sind die Fischadler, von denen es hier reichlich gibt und die Kingfisher in allen Varianten.

FOTOTIPP:

Definitiv die Birding Tour mitmachen. Um die Zeit wollen viele Gäste noch schlafen und man ist in einer kleinen Gruppe unterwegs. Die Fotomotive sind zahlreich und das Licht ist unbezahlbar schön.

Gegen 9:00 Uhr sind wir zurück an Bord und es gibt Frühstück. Um 10 Uhr soll es eine Tour in ein namibisches Dorf geben. Wir skippen diese und bleiben an Bord, wo wir die kurze Fahrt zur nächsten Anlegestation genießen und einfach mal nichts tun. Wenn man das „Haar in der Suppe“ von diesem Teil des Urlaubs sucht, so sind wir etwas enttäuscht, dass das Schiff nicht – wie erwartet-  den ganzen Tag den Fluss rauffährt, sondern lediglich ca 10 km und dann wieder an einer Mole festmacht. Fahren wäre viel schöner, geht aber wohl wegen des Hochwassers nicht. Der Ausblick vom neuen Ankerplatz ist wiederum spektakulär schön. Am Nachmittag geht es weiter mit einer Wassersafari im Speedboot. Viel zu sehen, Hippos, Adler, Ibisse, Krokodile und ein einsamer Cape Büffel. Gehen 18 Uhr, nach einem weiteren herrlichen Sonnenuntergang sind wir zurück an Bord. Leider schon die letzte Nacht an Bord. Ein kleiner Tipp noch: Man sollte niemals mit dem Moskito Spray auf den Rauchmelder zielen, es sei denn, man möchte abends um 22 Uhr noch den Kapitän in Unterwäsche kennenlernen.

Tag 7: Wie auf Kreuzfahrtschiffen üblich wird das Gepäck um 09:00 Uhr abgeholt und wir haben noch bis 09:30 Uhr Zeit. Danach geht es auf das Tenderboot und es ist Zeit Abschied von der Zambezi Queen zu nehmen. Wieder die gleiche Prozedur, wie vor 2 Tagen, nur dieses Mal andersrum. Ausreise Namibia und Einreise Botswana. Das Ganze nervt ein wenig. Vom Zoll werden wir direkt zum Flughafen Kasane gebracht. Die Fahrt dauert nur knapp 10min und ein Mitarbeiter von Mack Air begrüßt uns und übernimmt den Check-in der beiden Taschen. Gewicht? Fragt keiner. Größen? Interessieren keinen. Tipp: Grundsätzlich sollte man sich an die Vorgaben der Fluggesellschaften halten, aber so genau nehmen die es nicht, wenn man nicht gerade seinen Hartschalenkoffer dabei hat. Wir sind insgesamt 10 Personen an Bord einer einmotorigen Cesna 208 mit Neuseeländischem Piloten. Der Start geht schnell und mit einer Linkskurve über Kasane geht es Richtung Chobe Lodge. Wir landen einmal zwischen, um Passagiere aussteigen zu lassen, dann geht es auf der Sandpiste schon wieder weiter und nach gut 65min insgesamt landen wir auf unserem Airstrip.

Ein Mitarbeiter von Ghoha Hills empfängt uns mit kühlen, feuchten Tüchern und Obstspiessen, dann geht es zur Lodge. Nochmal ca 45min fahrt. Die Lodge ist super schön. Nach einem leichten Mittagessen ruhen wir uns ein wenig in den bequemen Sesseln aus. Um 16 Uhr dann High Tea und 16:30 Uhr geht es los mit der ersten Mini Safari zum Sundowner. Nichts spektakuläres, aber OK.

Tag 8: Heute ist komplett „Urlaub“ und ausruhen angesagt. Wir bleiben den ganzen Tag in der Lodge und ich fotografiere und filme die Haus-Squirrels… Um 16 Uhr wieder High Tea und 16:30 dann der Sundowner Game Drive, diesmal zum „Hide“ der Lodge. Das Hide (eher ein Unterstand) der Lodge liegt an einem kleinen See. Sehr idyllisch.

Tag 9: Wir haben den Safariwagen ganz für uns allein. Um 06:30 Uhr geht es los. Nach einer guten Stunde Anfahrt sind wir im Savute Gebiet vom Chobe Park angekommen und sehen viele Zebras, Gnus, einen Sekretärvogel (Highlight) und nach viel Fahrerei auch 2 Cheetahs im Gras.

Uns erreicht die Info, dass 3 Löwen ein Zebra erlegt haben und wir machen uns auf den Weg. Als wir ankkommen, liegt das Zebra schon tot in einem Busch und wir sehen nicht viel. Zum „Fototermin“ kommen der Löwe und eine Löwin aber raus. Danach heißt es Mittagessen im Freien. Rem, unser Guide, baut alles mitten im Busch auf. Ein tolles Erlebnis, zumal wir von Zebras und Giraffen umgeben sind. Danach fahren wir zurück Richtung Lodge, wo wir gegen 14 Uhr ankommen, wir sind ziemlich kaputt. Tipp: Der Unterschied bei Ghoha Hills zu anderen Lodges ist, dass man pro Tag einen sehr langen Game Drive macht (ca 7-8h) und am Abend einen verkürzten Sundowner (ca 1,5h) Das Abendessen mit Lean & Elmarie Marnewick, dem Manager Ehepaar, ist wieder sehr nett und wir genießen den letzten Abend. 

Tag 10: Nach dem Frühstück werden wir von Edwin zum Airstrip gefahren. Plötzlich geht alles wieder ganz schnell. Pünktlich um 10:30 Uhr landet unser Flieger. Koffer rein, einsteigen und schon sind wir in der Luft. 25min später landen wir direkt neben Camp Okavango.

Ernie, der Manager, nimmt uns freundlich in Empfang. Das Camp ist neu eröffnet im März 2016 und sehr gut ausgestattet, ausser, dass man hier zum ersten Mal wirklich „off“ ist, da es weder Wifi noch Telefonempfang gibt. Am Nachmittag gehen wir mit Mec, unserem Guide, auf eine Bootsafari. Die Bootsfahrt ist klasse, allerdings ohne große Highlights was Tierbeobachting angeht. Das Abendessen ist gut, aber lange nicht so gut, wie Ghoha Hills.

Tag 11: Um 07:00 Uhr sitzen wir im Boot für unsere Walking Safari. Wir laufen 5 km durch den Busch, was unserer Fitness nach Tagen der Völlerei gut tut. Aber alles was wir sehen (Hyänen, Antilopen, Elefanten etc.) ist viel zu weit weg, um fotografisch etwas daraus zu machen, es sein denn man würde sein 600mm Tele mitschleppen. Gegen 11 Uhr sind wir wieder im Camp und brunchen. Wir haben jetzt echt Hunger. Tipp für Fotografen: Kamera einfach im Camp lassen und den Walk geniessen. Um 16 Uhr unternehmen wie eine Tour mit dem Mokoro, dem Einbaum der Einheimischen. Erst bin ich skeptisch, aber die Dinger sind bequem und man gleitet lautlos durch das Delta, was hilft scheue Tiere zu sehen. Sollte man einfach mal gemacht haben.

FOTOTIPP:

Während man beim Buschwalk seine Kamera einfach im Camp lassen sollte und den Walk geniesst, sollte man mit Kamera definitv eine Tour im Mokoro machen, da es leise durch das Wasser gleitet und man sehr nah an die Tiere, vor allem Vögel herankommt.

Um 16 Uhr unternehmen wie eine Tour mit dem Mokoro, dem Einbaum der Einheimischen. Erst bin ich skeptisch, aber die Dinger sind bequem und man gleitet lautlos durch das Delta.

Den Sundowner gibt es dann am Anlegesteg und anschliessend geht es zu Fuß zur Lodge. Das Abendessen ist wieder sehr unterhaltsam, da das Personal bei jeder Essensempfehlung ein lautes „Mmmmmhhhh“ von sich gibt. Irre lustig. Nach einem letzten Rotwein unter Sternenhimmel geht es dann in Bett.

Tag 12: Um 06:30 Uhr machen wir noch eine Boot Safari, diesmal mit Karl. Die Tour ist der Hammer. Wir sehen Elefanten, Antilopen und sehr viele Vögel, vor allem aber den Malachit Kingfisher, wie unser Eisvogel in Afrika heisst.

3h später sind wir zurück. Schnell, duschen, packen, frühstücken und um 11:15Uhr sitzen wir schon wieder im Flieger. Diesmal eine junge Pilotin mit Rastafrisur. Sehr cool! Auch die Maschine ist top. Schön mit Ledersesseln. Reinste Business Class. Nach 20min Flug landen wir in Khwai.

Nochmal 25min Fahrt später kommen wir in Camp Sango an.

Insgesamt max. 12 Gäste und sehr familiär, wenngleich nicht luxuriös. Wir haben Zelt 1. Top, da die beste Aussicht. Der Hinweis von Mike, einem der Manager, dass der Baum neben dem Zelt von Elefanten so „hingerichtet“ wurde wirft Fragen auf. Egal. Erstmal auspacken und um 15 Uhr gibt es High Tea.

Bis dahin beobachte ich die Elefanten, die ca 200 m entfernt von unserer “ Veranda“ im Gras stehen. Um 16 Uhr geht es los. Erste Jeepsafari seit langem. Unser Guide ist „BK“ eine noch sehr junge Rangerin. Aber trotzdem 10 Jahre Erfahrung. Schon nach relativ kurzer Zeit sehen wir eine junge Leopardin. Gegen 19:30 Uhr sind wir zurück im Camp und freuen uns auf das Abendessen. Um 21:30 Uhr liegen wir im Bett und können die Hippos hören, die unweit vom Zelt im Wasser sind. Man „zeltet“ halt.

Tag 13: Um 05:30 Uhr werden wir geweckt. Es ist deutlich kühler als sonst und aufstehen fällt schwer. Dennoch schaffen wir es uns zum Frühstück am Lagerfeuer aufzuraffen und um 06:30 Uhr startet der erste Drive des Tages. Gleich zu Beginn eine Tüpfelhyäne und kurze Zeit später wieder ein Leopard.

Wieviel besser kann ein Tag starten? Nur die Löwen finden wir nicht. Nach einem Kaffee am Wasserloch treten wir den Rückweg an. Die Zeit bis 15:30 Uhr (High Tea) verbringen wir damit die zahlreichen Elefanten zu beobachten, die direkt vor unserer Veranda das grüne Gras am Flussufer fressen und sich durch rein gar nichts stören lassen. Der abendliche Gamedrive ist wieder sehr schön. Elefanten, Impalas und vieles mehr.

Tag 14: Wie immer wecken um 05:30 Uhr. Auf der Fahrt bekommen wir die Info, dass Wildhunde gesichtet wurden. BK gibt Vollgas und wir „rasen“ durch den Busch. Leider habe ich meine Sonnenbrille nicht auf, als mir ein gefühlt faustgroßer Käfer ins rechte Auge knallt. Autsch! Das tut weh und zwar den ganzen Tag noch. Nach ca 30min erreichen wir das Wildhundrudel. Das ist schon ein beeindruckendes Tier. Allerdings sind alle faul und satt. Das Blut vom letzten Impala noch im Fell ruhen sie an der Straße aus.

Da wir allein im Auto sind fahren wir danach gemütlich zu Lodge zurück, sehen noch ein paar seltene Antilopen und jede Menge Impalas. Um 15:30 gibt es wieder High Tea und dann geht es ab 16 Uhr wieder los. Nach ca 30min kommt die Info, das „Umkwe“ (Leopard auf Sizzua) entdeckt wurde, mit einem gerade erlegten Impala. Als wir eintreffen stehen schon 6 andere Safariwagen vor Ort. Es ist etwas „gedrängt“ aber BK sichert uns eine gute Position. Wir bleiben eine gute Stunde, dann nehmen wir unseren Sundowner und fahren in die Nacht zurück zur Lodge. Auf dem Weg noch eine große Giant Eagle Owl und an der Flussquerung müssen wir warten, da ein Hippo Baby mit seiner Mutter genau dort „spielt“.

Tag 15: Abreisetag. Ein letzter Gamedrive und wir sehen eines der Löwenmännchen, da wir diesmal direkt ins Moremi Reservat fahren. Das ist wirklich ein Highlight zum Abschied.

Zurück in der Lodge heisst es wieder packen, duschen, frühstücken und um 11:15 Uhr Abfahrt zum Airstrip, zu unserem letzten Buschflieger nach Maun. Die Wartehalle für den Abflug nach Johannesburg ist schon etwas abenteuerlich. Um 14:00 Uhr geht es los. In Johannesburg müssen wir ganz normal nach Südafrika einreisen, unser Gepäck holen und wieder für München einchecken. Ganz schön umständlich. Um 18:45 ist Boarding.

Noch ein paar Gedanken: In Botswana und Zimbabwe – anders als in Südafrika oder Namibia – empfiehlt es sich, aus Zeit und vielen anderen Gründen, eine solche Tour mit dem Kleinflugzeug zu machen. Es gibt kaum Tankstellen und die Strassen sind meist extrem schlecht. Man sollte sich klar sein, dass die meisten Lodges wirklich weit ab von jeglichen Orten liegen. Daher immer eine gute Reiseapotheke packen. An Gepäck benötigt man wirlich wenig (wir haben auch wieder zuviel dabei gehabt), da man in allen Lodges waschen kann (auch Unterwäsche) und das meistens kostenlos. Je nach Jahreszeit kann es kühl werden, also immer an das „Zwiebelprinzip“ bei der Kleidung denken. Auch Mückenspray git es in allen Lodges. Reicht also sich eine kleine „Reserve“ mitzunehmen. Ob man Malaria Prophylaxe betreiben will, muss jeder selbst entscheiden. Wir haben es gemacht, aber Mücken haben wir zu dieser Zeit kaum gesehen (wobei eine ja reicht, die den Parasiten hat).

FOTOTIPP:

Noch ein finaler Tipp zur Fotoausrüstung. Langes Tele in jedem Fall, ideal sind 300mm oder mehr. Dazu reicht dann eigentlich noch ein lichtstarkes leichtes Zoom (z.B. 24-70mm oder das günstigere 24-85mm). Mehr benötigt man nicht, vor allem nicht, wenn man noch ein gutes Smartphone dabei hat. Für diejenigen, die den Artikel hilfreich fanden: Ich würde mich freuen, wenn Ihr mich durch den Kauf meiner Kalender und Bilder etc. unterstützt. Vielen Dank !

Welche Fotoausrüstung für Zimbabwe, Namibia und Botswana

Alles zusammen stolze 15kg „Handgepäck“ in einem Lowepro Runner 450 (Fotorucksack).