Reisebericht Südafrika (Mai 2015)

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Wie könnte eine 16 Tage Fotoreise nach Südafrika aussehen?

Unser Reisebericht Südafrika faßt unsere 16 Tage Fotoreise von Johannesburg bis Durban, inkl. Krüger Nationalpark und Swaziland zusammen. Dabei haben wir folgende Route gewählt:

1.Tag: München -> Johannesburg -> Hazyview (Rissington Inn)

2.Tag: Hazyview (Ausflüge Blyde River Canyon etc.)

3.Tag: Hazyview -> Sabi Sand Game Reserve

4.-5.Tag: Sabi Sand Game Reserve (Ulusaba Safari Lodge by Richard Branson)

6.Tag: Sabi Sands Game Reserve-> Malelane (Mhlati Guest Cottages)

7.Tag: Malelane -> Swaziland (Forester Arms Hotel)

8.Tag: Swaziland -> Ithala Game Reserve (Ntshondwe Camp)

9.Tag: Ithala Game Reserve

10.Tag: Ithala Game Reserve -> Hluhluwe-Umfolozi Game Reserve (Rhino Ridge Lodge)

11.Tag: Hluhluwe-Umfolozi Game Reserve

12.Tag: Hluhluwe-Umfolozi Game Reserve -> St.Lucia (Elephant Guest House)

13.Tag: St.Lucia

14.Tag: St.Lucia -> Umhlanga (Teremok Marine Lodge)

15.Tag: Umhlanga

16.Tag: Umhlanga -> Durban -> Johannesburg -> München

Wo liegt Südafrika?

Woran man bei einer Reise nach Südafrika unbedingt denken sollte:

Landeswährungen: Südafrika = ZAR (Südafrikanischer Rand), aber auch hier werden USD in den Lodges gern genommen. Andererseits funktioniert Kreditkartenzahlung überall problemlos.

Impfungen: Aus Deutschland kommend sind keine Impfungen – auch Gelbfieber nicht – vorgeschrieben. Es empfehlen sich jedoch die Standardimpfungen, also Vorschläge auswärtiges Amt beachten. Malariaprophylaxe gilt für Südafrika, d.h. hier muss jeder für sich abwägen, ob oder ob nicht.

Hilfreich: Ein kleines Taschenmesser sowie eine starke Taschenlampe mit Ersatzbatterien sind oft sehr nützlich. Die Handytaschenlampe tut es zur Not auch, aber leuchtet oft nicht weit genug.

Bekleidung: In den Lodges in Afrika kann man seine Kleidung in der Regel kostenlos oder gegen geringen Aufpreis waschen lassen. D.h. man kann eine Menge Gepäck sparen. Auf jeden Fall gedeckte Farben wählen und am besten Funktionskleidung, da es morgens sehr kühl sein kann und tagsüber warm bis heiss.

Detaillierter Reisebericht Südafrika

Fahrt von Johannesburg nach Hazyview ins Rissington Inn

1.Tag: Von München geht es direkt nach Johannesburg. Am Flughafen übernehmen wir den Mietwagen und fahren Richtung Hazyview. Insgesamt liegen 5h Fahrtzeit vor uns.

In Hazyview checken wir im Rissington Inn ein. Es ist ein im Jahr 1995 auf einer alten Tabakplantage erbautem Guesthouse, ein. Das Haupthaus mit Pool ist ein Traum, die dazugehörigen Chalets lassen keine Wünsche offen und das Abendessen ist sehr empfehlenswert!

Blyde River Canyon, Bourke's Potholes und God's Window Rundtour

2.Tag: Als erstes steht eine Rundtour auf dem Programm. Wir wollen zum Blyde River Canyon mit den bekannten „Rondavels“ und einem einzigartigen Ausblick auf das Lowvelds.

Als nächstes geht es weiter zu den Bourke’s Luck Potholes.

Zum Schluss geht es zu „God’s Window“, welches seinem Namen alle Ehre macht. Hier erlebt man spektakuläre Ausblicke fast direkt vom Parkplatz.

Fahrt ins Sabi Sands Private Game Reserve

3.Tag: Wir fahren von Hazyview in das Sabi Sand Private Game Reserve, wo wir in Sir Richard Bransons Ulusaba Safari Lodge übernachten.

Branson betreibt hier 3 Lodges. Wir haben uns bewußt für die Safari Lodge entschieden, da diese am Flusslauf liegt und über ein eigenes Wasserloch mit Aussichtsplattform (Tierbeobachtung!) verfügt.

Die Anfahrt dauert eigentlich nur 1,5h, aber da es keine ausreichende Beschilderung gibt und wir kein Navi haben, benötigen wir letztendlich geschlagene 3h.

Blick in den Lauf eines Sturmgewehrs

Am Eingang zum privaten Reservat wird das Fahrzeug kontrolliert, dann können wir weiterfahren.

Nach ca 2km springen drei Uniformierte aus dem Busch und zielen mit Ihren AK-47 Kalaschnikow Gewehren direkt auf uns. Wir stoppen sofort und sie kontrollieren erneut das Auto, dann können wir weiterfahren.

Erst jetzt schiesst uns das Adrenalien durch die Adern. Man schaut ja ungern in den Lauf eines durchgeladenen Sturmgewehrs.

In der Lodge erzählen wir von der Erfahrung und man ist entsetzt. Wir werden aufgeklärt, dass es sich um die Rhino Patrol handelt, eine Schutztruppe gegen das Wildern von Nashörnern.

Allerdings haben diese eigentlich die klare Anweisung, Touristen (weisse vor allem) in Ruhe zu lassen und nun wird heftig telefoniert.

Ulusaba Safari Lodge - ein Traum !

4.-5.Tag: Ulusaba ist ein absoluter Traum, in dem einfach alles stimmt. Diese Lodge gehört zu unseren Top 5 Lodges in Afrika!

Wer den Blick über das Land mag, bucht die Ulusaba Rock Lodge

Ulusaba Rock Lodge ist qualitativ noch ein wenig höherwertiger, liegt jedoch auf einem kleinen Berg. Wer Wildlife mag, wird hier weniger glücklich sein. Landschaftsfans kommen dagegen voll auf Ihre Kosten (zumindest so lange es hell ist).

FOTOTIPP:

Ulusaba Safari Lodge Aussichtsplattform. Abgesehen von den hervorragenden Safari Drives, mit top ausgebildeten Rangern, bietet die Safari Lodge eine sehr gemütliche Aussichtsplattform direkt am Wasserloch an, wodurch spektakuläre Tierbeobachtungen möglich sind.

Einmal durch den Krüger Nationalpark fahren

6.Tag: Heute geht es von Ulusaba mach Malelane, in die Mhlati Guest Lodge. Diese liegt in der Nähe des berühmten Crocodile River am südlichen Parkausgang.

Im Krüger Park entdeckt man auch als Selbstfahrer unzählige Tiere und sammelt unvergessliche Eindrücke.

FOTOTIPP:

Morgens zur Brücke über den Crocodile River fahren. Hier gibt es eine Unzahl von Eisvögeln, haufenweise Flusspferde und natürlich auch Krokodile. Man sollte das Anti Mücken Spray nicht vergessen, da die Biester hier ziemlich aggressiv sind.

Passkontrolle auf dem Weg nach Swaziland

7.Tag: Den meisten ist es nicht bewusst, aber Swaziland ist ein eigenständiges Land. Deshalb gibt es auch eine Grenze und Passkontrollen.

Unsere Fahrt geht quer durch Swaziland. Dabei überqueren wir abenteuerliche Holzbrücken (wer die Brücke am Quai gesehen hat, so etwa) und Schlaglochstrassen. Ausserdem geht es kilometerlang durch Gegenden, in denen massiv Holzabbau betrieben wird.

Nach ca. 4h fahrt kommen wir im Forester Arms Hotel an. Das Hotel liegt einmalig schön im Hochland und hat eine Gartenanlage, die traumhaft ist.

FOTOTIPP:

Im Garten lassen sich alle möglichen Arten von Singvögel und auch Sonnenvögel fotografieren, deshalb das Teleobjektiv bereithalten.

Von Swaziland ins Ithala Game Reserve

8.-9.Tag: Nach einigen Stunden fahrt, erreichen wir das Ithala Game Reserve. Es gehört zu den wenigen Tierreservaten, in denen es erlaubt ist aus dem Wagen auszusteigen, da es hier keine Raubkatzen oder Büffel gibt.

Das Reservat ist eher klein und die Nhondtswe Lodge – eine der staatlich geführten Lodges – ist nicht wirklich spektakulär, deshalb würden wir sie nicht noch einmal besuchen. Das hat auch nichts damit zu tun, dass das Zimmermädchen das Fenster offen gelassen hat und die Affen sich, in unserer Abwesenheit, über unsere Obstvorräte hergemacht haben.

Vom Ithala Game Reserve ins Hluhluwe Game Reserve

10.-12.Tag: Das Hluhluwe und das iMfolozi Game Reserve gehören zusammen und werden nur durch die R18 Strasse getrennt, weshalb es bei Wilderern beliebt ist. Für diese ist die Strasse logistisch günstig. Davon abgesehen ist es aber ein sehr schönes Reservat

Rhino Ridge Safari Lodge - Ein weiteres Highlight!

Die Lodge ist in 2015 eröffnet worden und ein echtes Highlight im Reservat. Die Anfahrt ist ein wenig abenteuerlich, die Ausblicke unvergesslich und der Standard entspricht dem eines 5-Sterne Hotels.

Unerfahrene Ranger sind ein Risiko!

Unsere Rangerin hatte erst wenige Jahre Erfahrung, was uns erstmalig in echte Schwierigkeiten brachte. Wir sahen einen sehr grossen Elefantenbullen in der Must und anstelle zu drehen, ist sie direkt auf ihn zugefahren. Sofort wurde unser Auto angegriffen.

Glücklicherweise hat er einen Meter neben dem Auto innegahlten. Es blieb bei einer sehr ernsten Drohgebärde. Das hätte auch anders ausgehen können und dann hätte es diesen Artikel nicht gegeben.

Das Erlebnis hat uns nachhaltig überzeugt, dass man nicht mit unerfahrenen Rangern unterweges sein sollte. Am besten nur mit Ranger und Tracker! In den wirklich guten Lodges – wie Ulusaba – ist das Standard.

Isimangalisio Wetland Park

13-14.Tag: Wir verlassen die Rhino Lodge Richtung Süd-Westen und fahren nach St.Lucia in das Elephant Guest House, von dessen Besuch wir leider ernsthaft abraten müssen. Die Besitzer sind unfreundlich und das Haus ist auch nicht wirklich schön.

Der Isimangalisio Wetland Park dagegen ist einen Besuch wert. Im Dezember 1999 wurde er in das Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen.

Sehr zu empfehlen ist eine abendliche Bootsfahrt auf dem Fluss, wenn man Flusspferde beobachten kann oder einfach den Sonnenuntergang bei einem Glas Wein geniesst.

Von St.Lucia nach Umhlanga ("Umschlanga" gesprochen)

14.-16.Tag: Die letzte Station der Reise ist Umhlanga, an der Küste zum indischen Ozean, ca. 25km nördlich von Durban. Ein wunderschöner Badeort und man ist ganz klar zurück in der Zivilisation. Wir bleiben im Teremok Marine Guesthouse und das ist einsame Spitzenklasse was Guesthäuser angeht. Unsere klare Empfehlung!

FAZIT:

Diese Tour eignet sich vor allem für diejenigen, die gerne selbst fahren und die Abwechslung zwischen Safari und Landschaft suchen, sowie Aktivität und Erholung verbinden wollen.

Wir würden diese Tour mit Ausnahme des Elephant Guest House und Ntshondwe Camp genau so wieder machen, da einfach alles gestimmt hat. Anstelle Ntshondwe sollte man sich lieber Zimanga mit seinen tollen Hides für Fotografen ansehen.

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Welche Fotoausrüstung für Südafrika?

Die Fotoausrüstung, die wir nach Südafrika mitgenommen haben, findet Ihr im folgenden aufgelistet. Ausserdem habt Ihr die Möglichkeit die genutzte Fotoausrüstung über unseren Foto-Shop direkt zu bestellen und weitere technische Details abzufragen. Dort gibt es auch noch jede Menge Extras.

Kameras:
Objektive: