Reisebericht Mallorca (Jan/Mar 2019)

Reisebericht Mallorca: 2×5 Tage Fotoreise nach Mallorca (Spanien) im Jan und Mar 2019

 

2 x 5 Tage Rundreise Mallorca, unsere Touren:

Palma de Mallorca (Castillo Son Vida)

Camp de Mar (Steigenberger Golf & Spa Resort)

Puerto d’Andratx, Estellencs, Son Marroig, Ca’s Patro March, Port de Soller, Cap Formentor, Parc natural de s’Albufeira

Woran man bei einer Mallorca Reise unbedingt denken sollte:

Landeswährung: Euro. Für Zahlungen oder Bargeldabhebungen kann man seine Kreditkarte überall im Land verwenden. 

Impfungen: Aus Deutschland kommend sind keine Impfungen vorgeschrieben. Es empfehlen sich jedoch die Standardimpfungen, siehe Vorschläge auswärtiges Amt.

Gepäck: Wenn man mit dem Flugzeug anreist, dann sollte man lediglich auf die Gewichtsbeschränkung der Airline achten. Ansonsten unproblematisch, auch was das Fotogepäck angeht.

Bekleidung: Im Winter / Frühjahr kann es noch recht frisch sein. Deshalb haben wir warme Kleidung eingepackt nach dem bekannten „Zwiebelprinzip“. Zusätzlich die Wanderschuhe.

Wunderbare Landschafts- und Tieraufnahmen auf Mallorca, kann man an folgenden Plätzen machen:

Die meisten werden bei Mallorca und „Wildlife und Natur“ erstmal die Frage stellen: „was es da eigentlich Interessantes zu fotografieren gibt?“ Jeder kennt die Insel als Sonneninsel, mit Traumstränden und „Ballermann“. Das man dort auch Natur und tolle Wanderrouten findet ist vielen dagegen nicht so bekannt. Die wenigsten haben sich bisher die Naturparks angesehen oder wissen, dass der Parc Natural de s’Albufeira de Mallorca ein Vogelschutzgebiet ist, in dem es freilebende Rinder, Mustangs und eine ganze Reihe seltener Vögel gibt. All das inmitten eines der größten Feriendomiziele (Bucht von Alcudia und Cala Ratjada) im Osten der Insel. Wir waren im Frühjahr 2 Mal für einen Kurztrip auf der Insel, einmal im Januar und einmal im März, um uns einige der schönsten Plätze, in diesen untouristischen Monaten, in Ruhe ansehen zu können. Dieser Bericht deckt nur den nörlichen Teil der Insel von Puerto d’Andratx bis Cap Formentor ab. Eine Strecke, die man mit dem Auto gut in 2-3 Tagen erkunden kann, aber natürlich bietet die Insel noch viel mehr. Im Sommer raten wir von dieser Tour ab, da Strecken teilweise überlastet sind (Stau) oder ganz gesperrt (Cap Formentor). Im folgenden Bericht geben wir Euch eine kurze Beschreibung zu jedem von uns besuchten Ziel. Wie Ihr die Ziele – also in welcher Reihenfolge – angeht, das bestimmt Ihr am besten selbst.

Parc Natural de S’Albufeira de Mallorca: Bei s’Albufera, dessen Name von dem arabischen Wort für Lagune „al-buhayra“ hergeleitet wird, handelt es sich um das Feuchtgebiet eines verlandeten Sees, der durch Dünen vom Meer an der Badia d’Alcúdia („Bucht von Alcúdia“) getrennt war. Das verbliebene Feuchtgebiet von etwa 1650 Hektar wurde im Jahr 1988 zum Naturschutzgebiet erklärt. Es liegt fast vollständig auf dem Gebiet der Gemeinde Muro, nur ein kleiner Teil im Nordwesten gehört zu Sa Pobla. Man fährt mit dem Auto bis nach Alcudia und kann dann der Beschilderung folgen. An einem kleinen Kreisel ist der Parkplatz (Achtung, hier passen maximal 10 Autos hin!) und vom Parkplatz muss man dann noch ca 1km zu Fuss zum Eingang gehen. Der Weg ist jedoch sehr schön, da er an einem Fluss entlang führt (Achtung, hier gibt es Mücken !). Der Eintritt in den Park ist frei, aber man muss sich anmelden. Die Wege sind alle nicht sehr weit (insgesamt läuft man maximal 5km hin und zurück) und es gibt eine Reihe von Unterständen, aus denen man die Vögel und andere Tiere versteckt beobachten kann. Kleiner Tipp: Zeit, Essen und Trinken mitnehmen und in den kühleren Stunden des Tages hingehen. Ausserdem benötigt man Geduld. Insgesamt waren wir mehr als erstaunt dieses kleine Paradies so nah an einer Urlauberhochburg zu finden. Von dem Trubel ist im Park nichts zu spüren. Beim Spazieren sieht man dann auch frei lebende Rinder und Pferde, die hier ein ungestörtes Dasein geniessen.

FOTOTIPP:

Unbedingt ein starkes Teleobjektiv mitnehmen. Man kommt zwar schon recht dicht an die Vögel heran, aber für die wirklich guten Aufhnahmen sind mindestens 300mm angesagt. Ein Stativ ist nicht notwendig, dann man in den Unterständen die Kamera auflegen kann. Ein „Beanbag“ oder eine andere Unterlage zum auflegen sind jedoch definitv hilfreich. Ich hatte mit der Nikon D500 und dem Tamron 150-600mm genug Reichweite und kann diese Combo jedem empfehlen, der für einen Mallorcaurlaub nicht unbedingt die grosse Ausrüstung mitnehmen möchte. Da die meisten Aufnahmen bei genug Licht stattfinden ist auch die geringe Lichtstärke des Objektivs gut zu handhaben.

Estellencs: Radfahrer kennen Estellencs, da man im Frühjahr sehr viele von ihnen auf dieser schönen Tour durch die Berge trifft. Der gleichnamige Ort Estellencs, zählt 226 Einwohner. Der Ort liegt nordwestlich der Hauptstadt Palma an der Küstenstraße Ma-10 von Andratx nach Sóller. Kurz vor dem Ort kommt man an einem Restaurant mit einer der schönsten Aussichtsterassen der Insel vorbei (allerdings nur tagsüber wirklich den Blick wert).

Son Marroig: Auf der Strecke nach Estellencs muss man nur weiter der Strasse folgen und kommt dann unweigerlich nach Son Marroig, bzw. daran vorbei (aufpassen wegen der Abfahrt zum Parkplatz). Dieser alte Herrensitz ist einen Besuch wert. Wir waren schon oft dort, haben das Museum aber jahrelang sprichwörtlich links liegen lassen und es diesmal erstmals besucht. Früher im Besitz des österreichischen Erzherzogs Ludwig Salvator, ist dort seit 1928 ein Museum mit Stücken aus dem Besitz Ludwig Salvators, darunter historische Möbel, Keramiken und mallorquinische Gemälde des 17. bis 19. Jahrhunderts, untergebracht. Eine gute Stunde kann man hier schon einplanen.

FOTOTIPP:

Wenn möglich vormittags hinfahren, oder am späten Nachmittag. Tagsüber ist bei gutem Wetter das Licht einfach zu stark und das schöne Blau des Himmels kommt selbst mit Filtern nicht wirklich gut raus. Ausserdem sind dann weniger Besucher da und man hat die Möglichkeit „ohne Personen“ auf den Bildern zu fotografieren.

Torrent de Parais: Dorthin zu kommen ist eine ordentliche „Kurverei“ und man sollte es nicht mit einem grossen Auto versuchen, wenn man seine Nerven schonen will. Der Torrent de Pareis ist ein nicht ständig wasserführender Sturzbach (Torrent) durch eine Schlucht. Er befindet sich an der Nordwestküste der Insel in den Bergen der Serra de Tramuntana und mündet an der Bucht von Sa Calobra (Cala de Sa Calobra) ins Mittelmeer. Es ist ein beliebtes Wanderziel (man kann von oben bis ans Meer wandern), die meisten fahren aber bis zur Mündung und laufen dann in die Schlucht hinein (Handytaschenlampe nicht vergessen, man muss durch einen Tunnel, der mal mehr mal weniger beleuchtet ist). In der Schlucht selber, sollte man ab und zu mal nach oben sehen. Nicht nur wegen der Steilwände, sondern auch, weil man sonst eine der in den Bäumen kletternden, freilebenden Ziegen verpassen könnte.

Cap Formentor: ist das östliche Ende von Mallorca und gleichzeitig der nördlichste Punkt. Die Mallorquiner nennen die Halbinsel Treffpunkt der Winde.
Das nördlichste Ende der mallorquinischen Welt haben Wind und Wasser bizarr geformt. Die Treppen, Mauern, Wege und der Leuchtturm am Cap de Formentor wurden 1892 tritt- und stolperfest auf den Felsen gebaut. Man kann dort sehr schöne einige kurze Wanderungen unternehmen oder einfach die Fahrt über die Bergstrasse geniessen. Allerdings nicht im Sommer. Hier wird seit neuestem die Strasse wegen „Überfüllung“ gesperrt und ein Busverkehr eingerichtet. Also besser im Frühjahr oder Herbst besuchen.

Camp de Mar: Von hier gibt es ein paar schöne Wanderwege nach Paguera bzw. Cala Fornells, auf dem man auch den Torre besichtigen kann und einen herrlichen Rundumblick auf die Buchten hat. Oder man läuft in die andere Richtung nach Puerto d’Andratx (gut 6km), wo man sich dann im Hafen ausruhen kann. Für diejenigen, die fotografisch auf Ihre Kosten kommen wollen, kann ich nur den Teich am Golfplatz empfehlen. Hier – da natürlich völlig ungestört, ausser von ein paar Golfern – haben sich einige seltenere Vogelarten (z.B. der Hausrotschwanz oder der Zwergtaucher) angesiedelt und ab und an sieht man auch ein wildes Kaninchen oder einen Adler.

Aber man sollte schon um Erlaubnis fragen, bevor man sich auf den Weg zum Teich macht, es sei denn man wohnt im angrenzenden Hotel Steigenberger. Hier hat man direkten Zugang, wenngleich nicht „offiziell“ 🙂

Puerto d’Andratx: Der Hafen lockt mit vielen guten, aber auch teilweise sehr teuren Restaurants. Gleichzeitig ist es aber einer der Klassiker, um den Sonnenuntergang auf der Insel zu beobachten und dabei einen Wein oder Cocktail zu trinken. Hier erlebt man traumhafte Sonnenuntergänge direkt von der Uferstrasse, bzw. aus einem der Restaurants. Ideal um den Tag ausklingen zu lassen und den Fischerbooten beim einlaufen in den Hafen kurz vor Sonnenuntergang zuzusehen.

Palma de Mallorca: Palma ist immer eine Reise wert! Die Stadt lockt mit der tollen Kathedrale, vielen Einkaufsmöglichkeiten und dem sehr grossen Hafen mit inzwischen wirklich guten Cafes. Wer einen wirlich tollen Blick über Palma geniessen will, dem empfehlen wir tagsüber das Hotel Castillo son Vida zum Mittagessen oder Kaffeetrinken zu besuchen. Von der Terasse des Hotels hat man eine ganz tolle Aussicht.

Welche Fotoausrüstung für Mallorca?