Reisebericht Australien, von Melbourne nach Adelaide (Mai 2019)

Wie könnte ein Tour in 10 Tage Reise von Melbourne nach Adelaide aussehen?

Unser Reisebericht Australien faßt unsere Fotoreise von Melbourne nach Adelaide in 10 Tagen mit dem Mietwagen zusammen. Dabei haben wir folgende Route gewählt:

1.Tag: München -> Melbourne (Four Points Sheraton Docklands, Melbourne)

2.Tag: Melbourne

3.Tag: Melbourne -> Philippe Island (Hotel North Pier, Cowes)

4.Tag: Phillip Island -> Lorne (Coachman Inn – definitiv keine Empfehlung)

5.Tag: Lorne -> Warrnambool (Comfort Inn Warrnambool)

6.Tag: Warrnambool  -> Robe (Best Western Robe)

7.Tag: Robe -> Victor Harbor (Mc Cracken Country Club)

8.Tag: Victor Harbor -> Kangaroo Island (Mercure Kangaroo Island Lodge)

9.Tag: Kangaroo Island

10.Tag: Kangaroo Island -> Adelaide (Stamford Grand)

Wo liegt Australien? Wo liegt Melbourne?

Woran man bei einer Australienreise unbedingt denken sollte:

Landeswährung: AUD. Genaue Kurse hier auf der Seite unter „Exchange Rate“. Für Zahlungen oder Bargeldabhebungen kann man seine Kreditkarte überall im Land verwenden, problemslos auch die kontaktlose Zahlung. Kleine Beträge kann man gut in bar begleichen.

Impfungen: Aus Deutschland kommend sind keine Impfungen vorgeschrieben. Es empfehlen sich jedoch die Standardimpfungen, siehe Vorschläge auswärtiges Amt.

Gepäck: Wenn man mit dem Flugzeug anreist, dann sollte man lediglich auf die Gewichtsbeschränkung der Airline achten. Ansonsten unproblematisch, auch was das Fotogepäck angeht.

Wichtige Dokumente neben dem Reisepass

Visum: Als deutscher Staatsbürger benötigt man ein Visum (!), welches vorab online beantragt werden muss. Hier der offizielle Link: Visum

Führerschein: Für Australien ist neben dem europäischen Führerschein der internationale Führerschein vorgeschrieben. Wir wurden am Mietwagenschalter zwar nicht danach gefragt, aber solltet Ihr kontrolliert werden (z.B. von der Polizei), so gilt dieser.

Bekleidung:
Im europäischen Sommer kann es im Süden Australiens bereits „kühl“ werden. Nachts auch empfindlich kalt. Aus diesem Grund sollte man die Kleidung so wählen, dass man sie im Zwiebelprinzip tragen kann und somit auf warm und kalt eingestellt ist. Auch eine Regenjacke, idealerweise auch winddicht, sollte ins Gepäck!

Ausserdem haben wir noch folgendes zusätzlich mitgenommen:

Einen „Hut“, da dieser besser geeignet ist, als eine Basecap, die Moskito / Fliegennetze vom Kopf wegzuhalten. Ausserdem haben wir lang und kurzärmelige stichdichte Hemden gekauft und – wegen des geringeren Gewichts – Treckking Halbschuhe, anstelle von Boots. Da man in vielen Hotels in Australien Wasch- und Trocknermöglichkeiten hat, muss man zudem nicht zu viel Kleidung mitnehmen, maximal für eine Woche.

Detaillierter Reisebericht Australien Tour I

Tag 1: Wie fliege ich am günstigsten von Deutschland nach Australien ?

Los geht es mit dem Flieger ab München über Nizza, Zürich, Singapur direkt nach Melbourne. Wir haben – wie fast immer auf den letzten Reisen – den grossartigen SWISS Partnertarif genutzt. Immer daran denken bei Anzahl Personen „2“ eingeben und den Abflugort ausserhalb der Schweiz und Deutschland wählen.

Tag 2: Wie komme ich am besten vom Flughafen Melbourne in die Stadt, ins Hotel?

Die Einreise geht schnell und wider Erwarten wird das ausgedruckte Visum gar nicht nachgefragt. Auch die Schokolade, die wir als Geschenk für einen Freund dabei haben, muss nicht deklariert werden (kein Dairy und keine Nuss). Ansonsten sollte beim ausfüllen der Deklarationspapiere besser zuviel, als zu wenig angegeben werden. Die Behörden verstehen wenig Spass. Es ist 5 Uhr morgens und so entscheiden wir uns ein Taxi zum Hotel zu nehmen. Taxameter läuft, Fahrer ist total nett und so haben wir eine schöne Fahrt. Dachten wir!

Aufpassen, einige Taxifahrer sind Betrüger!

In Melbourne und Sydney gibt es leider ein paar Taxifahrer, die einen besonderen Trickbetrug drauf haben, auf den leider auch wir reingefallen sind. Zunächst erheben Sie die „Toll“ zusätzlich zum Fahrpreis, was man noch akzeptieren könnte, aber das ist eigentlich schon nicht OK. Bei der Bezahlung dann tauschen sie blitzschnell einen – in der Regel den größten – Geldschein gegen einen kleineren aus und vermitteln einem das Gefühl, man hätte sich vergriffen und zu wenig gegeben. Auf diese Weise hat uns unser Taxifahrer um 50,- AUS erleichtert. Wir haben es aber erst Stunden später gemerkt.

Nicht alle Taxifahrer sind Betrüger

Das heisst jetzt nicht, dass man das Taxi in Australien nicht nehmen sollte. Es ist tatsächlich, neben dem Bus, die schnellste und komfortabelste Möglichkeit vom Flughafen in die Stadt zu kommen und ab 3 Personen ungefähr der gleiche Preis. Man sollte die Tricks nur kennen, gut aufpassen und dann geht es auch. Die Fahrt mit dem Taxi vom Flughafen in die City kostet zwischen 50,- und 70,- AUS, je nach Tageszeit (Nachtzuschlag!).

Übernachten in Melbourne

Wir übernachten im Four Points Sheraton Docklands, welches wir nur empfehlen können. Gute Lage (ruhig und am Wasser), viele Geschäfte direkt gegenüber und nur ein kurzer Fussmarsch oder Tramfahrt in die Innenstadt. Ausserdem konnten wir schon um 6 Uhr morgens einchecken, was top war, da wir so erstmal ein wenig Schlaf nachholen konnten.

Highlights in Melbourne: Die Innenstadt ist als Ganzes sehr nett. Einen bestimmten Platz, der hervorstach, haben wir nicht ausmachen können. Schön ist die Promenade am Wasser und unserer Meinung alles rund um die Bourke Street. Überall gibt es Restaurants, Cafes und alte Gebäude und Kirchen. Gefühlt eine Mischung aus Boston und Vancouver.

Auch einen Abstecher nach Brunswick haben wir gemacht. Ein süßer kleiner Vorort von Melbourne (ca. 6km von der Innenstadt), der einem noch einmal ein anderes Melbourne zeigt.

FOTOTIPP:

Wer noch Fotoausrüstung kaufen möchte – die Preise entsprechen ungefähr denen in Deutschland – oder was vergessen hat, der findet in Melbourne in der Bourke Street zwei ganz hervorragend ausgestattete Fotofachgeschäfte, die wirklich alles führen. Auch kann man hier im Gebrauchtbereich das eine oder andere Schätzchen entdecken. Eines der Geschäfte ist Michaels (https://michaels.com.au), den es seit 1916 gibt.

Für das Abendessen waren wir im „Wok at the Dock“. Ein kleiner aber feiner Laden direkt in den Docklands, ca. 5 min zu Fuss vom Hotel. Die Preise sind OK und das Essen ist frisch und lecker. Der Chef kocht selbst.

Mit dem Mietwagen von Melbourne nach Adelaide in 8 Tagen

Tag 3: Mit dem Mietwagen nach Phillip Island

Die Übernahme des Mietwagens bei Hertz klappt problemlos und das Auto, ein Mitsubishi Exclipse, ist in einem Top Zustand.

Fährfahrten sind mit Mietwagen generell verboten, ausser man hat sich eine Genehmigung geholt!

Wer auf der Fahrt von Melbourne nach Adelaide auch einen Abstecher nach Kangaroo Island machen will, der muss wissen, dass alle Anbieter, bis auf Hertz und Budget, die Fährfahrt verbieten und ebenso die Fahrt nach und auf Kangaroo Island (es besteht kein Versicherungsschutz!). Deshalb vor Anmietung klären, ob der Vermieter die Überfahrt genehmigt und Kangaroo Island eingeschlossen ist. Bei Hertz ist das der Fall.

Die Fahrt von Melbourne nach Philipp Island dauert gut 2 Stunden und ist aufgrund der Geschwindigkeitsbeschränkungen recht ermüdend. Lediglich die letzten 50km erinnern landschaftlich an die Hamptons in den USA. Viel grün und viel Landwirtschaft. Wir übernachten im Hotel North Pier, was wir von der Lage und vom Hotel empfehlen können. Die meisten Zimmer haben Meerblick und das Hotel ist ähnlich charmant wie ein 25hours oder Moxy in Deutschland.

Lohnt sich die Pinguin Parade auf Phillip Island?

Da wir schon um 15 Uhr am Hotel ankommen, wollen wir wissen, wo es zu „Pinguin Parade“ geht. Damit ist ein Schauspiel gemeint, dass sich täglich mit Sonnenuntergang wiederholt. Hunderte bis tausende Zwergpinguine kommen vom Fischfang aus dem Wasser und laufen über den Strand zu Ihren Höhlen.

Das wollten wir unbedingt auch sehen. Leider sind uns dann 2 Dinge aufgefallen, die uns gar nicht gefallen haben. Erstens ist Fotografieren und Filmen verboten und es werden auch keine Touren für Fotografen angeboten. Zweitens ist es inzwischen eine Art „Zirkusspektakel“ mit mehreren hundert Zuschauern auf Betontribünen am Abend geworden und hat mit „Natur“, nur noch wenig zu tun.

Tripadvisor hat eine klare "Meinung" zur Pinguin Parade

Die Pinguin Parade ist auf der Insel ausgeschildert (!) und findet im Phillip Island Nature Park statt. Wir mochten diese Vorstellung der Tierschau nicht und haben deshalb beschlossen diesen Teil auszulassen. Hier ein Link zu Tripadvisor, um sich selbst ein Bild zu machen.

Kostenlose Tour zum Nobbies Centre

Ein Tipp: die kostenlose Rundtour mit dem Auto machen. Bis zum Nobbies Centre und dann den „alternativen“ Weg zurück zur Pinguin Parade Station. Wir haben dort unsere ersten wilden Wallabies in Australien gesehen. Ebenso eine Reihe interessanter Vogelarten.

Der Weg ist nicht lang, aber wenn man ihn bei Sonnenuntergang fährt, hat man eine tolle Lichtstimmung und kann zusätzloch beim Nobbies Center auf den Holzstegen an der Küste entlang wandern.

Wenn wir ein Fazit zu Philipp Island ziehen müssten, würden wir es beim nächsten Mal weglassen.

Es sind aus unserer Sicht mindestens 300km unnötige Fahrtstrecke, für etwas, was man an anderer Stelle auf der Reise noch mehrfach sieht. Diese Übernachtung würden wir beim nächsten Mal lieber auf der Grand Ocean Route oder in Adelaide dranhängen.

Wo sollte man auf der Grand Ocean Road übernachten?

Tag 4: Von Phillip Island nach Lorne

Knapp 300km Fahrtstrecke. Unser erstes Ziel auf der Grand Ocean Road ist Lorne. Auf dem Weg dorthin kommt man an Geelong vorbei, welches wir für einen Frühstücksstop im Cafe Bear & Scoops  nutzen. Unscheinbar von aussen, aber sehr nett und absolut empfehlenswert.

Von Geelong nach Lorne ist es dann noch einmal eine gute Stunde und die letzten 20km gehören schon zur Grand Ocean Road, mit tollen Ausblicken auf das Meer.

Wichtig: In Australien gelten 0,0 Promille für Autofahrer und wir sind tatsächlich Samstag vormittags kontrolliert worden und zwar „jeder“ auf der Grand Ocean Route!

Gut Essen, ist in Lorne schwierig

Lorne selber ist ein kleines Örtchen, welches ausserhalb der Saison eher verschlafen ist, aber einige gute Cafes zu bieten hat. Wir haben im Coachman Inn übernachtet, was absolut nicht zu empfehlen ist. Runtergekommen, dreckig und selbst für den von uns bezahlten Preis noch viel zu teuer. Nachmittags waren wir im Cafe Kaos, was sehr leckeren Kaffee und gute Kuchen anbietet.

Beim Abendessen im Restaurant Chopstix, waren wir erneut enttäuscht. Teuer und dafür schlechte Qualität.

Ein Hghlight von Lorne sind die wilden Kakadus

Highlights in Lorne sind die Papageien, die sich problemlos von Hand füttern lassen und einen direkt anfliegen. Es sind grosse Kakadus! Ausserdem einen Abstecher wert, ist Teddy’s Lookout und weiter zu den Erskine Falls (ca. 9km von Lorne). Dort kann man einen sehr kurzen Spaziergang im Regenwald zu einem kleinen Wasserfall machen.

FOTOTIPP:

Gleich am Eingang von Lorne gibt es eine sehr schöne Schwenkbrücke, die bei Sonnenuntergang weiss leuchtet. Ausserdem die vielen Kakadus, die keine wirkliche Scheu zeigen und an die man mit der Kamera sehr nah herankommt, vor allem, wenn man etwas Brot dabei hat.

Tag 5: Von Lorne nach Warrnambool, vorbei an den 12 Aposteln

Unser Ziel ist Kenneth River, genauer gesagt das Cafe Koala,  bei dem der Name Programm ist.

Nach gut 30min Fahrt sind wir da und schon beim reinkommen  – ohne zu Fragen – bekommen wir die Richtung gezeigt, in der Koalas sein sollen. So sehen wir früh morgens unsere ersten wilden Koalas. Es sind vom Cafe nur ca 5min Fussweg.

Das Cafe selber bietet sehr leckeres Frühstück an und es lohnt sich ab 8 Uhr, direkt nach Öffnung da zu sein, bevor die Touristenbusse kommen.

Die 12 Apostel

Weiter geht es Richtung 12 Apostel. Auf dem Weg liegt der immergrüne Otway Nationalpark. Der uralte Regenwald lockt mit riesigen Farnbäumen und wer will kann den 150 Jahre alten Leuchtturm von Cape Otway besuchen.

Wir haben den ausgelassen, da wir noch vor 11:30 Uhr am Twelve Apostles Visitor Center ankommen wollten, bevor die regelmäßig eintreffenden Reisebusse (meist voller Chinesen) den 12 Apostel Parkplatz und die Plattformen überfüllen. Deshalb am besten morgens oder zum Sonnenuntergang da sein.

Ca. 1km entfernt von den Twelve Apostles findet man die Gibson’s Steps. Der Fussmarsch dauert ungefähr 20min, wenn man kein Auto nehmen will. 86 in die Klippe gehauene Stufen führen hinab zum Strand, wo man mit einem noch direkteren Blick auf die Apostel belohnt wird.

Auf dem Weg nach Warrnambool gibt es dann noch weitere Felsformationen zu entdecken: London Bridge, Razorback, Bay of Islands und die Loch Ard Gorge und einige mehr, die alle durch Schilder gekennzeichnet sind und so die Fahrt immer wieder unterbrechen, um ein paar Meter zu gehen.

Gegen Nachmittag erreichen wir die  Küstenstadt Warrnambool, in der von Mai bis Oktober Südliche Glattwale vor Logan Beach kalben. Es gibt hierfür extra Aussichtsplattformen. Wir haben allerdings keine Wale gesehen, da wir mit Ende Mai wohl noch zu früh dran waren.

In Warrnambool übernachten wir im Comfort Inn Warrnambool International. Nichts besonderes, aber sehr sauber und gute Zimmer.

Tag 6: Von Warrnambool nach Robe

Wir starten den Tag mit einem Frühstück im Charlies on East in Port Fairy. Das kleine Restaurant liegt direkt am Meer und das Frühstück ist sehr lecker. Der Blick aufs Meer ist einmalig.

Die 4 stündige Fahrt nach Robe „zieht sich“ und die Strecke ist nicht gerade aufregend oder abwechslungsreich. Robe selbst ist ein kleines nettes Städtchen, welches im Winter eher verschlafen ist. Wir übernachten im Best Western. In Ermangelung geeigneter Alternativen OK und mit der Möglichkeit zum Wäsche waschen.

Ganz andere Öffnungszeiten, als erwartet

Woran wir uns in Australien wirklich gewöhnen mussten, sind die Öffnungszeiten der Restaurants und Cafes. In der Regel schliessen die Cafes spätestens um 17 Uhr und Restaurants öffnen ab 18 Uhr, bis ca. 20 Uhr. So kam es, dass wir kurz vor 17 Uhr in der Mahalia Coffee Rösterei, etwas ausserhalb der Innenstadt, noch einen wirklich leckeren Kaffee und ein Stück Kuchen bekamen, sozusagen als letzte Gäste.

Danach empfiehlt sich ein kurzer Abstecher zum Strand am Leuchtturm, um den Sonnenuntergang zu geniessen.

Zum Abendessen sind wir ins Sails gegangen, wo wir das bisher beste Abendessen auf der Tour bekommen haben. Erstklassige Küche, vor allem das Sashimi ist empfehlenswert.

Tag 7: Von Robe nach Victor Harbor.

Es empfiehlt sich in Robe noch eine der Bäckereien aufzusuchen, um sich mit Frühstück einzudecken, bevor man auf die Fahrt geht. Auf der Strecke selbst gibt es nur sehr wenige Möglichkeiten sich mit Essen und Trinken oder auch Benzin zu versorgen und die knapp 330km erscheinen wieder endlos lang!

Goolge weiss doch nicht alles!

Google gibt übrigens nicht die richtige Streckenführung vor, da man über Wellington fahren kann. Dazu benutzt man die kostenlose Fähre und fährt dann über Milang nach Victor Harbor, Die von Google vorgeschlagene Route ist 50km und gut 1h länger. Auf dem Weg entdecken wir wieder die rosanen Papageien, die hier überall in Schwärmen rumfliegen.

Victor Harbor ist berühmt für seine Pferdebahn, die Victor Harbor mit Granite Island verbindet. Man kann entweder mit der Bahn fahren oder einfach über den Jetty laufen. Auf Granite Island, gibt es eine kleine Kolonie von Zwergpinguinen, die man tagsüber allerdings nicht sehen kann. Der Spaziergang über die Insel mit vielen schönen Ausblicken ist jedoch Grund genug auf die Insel zu gehen.

Der Ort selbst ist klein und nett. Zum Essen ist Nino’s sehr zu empfehlen. Wir haben im Mc Cracken Country Club übernachtet, ein Hotel mit Schwimmbad und Gym und gutem Restaurant.

FOTOTIPP:

Da das Hotel in einem Golfplatz liegt, haben sich hier Ibisse, Papageien und zahlreiche andere Vogelarten angesiedelt, also ruhig gegen Abend mit dem Teleobjektiv (mindestens 200mm) spazieren gehen.

Tag 8: Von Victor Harber – über Cape Jervis – nach Kangaroo Island

Die Fahrt von Victor Harbor nach Cape Jervis dauert knapp 50min. Es reicht – wie im Ticket geschrieben – wenn man genau 30 min vor Abfahrt da ist. Da die Fähre nur von einer Seite beladen wird, lohnt es sich sogar als letzter ab Bord zu fahren. Die Überfahrt dauert nochmal 50min und kann – wie bei uns – recht unruhig werden.

Auf der Insel landet man in Penneshaw an. Wer noch tanken will, sollte dies hier tun. Es gibt nur drei Tankstellen auf der Insel. Die nächste wäre in Kingscote, dem größten Ort der Insel, der sich strategisch gesehen auch am Besten für die Übernachtung eignet.

Übernachtung in American River

Wir sind in American River, im Mercure Hotel, abgestiegen, was zwar vom fahren her weniger günstig liegt, aber eine traumhafte Lage hat.

Restaurants gibt es nur in den größeren Orten wie Kingscote und viele Cafes auf der Insel haben nur bis 15 Uhr geöffnet oder in der Off Season ganz geschlossen. Abendessen daher am besten auch gleich im Hotel buchen, zumindest, wenn man in American River absteigt. Ein Highlight im Mercure ist übrigens die Fütterung der wilden Pelikane.

Das Wetter ist heute wechselhaft mit Sonne und Regen und es stürmt sehr stark. Da wir nicht wissen, wie es die nächsten Tage weitergeht entscheiden wir Seal Bay mit den Robben am Strand direkt heute zu machen.

Seal Bay

Die Fahrt nach Seal Bay sind gut 80km und da wir noch tanken und Mittagessen wollen, machen wir den kurzen Abstecher über Kingscote (ca 20km extra). In Kingscote gibt es einen Fish and Chips an der Tankstelle, der von allen hoch gelobt wird, das Rogers und das Lighthouse Cafe, für welches wir uns entscheiden.

Danach geht es weiter zum Seal Bay. Wir sind die einzigen dort. Die Touren zu den Seelöwen starten alle 45min (geführt mit Ranger) oder man bucht nur den günstigeren Boardwalk. Wenn man die Ranger Tour bucht, ist dieser schon im Preis enthalten.

FOTOTIPP:

Man sollte mindestens ein 70-200mm Objektiv mitnehmen. Auch wenn man den Tieren sehr nah kommt, werden die Möglichkeiten für schöne Bilder mit geringeren Brennweiten sehr begrenzt sein. Die Empfehlung wäre wie folgt: Wer nur den Boardwalk macht, der sollte die größte verfügbare Brennweite mitnehmen, da man zwar einen tollen Blick hat, aber nicht sehr nah an die Tiere herankommt.

Wer die Ranger Tour macht, der ist mit „mehr“ Brennweite ebenfalls gut beraten, aber hier reichen ggfs schon die 200mm aus. Wer 2 Kameras dabei hat, kann einen Mix nehmen, dann seid Ihr auf jede Situation vorbereitet. Insgesamt sind Boardwalk und Rangertour nicht günstig aber definitiv eine Empfehlung.

Während der Rückfahrt öffnet der Himmel noch einmal seine Schleusen und wir sind froh im Hotel anzukommen. Hier werden wir freundlich empfangen mit den Worten „Es gibt keinen Strom“. Die gesamte Region Adelaide wäre seit dem Nachmittag stromlos. Man könnte uns aber ein einfaches Abendessen machen. Wir trinken erstmal einen Wein am Kamin, wo sich immer mehr Einheimische einfinden (deren Heizungen gehen ohne Strom nämlich auch nicht). 2h später ist der Strom dann wieder da und das Abendessen verläuft mehr oder weniger normal.

Tag 9: Kangaroo Island Nationalparks – Flinders Chase

Heute geht es zum Flinders Chase Nationalpark, das sind fast 100km Strecke (einfach) und wir benötigen gut 1,5h dorthin. Die Gebühr für den Park beläuft sich auf 11AUD pro Person. Alle wichtigen Autostrecken sind asphaltiert und problemlos zu befahren.

Als erstes geht es zum Admirals Arch. Dorthin gelangt man über einen hölzernen Boardwalk und einige Stufen. Die See kann rau sein und die Gischt kommt teilweise bis an den Boardwalk hoch (!) Der Arch ist sehr beeindruckend und sowohl entlang des Boardwalks, als auch im  Arch selbst kann man Seelöwen beobachten.

FOTOTIPP:

Für den Arch benötigt man ein Weitwinkel, z.B. 20mm. Für die Seelöwen hingegen das stärkste verfügbare Teleobjektiv. Ein Objektivwechsel vor Ort ist nicht zu empfehlen. Daher entweder 2 Kameras oder ein Motiv priorisieren. Alternativ den Weg 2 Mal machen und das Objektiv im Auto wechseln.

Danach geht es weiter zu den Remarkable Rocks. Der Name ist Programm. Eine wirklich beeindruckende Felsformation, die im Sonnenlicht, aufgrund des Flechtenbewuchses, orange leuchtet. In der Off-Season hat man den Vorteil hier fast alleine zu sein.

FOTOTIPP:

Für Fotografen eine absolute Traumkulisse. Hier definitiv ein Weitwinkel nutzen. Entweder 24-70mm oder 20mm.

Da es auf der Insel nicht viele Restaurants und Cafes gibt, in denen man in der Nebensaison einkehren kann, essen wir auf dem Rückweg im Nationalpark Cafe. Auf dem Parkplatz sehen wir noch einige Koalas.

Handson Bay sollte man nicht verpassen!

Anschliessend geht es auf der Südroute zurück Richtung American River, jedoch nicht ohne in Handson Bay halt zu machen. Das ist neben dem Flinders Chase und der Seal Bay das absolute Highlight. Hier kann man Koala Bären (wild) mit 100% Sicherheit beobachten, da das Anwesen einen Eukalyptuswald beherbergt.

Man kann problemlos die „sebstgeführte“ Tour machen und sich das Geld für den Ranger sparen. Die Koalas sind so zahlreich, dass man schnell aufhört zu zählen.

FOTOTIPP:

Am späten Nachmittag werden die Koalas aktiv und die Sonne steht im richtigen Winkel. Definitiv ein starkes Teleobjektiv (200mm aufwärts) nutzen.

Wir waren aufgrund der Nebensaison fast allein dort und hatten die Koalas sozusagen für uns, was es deutlich einfacher gemacht hat sie zu fotografieren, da sie teilweise auch über den Boden zum nächsten Baum gelaufen sind.

Nach knapp 2h ging es dann zurück nach American River. Noch ein trauriger Hinweis. In der Dämmerung sollte man wirklich aufpassen. Wir haben an diesem Tag über 25 tote Kängurus und Wallabies am Strassenrand gezählt.

Tag 10: Von Känguru Island nach Adelaide:

Nach dem Check out wollen wir noch einmal zum Seal Bay. Dort angekommen sind wir die einzigen Gäste und haben den Ranger und Strand praktisch für uns alleine.

Wir haben Glück und es sind viele Seelöwen am Strand. Die Australischen Seelöwen sind vom Aussterben bedroht und man schätzt, dass es in spätestens 30 Jahre keine mehr gibt. Wir haben die 45min am Strand mehr als genossen und die Seelöwen haben Ihr bestes vor der Kamera gegeben.

FOTOTIPP:

Erstmal nur den Boardwalk buchen und schauen, was so los ist am Strand. Sind dort viele Seelöwen zu sehen, dann einfach zurück gehen und „upgrade“ auf Rangertour buchen. Dadurch kann man sicher sein gute Fotomotive zu bekommen. Ausserdem so früh wie möglich da sein (geöffnet ab 09:15Uhr), dann hat man die größte Chance vor den Touristenbussen anzukommen.

Auf dem Rückweg vom Strand zum Parkplatz erleben wir ein wirklich sehr süsses Wallabie hautnah und auch einen wenig scheuen, sehr blauen Vogel.

Wieder in Penneshaw angekommen essen wir noch schnell im Hog Bay Cafe zu mittag, bevor es auf die Fähre geht.

Um 14:30 legt die Fähre zum Festland ab und wir fahren direkt weiter nach Adelaide, was noch einmal fast 2h dauert. Die Fahrt ist allerdings überraschend schön und erinnert an Irland oder Schottland. Das Gebiet heisst Fleurieu Halbinsel und ist wirklich eine Überraschung.

Leonards Mills besuchen

Auf dem Weg unbedingt in Leonards Mill halten und entweder etwas essen oder einfach nur einen Kaffee trinken. Ein echter Geheimtipp und ein toller Stop auf der Tour. Es werden auch Übernachtungen angeboten und wer Zeit hat, sollte eine Nacht hier verbringen und die Atmosphäre und das gute Essen geniessen. Nach Sonnenuntergang erreichen wir Adelaide und das Hotel Stamford Grand.

Dies ist das Ende der Tour zwischen Melbourne und Adelaide. Morgen geht es per Flugzeug weiter nach Sydney.

Fazit:

Grundsätzlich ist es eine wirklich tolle Strecke von Melbourne nach Adelaide.

Beim nächsten Mal würden wir aber Philipps Island weglassen und dafür einen Tag auf der Grand Ocean Road oder in Adelaide dazunehmen. Anstregend ist die Fahrt zwischen Warnambool und Victor Harbor. Wir haben deshalb einen Zwischenstop in Robe gemacht. Wer fit genug ist, dem würden wir empfehlen einen langen Fahrtag einzulegen und das Stück zwischen Warnambool und Victor Harbor an einem Stück durchzufahren. Anschliessend diese Zeit besser auf der Fleurieu Halbinsel verbringen.

2 Übernachtungen auf Kangaroo Island sind absolut ausreichend,

besonders, wenn man auf dem Hinweg die Fähre morgens nehmen kann und auf dem Rückweg die am späten Nachmittag (z.B. 14:30 Uhr). Von Adelaide haben wir leider nicht viel gesehen, ausser einem Restaurant und ein wenig von der Fussgängerzone. Vom Gefühl her, hätte ein Tag Adelaide sicher nicht geschadet, zumal unser Hotel direkt am Strand lag. Fotografisch kann man auf dieser Tour viel Landschaft, sowie Kangurus, Wallabies, Koalas und mit etwas Glück auch Schnabeltiere und Schnabeligel (Echidnas) fotografieren.

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ab  18,90€, Größen A2-A5

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Welche Fotoausrüstung für Australien?

Die Fotoausrüstung, die wir nach Australien mitgenommen haben, findet Ihr im folgenden aufgelistet. Ausserdem habt Ihr die Möglichkeit die genutzte Fotoausrüstung über unseren Foto-Shop direkt zu bestellen und weitere technische Details abzufragen. Dort gibt es auch noch jede Menge Extras.

Kameras:

  • D850 (Nikon)
  • D500 (Nikon)
  • Apple Iphone X

Objektive:

  • 20mm f/1.8 (Nikon)
  • 24-70mm f/2.8 G2 (Tamron)
  • 70-200mm f/4 (Nikon)
  • 105mm f/2.8 (Nikon)
  • 200-400mm f/4 VRII (Nikon)

Stativ:

  • Sirui Carbon
  • Sirui Kugelkopf

Rucksack / Trolley:

  • Tenba Roadie Roller 21*

*Der Tenba Roadie Air Case Roller 21 ist wirklich ein toller „Kameratrolley“, in den auch die grossen Teleobjektive passen. Was die Flexibilität der Innenaufteilung angeht, so ist diese herausragend. Auch die Unterbringung einer Profi DSLR mit mehr als 11cm Höhe und angesetzem Objektiv ist möglich. Der Trolley hat extrem viele Staumöglichkeiten. Der „21er“ ist nahezu perfekt, wenn man größtmögliche Flexibilität haben will und die Möglichkeit diesen im Flieger noch an Bord mitzunehmen.