Reisebericht Krüger Park Südafrika

Wie könnte eine 15 Tage Fotoreise in den Krüger Park Südafrika und seine Private Game Reserves aussehen?

Unser Reisebericht Krüger Park Südafrika faßt unsere 15 Tage Fotoreise von Skukuza bis Hoedspruit, durch die Private Game Reserves Sabi Sands, Timbavati, Balule und Ngala zusammen. Dabei haben wir folgende Route gewählt:

1.Tag: München -> Frankfurt -> Johannesburg -> Skukuza im Krüger NP (Protea Hotel Kruger Park by Marriott)

2.-5.Tag: Sabi Sands Private Game Reserve (Inyati Safari Lodge)

5.-8.Tag: Timbavati (Rockfig Safari Lodge)

8.-12.Tag: Balule Game Reserve (Pondoro Safari Lodge)

12.-15.Tag: Ngala Game Reserve (&beyond Ngala Safari Lodge)

15.Tag: Hoedspruit -> Johannesburg -> Frankfurt -> München

Wo liegt der Krüger Park in Südafrika?

Woran man bei einer Reise in den Krüger Park Südafrika unbedingt denken sollte:

Landeswährungen: Südafrika = ZAR (Südafrikanischer Rand), aber auch hier werden USD in den Lodges gern genommen. Andererseits funktioniert Kreditkartenzahlung überall problemlos.

Impfungen: Aus Deutschland kommend sind ausser COVID-19 keine Impfungen – auch Gelbfieber nicht – vorgeschrieben. Es empfehlen sich jedoch die Standardimpfungen, also Vorschläge auswärtiges Amt beachten. Malariaprophylaxe gilt für den Krüger Park Südafrika, d.h. hier muss jeder für sich abwägen, ob oder ob nicht.

Hilfreich: Ein kleines Taschenmesser sowie eine starke Taschenlampe mit Ersatzbatterien sind oft sehr nützlich. Die Handytaschenlampe tut es zur Not auch, aber leuchtet oft nicht weit genug.

Bekleidung: In den Lodges in Afrika kann man seine Kleidung in der Regel kostenlos oder gegen geringen Aufpreis waschen lassen. D.h. man kann eine Menge Gepäck sparen. Auf jeden Fall gedeckte Farben wählen und am besten Funktionskleidung, da es morgens sehr kühl sein kann und tagsüber warm bis heiss.

Detaillierter Reisebericht Krüger Park Südafrika

Das Reisen in Zeiten von COVID fördert eine ganz neue Dimension von Stresslevel. Man muss sich auf viele Flugausfälle und enorme Wartezeiten an den Flughäfen einstellen.

In Südafrika kann man die LH Lounges (operated by South African)  direkt vergessen (South African ist Pleite und fliegt nur noch in SA selbst). Am Besten direkt in eine der Bezahllounges gehen, wenn man auf den Weiterflug innerhalb Südafrikas warten muss. Diese haben Duschen, Essen und Getränke und für 25€ pro Person ist das fair für ein Tagesticket.

Fahrt von Skukuza zum Protea Hotel by Marriott am Krüger Park Eastgate

Tag 1: Innerhalb Südafrika fliegt man derzeit am Besten mit Airlink. Dies ist eine unabhängige Tochter der SA aber keine Star Alliance, also muss man hier auf seine Privilegien als Star Alliance Statuskunde verzichten.

Airlink fliegt mit einer Embraer von JNB nach Skukuza (Krüger Park Airport) und einen normalen Handgepäckskoffer oder Fotokoffer, wie den von Tenba oder Lowepro, bekommt man gerade so unter den Vordersitz. Achtung, keinen Notausgang buchen!

Bei der Landung in Skukuza werden derzeit ca 110 Rand Pro Person (um die 6€) fällig, da man im Krügerpark landet und somit das Parkfee bezahlen muss..

Der Flug selbst dauert kurze 40min und trotzdem gibt es an Bord einen Snack und ein Getränk. Danke AirLink, die Lufthansa sollte sich ein Beispiel nehmen.

Skukuza ist ein Mini Flughafen, der aber sehr modern und schon fast wie eine kleine Hotellobby ist. Alles ist praktisch in einer Halle. Das Gepäck holt man draussen ab, die Mietwagenschalter (es gibt nur Avis und Budget) sind drinnen.

Zum Hotel ist es eine halbe Stunde Fahrt. Es liegt direkt hinter dem Paul Kruger Gate. Man kann aber auch – wie wir – einen Loop fahren, dann sind es 60-90min extra und man hat die Chance noch ein paar Tiere im Park zu sehen.

Das Hotel ist eine wirkliche Empfehlung. Man sollte auf ein Zimmer im neuen Trakt bestehen oder direkt eins dort buchen. Frühstück und Abendessen sind im Preis enthalten und wirklich sehr gut. Die Zimmer sind groß und gemütlich, auch für einen längeren Aufenthalt.

Inyati Safari Lodge im Sabi Sands Private Game Reserve, welches an den Krüger Park Südafrika angrenzt

Tag 2-5: Wir fahren zur Inyati Safari Lodge im Sabi Sands Reservat. Vom Kruger Gate fährt man knapp eine Stunde. Das Handy GPS ist hilfreich, da der Wegweiser vom Kruger Gate kommend nicht sichtbar ist.

Inyati ist eine sehr traditionsreiche und herrlich gelegene Lodge, direkt an einem Fluss, der sogar im Winter  noch Wasser füjhrt.

Wir bekommen das Familienchalet no 3. Eigentlich benötigen wir die 2 zusätzlichen Betten nicht, aber die Raumgrösse ist super und die Lage besser als alle anderen Zimmer, da man abends nicht zum Zimmer begleitet werden muss.

Bei Ankunft gibt es Mittagessen, High Tea ist um 15 Uhr und 15:30 geht es zum evening Game Drive. Unser Fahrer heißt Omega und unser Tracker Joel. Beide sind super nett.

Das Abendessen findet bei gutem Wetter in der Boma statt, die gross und gemütlich ist. Alles ist schön dekoriert und das Essen ist ausgezeichnet.

Um 5:30 ist morgens wecken und ab 6 Uhr gibt es Kaffee und kleine Snacks. Gegen 06:30 ist Abfahrt zum Morning Game Drive.

Inyati teilt sich das Game Territory mit 7 anderen Lodges, dazu gehören unter anderem Dulini, Lepard Hills, Ulusaba und Savanna. Vor Ort, also z.B. bei Sichtung eines Leoparden, dürfen aber max 3 Fahrzeuge sein. Sollte wie bei uns eine „Fotografengruppe“ gebucht haben, so bekommt diese immer priorität. Alle anderen wechseln sich dann ab.

Das haben wir so bisher nicht erlebt. Auch steht das Fotografenfahrzeug immer im besten Spot für Fotos und wir müssen Omega – unseren Fahrer – regelmässig dazu drängen, unser Fahrzeug besser zu positionieren.

Tiersichtungen Inyati Safari Lodge im Sabi Sands und Krüger Park Südafrika

Die Tiersichtungen sind wirklich gut im Gebiet. Wir sehen mehrfach Leoparden und Löwen und auch sonst sehen wir viel. Allerdings gefühlt nicht so viel, wie in anderen Jahren um diese Zeit. Auch das Wetter ist anders, es ist eher bedeckt und schwül. Klimawandel geschieht auch hier.

Unser Fazit für Inyati:
Die Lodge ist sehr gut gepflegt, aber nicht mehr ganz modern. Sie vermittelt einem aber vom ersten Moment an das Gefühl in Afrika zu sein. Das Personal ist mehr als Zuvorkommend und stets bemüht, auch wenn wir die liebgewonnenen Kleinigkeiten wie die feuchten Eukalyptustücher nach jedem Game Drive vermissen. Das Essen ist hervorragend und wird morgens und Abends als Buffett serviert. Lunch fällt in der Regel aus, da das Frühstück als Brunch stattfindet und um 15 Uhr, vor dem Gamedrive, noch eine Kleinigkeit serviert wird.

Rockfig Safari Lodge im Timbavati Private Game Reserve am Krüger Park Südafrika

Tag 5-8: Wir fahren gut 180km nach Norden in das Timbavati Game Reserve am Krüger Park Südafrika. Unsere Unterkunft ist Rockfig Safari Lodge.

Rockfig ist eine kleine und exklusive Lodge mit nur 6 Suiten und max 16 Gästen. Die Safariwagen werden mit max. 4 Gästen belegt (!) es werden Land Rover und Land Cruiser eingesetzt – was sehr selten ist. Rockfig Safari Lodge ist eher modern, bietet allen Luxus, den man sich wünscht und hat einen Infinity Pool. Da alle Suiten im „geschützten“ Bereich liegen kann man sich auch nachts frei bewegen und muss nicht zum Zimmer begleitet werden. Wir hatten Martin als Fahrer und Isac als Tracker. Beide sehr erfahren. Martin ist auch der Manager der Lodge.

Frühstück findet täglich auf einem Platz in der Nähe der Lodge statt und dies direkt nach dem Morning Game Drive. Ein super Erlebnis.

Das Timbavati Game Reserve ist in jeder Hinsicht angenehm. Es ist deutlich weniger „voll“ als Sabi Sands, die Wege lassen sich gut fahren, was die Ausfahrten angenehmer macht und die Sichtungen sind insgesamt sehr gut, auch wenn wir diesmal keine Geparden gesehen haben.

Die Lodge ist absolut Spirze und zählt neben Makanyi (siehe anderer Reisebericht Mauritius und Südafrika) definitiv zu unseren Lieblingslodges. Durch die Intimität und Nähe fühlt man sich wie bei einer Familie und das macht es sehr angenehm.

Bei dem Ausfahrten morgens und abends wird darauf geachtet, dass die Stopps für Kaffee und Sundowner an schönen Plätzen stattfinden.

Das Essen ist auf sehr hohem Niveau und jeden Tag anders. Mal Buffet, mal Seated und man sitzt entweder mit den anderen Gästen oder allein, ganz wie man möchte. An der Boma werden abends die Safarierlebnisse ausgetauscht.

Insgesamt klar 5 von 5 Sternen und ein großes Dankeschön an Martin und das gesamte Team für einen unvergessliche  Aufenthalt.

Pondoro im Balule Wildlife Reserve am Krüger Park Südafrika

Tag 8-12: Im Balule Wildlife Reserve haben wir uns für die Pondoro Game Lodge entschieden. Das Reservat liegt nördlich von Timbavati und die Anfahrt Dauer knappe 2h. Balule ist noch wenig bekannt und wenig erschlossen, obwohl über 30 Jahre alt. Das Eingangstor ist so unscheinbar, dass man schnell daran vorbeifahren könnte. Auf eine Buckelpiste, die unserem SUV viel abverlangt, erreicht man nach knapp 16km die Lodge, die direkt am Oliphant River liegt. Wir haben die Watersuite gebucht und finden diese, neben der Earth und Tree am Besten. Die Watersuite hat das beste Bad und den besten Blick auf den Fluss, wirkt aber von der Einrichtung eher kühl.

In der Lodge kann man sich tagsüber frei bewegen, abends nur guided.

Die Suiten sind sehr groß und geräumig und man hat außerdem ein Jacuzzi auf der Terrasse. Auch die Einrichtung, wie die ganze Lodge ist kolonial afrikanisch und man hat sofort das Gefühl auf Safari zu sein.

Das Hauphaus verfügt über ein Aussichtsdeck auf dem auch das Essen eingenommen wird, eine Bibliothek und Bar Lounge, einen Poolbereich und auch einen Spa Bereich. Die Lodge ist ca 25 Jahre alt aber sehr gut in Schuss und das Essen ist auch sehr gut. Allerdings nicht ganz das Niveau der Rockfig Lodge.

Die Safari Drives werden mit Land Cruisern durchgeführt und mit Max 6 Personen pro Fahrzeug. Leider sind die Wagen selbst nicht mehr die modernsten und auf den sehr holprigen und steinigen Wegen merkt man die nicht ganz so gute Dämpfung. Unser Guide Sam und der Tracker Dun sind aber sehr erfahren und geben sich alle Mühe.
Das Game Viewing selbst ist sehr gut und das Gebiet schön abwechslungsreich.

Insegesamt eine toll gelegene Lodge, mit viel Privatsphäre, sehr gutem Essen, freundlichem Personal und tollen Game Drives, bei denen sich viel Mühe gegeben wird, den Gästen ein exklusives Safarierlebnis zu bieten. Auch die Spa Anwendungen sind gut und preislich OK.

&BEYOND Ngala Safari Lodge am Krüger Park Südafrika

Tag 12-15: Heute geht es in das exklusive Ngala Game Reserve, welches an das Timbavati und den Krüger Park angrenzt. Dieses Rervat ist ausschließlich für Gäste der &Beyond Ngala Safari Lodge (wo wir gebucht haben) und des noch exklusiveren &Beyond Ngala Tented Camp. Die Anfahrt ab dem Orpen Gate dauert ca 45min. Die Lodge bietet 44-50 Gästen Unterkunft, was uns deutlich zu groß ist.

Für Gäste mit viel Safarierfahrung ist die Lodge nur aufgrund der Möglichkeit, die einzigen frei lebenden weissen Löwen zu sehen etwas, ansonsten eher nicht. Die Zimmer zu sehr Hotel, kein Blick, dunkel, die Nachbarn können reinschauen. Essen ist gut aber deutlich unter dem Niveau aller anderen besuchten Lodges. Das Personal ist allerings sehr zuvorkommend.

Die Guides sind sehr speziell und die Tracker springen bei jeder Sichtung ins Auto, was als „&beyond Standard“ verkauft wird, aber wir so noch nie erlebt haben. Dadurch verpasst man oft die Möglichkeit gute Fotos bei den Sichtungen zu machen.

Für Safari Neulinge kann man &beyond Ngala safari Lodgge  problemlos empfehlen, die erklären jeden Stock und Stein und sind sehr um das Wohl der Gäste bemüht. Die Fahrtwege sind auf dem Niveau einer Straße und man gleitet förmlich dahin. Ngala Safari Lodge selber ist in die Jahre gekommen. Gut maintained mit Mängeln (Flecken und Löcher in den Handtüchern und in den Zimmern klare Zeichen von Abnutzung). Insgesamt für den Preis deutlich überbewertet und wenn die Elefanten und die weißen Löwen nicht wären, dann wäre das definitiv keine Empfehlung.

Auch die Tatsache, das Ngala seine ebenfalls in die Jahre gekommenen Land Cruiser mit bis zu 9 Personen voll macht spricht nicht unbedingt für die &Beyond Group.

Wir hatten uns viel von &beyond versprochen, aber am Ende war es leider die schlechteste aller Lodges, wenn man die weißen Löwen, das erstklassige Pooldeck und die dort zum trinken kommenden Elefanten abzieht.

FAZIT:

Diese Tour eignet sich vor allem für diejenigen, die gerne selbst fahren und die Abwechslung zwischen Safari und Landschaft suchen, sowie Aktivität und Erholung verbinden wollen.

Wir würden diese Tour genau so wieder machen allerdings in Ngala das deutlich exklusivere &beyond tented camp buchen, da weniger Leute und in der Hoffnung auf besseres Essen und einen höheren Standard und das auch nur, um die weissen Löwen zu sehen.

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Welche Fotoausrüstung für Südafrika?

Die Fotoausrüstung, die wir nach Südafrika mitgenommen haben, findet Ihr im folgenden aufgelistet. Ausserdem habt Ihr die Möglichkeit die genutzte Fotoausrüstung über unseren Foto-Shop direkt zu bestellen und weitere technische Details abzufragen. Dort gibt es auch noch jede Menge Extras.

Kameras:
    • Z7ii (Nikon)
    • D850 (Nikon) mit Batteriegriff
    • Iphone 12pro
Objektive:
    • 200-400mm f/4 (Nikon)
    • 24-70 f/2.8 (Tamron)
    • 70-200mm f/4 (Nikon)
    • FTZii Adapter